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Lohner Longhorns lösen echten Hype aus

Am Sonntag steigt das letzte Saisonspiel gegen Delmenhorst. Die Footballer streben nach "perfect Season" und hoffen auf 1000 Fans. (Update)

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Warten auf den Pass: Die Lohner Longhorns (blaue Trikots) im Landesliga-Duell gegen die Bremen Bulls. Foto:  Schikora

Warten auf den Pass: Die Lohner Longhorns (blaue Trikots) im Landesliga-Duell gegen die Bremen Bulls. Foto:  Schikora

Größer und erfolgreicher als gedacht: Was sich in den vergangenen Wochen bei der American-Football-Mannschaft Lohne Longhorns abgespielt hat, kommt überraschend – aber irgendwie auch nicht.

Meister in der ersten Landesliga-Saison und bis zu 800 Zuschauer bei den Heimspielen. Die Longhorns haben in Lohne einen regelrechten Hype ausgelöst. "Vor der Saison war das ein Traum, jetzt Realität“, sagt Longhorns-Sprecher Niklas Brock.

34:14 bei den Oldenburg Knights II, 26:14 bei den Bremen Bulls und 26:0 bei den Delmenhorst Bulldogs. Der Start in die Landesliga-Saison, der untersten Liga in Deutschland, war vielversprechend. Die Longhorns dominierten früh und setzten sich schnell an die Tabellenspitze. In den darauffolgenden Heimspielen gegen die Bremen Bulls (39:6) und Oldenburg Knights II (31:0) bestätigten die Longhorns die Ergebnisse.

Longhorns melden für Verbandsliga 

5 Spiele, 5 Siege. Die Lohner Footballer steuern auf eine "perfect Season“, eine Spielzeit ohne Niederlage, zu. Die Bilanz ist stark. Für einen kompletten Neuling überraschend stark. "Das haben wir natürlich nicht so gedacht. Wir wollten eigentlich erst mal nur ankommen und unsere ersten Spiele machen“, sagt Brock.

Als Meister können die Lohner aufsteigen. Und das werden sie auch: „Wir werden für die Verbandsliga melden“, berichtet Brock. Dann würden die Longhorns in Liga fünf spielen. „Erst mal wollen wir uns etablieren“, so Brock. Langfristig will Lohne es aber in die Oberliga, also in die vierte Liga schaffen.

Umkämpfte Duelle: Hier eine Szene aus dem Bremen-Spiel. Foto: SchikoraUmkämpfte Duelle: Hier eine Szene aus dem Bremen-Spiel. Foto: Schikora

Die Unterstützung der Anhänger hätten sie zweifellos. Bereits jetzt kommen bis zu 800 Menschen zu den Partien. In dritter oder gar vierter Reihe standen die Interessierten zuletzt um den Rasenplatz. Sie bekommen nicht nur Football geboten. "Gameday ist auch Showday“, sagt Brock und zählt einen der Faktoren für das große Interesse auf.

Die Longhorns bieten ein großes Rahmenprogramm. Von der Verpflegung bis hin zu Gewinnspielen und lauter Musik. In Zukunft sollen Hüpfburgen und Tanzauftritte hinzukommen. "Für jung und alt ist alles dabei“, sagt Brock.

2,11 Millionen deutsche Zuschauer beim Supercup

Zudem erlebe American Football in Deutschland einen generellen Hype. Die Spiele der National Football League (NFL) aus den USA werden hierzulande übertragen. Beim Super Bowl 2021, dem NFL-Finale, schauten durchschnittlich 2,11 Millionen Zuschauer im deutschen Fernsehen zu – und das mitten in der Nacht.

Einen weiteren Grund für das große Interesse sieht Brock in der Corona-Zeit: 

"Die Menschen wollen zurück auf die Sportplätze und sind offen für Neues.“Niklas Brock

Sportlich ist alles klar. Am Sonntag (16.00 Uhr) steigt auf dem großen Kunstrasenplatz im Heinz-Dettmer-Stadion aber noch das letzte Saisonspiel. Die Longhorns empfangen die Bulldogs aus Delmenhorst. Brock hofft auf bis zu 1000 Zuschauer – und lockt freiem Eintritt.

Die Bulldogs, ebenfalls Neuling in der Liga, kassierten bisher fünf deutliche Niederlagen und stehen mit 0:10 Punkten auf dem letzten Platz. "Es muss unser Anspruch sein, als Meister gegen den Letzten zu gewinnen“, sagt Brock. Dann hätten sie sie, "the perfect Season“. Aber die ist es für die Longhorns eigentlich jetzt schon.

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