Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Lohner Vorfreude trotz Corona-Schatten

Wenn Corona sie lässt, starten die Oberliga-Fußballer am Sonntag gegen Wolfsburg verspätet in die Meisterrunde – mit einem „Minimalkader“. Die anderen Spiele fallen alle aus.

Artikel teilen:
Hoffnungsvoller Blick: Lohnes Aaron Goldmann (rechts) bei einem Torschuss während des 3:1-Sieges gegen Rehden. Foto: Schikora

Hoffnungsvoller Blick: Lohnes Aaron Goldmann (rechts) bei einem Torschuss während des 3:1-Sieges gegen Rehden. Foto: Schikora

Spielen sie oder spielen sie nicht? Das ist aktuell eigentlich bei jeder Partie die Frage. Sie stellt sich auch für die Oberliga-Fußballer von BW Lohne. Und nach jetzigem Stand lautet ihre Antwort: Wir spielen. Nach dem abgeblasenen Meisterrunden-Start bei FT Braunschweig am vergangenen Wochenende soll es am Sonntag um 15.00 Uhr im Heinz-Dettmer-Stadion gegen Union Lupo-Martini Wolfsburg losgehen, sofern es Corona diesmal zulässt. Alle vier anderen Begegnungen des 2. Spieltags in der Meisterrunde wurden bereits abgesagt.

Zuletzt schien es, als hätte sich sich die Coronalage bei BWL nach lästigen zweieinhalb Wochen etwas entspannt. Am vergangenen Sonntag war das Braunschweig-Spiel noch wegen sieben Coronafällen abgesagt worden, am Dienstag beim 9:1-Testspielsieg bei SFN Vechta bot Lohne aber wieder eine starke Elf auf. Aber: Aus dieser Startformation haben wieder zwei Spieler Coronainfektionen gemeldet. Hinzu kommt, dass von den in Vechta als Auswechselspieler gelisteten Akteuren einige angeschlagen oder nicht einsatzfähig sind.

BWL-Trainer Henning Rießelmann geht daher derzeit davon aus, dass ihm am Sonntag nur 13 Spieler zur Verfügung stehen werden. „Auf jeden Fall werden wir mit einem Minimalkader antreten müssen“, sagt er: „Was mich aber positiv stimmt, ist, dass die Jungs einfach mega Lust auf den Start haben. Dass sie immer alles geben, dass sie nicht lamentieren.“

Im gesamten Team gab es 13 Fälle

Mut macht dem Lohner Trainer auch die „sehr gute Vorbereitung“, in der es unter anderem Siege gegen die Regionalligisten BSV Rehden (3:1) und VfB Oldenburg (2:1) gab. „Wir waren eigentlich immer auf den Punkt da und haben in jedem Spiel unsere Leistung abgerufen“, blickt der Dinklager zurück. Problematisch sei nur die Endphase der Vorbereitung gewesen, wo Corona alles überschattet habe. Insgesamt gab es bislang inklusive Funktionsteam 13 Fälle.

Rießelmann weist auch auf den gesundheitlichen Aspekt hin, dass die Genesenen auch nicht gleich belastungsfähig seien. Man habe zwar EKGs gemacht, müsse aber trotzdem noch aufpassen. Rückkehrer hätten nach einer Trainingseinheit auch gleich Muskelkater gehabt. Was schon klar ist: Im Sturm ist Improvisation gefragt. Jonas Burke (Kreuzbandriss), Lennard Prüne (Muskelfaserriss) und Nico Gill (Knöchelverletzung) sind verletzt, Christopher Schepp hat noch Trainingsrückstand. Ob er genug Power hat, wird sich erst relativ kurzfristig zeigen. BW Lohne hat aber an Lösungen für die Vakanz gearbeitet. Dass Torgefahr prinzipiell auch bei etatmäßigen Mittelfeldspielern vorhanden ist, zeigten in Vechta der Dreierpack von Thorsten Tönnies sowie die Doppelpacks von Jakub Bürkle, Aaron Goldmann und Rilind Neziri.

Torgefahr – diese Eigenschaft attestiert Rießelmann auch Union Lupo-Martini Wolfsburg, das mit einigen Italienern gespickt ist. Die Lohner haben ihren Gegner zweimal beobachtet, beim 7:0-Sieg im NFV-Pokal-Viertelfinale gegen FT Braunschweig sowie beim jüngsten 1:2 gegen den Heeslinger SC. Wolfsburg sei „die spielstärkste Mannschaft in der Liga“ mit „technisch guten Spielern“, von denen viele beim VfL Wolfsburg ausgebildet wurden. Andrea Rizzo sei vorne links „der alles überragende Mann“, während Stürmer Timon Hallmann ein starker Vollstrecker sei. Henning Rießelmann schlussfolgert: „Von daher müssen wir uns auf einiges gefasst machen.“

Giampiero Buonocore, der Trainer des italienischen Klubs, bekannte bei „Sportbuzzer“, dass die Vorbereitung auf Lohne nicht leicht sei. „Lupo hat noch nie gegen Lohne gespielt, man kennt höchstens ein paar Spieler von anderen Vereinen. Da muss man sich auf ältere Aufnahmen zur Vorbereitung beschränken“, sagte er. Für sein Team steht die erste längere Auswärtsfahrt seit zwei Jahren an.

Info: Das Heinz-Dettmer-Stadion ist aktuell nur über die Steinfelder Straße aus der Innenstadt kommend erreichbar.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Lohner Vorfreude trotz Corona-Schatten - OM online