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Lohner Freude nach Bersenbrücker Sprachnachricht-Wirbel

Vor dem Oberliga-Spiel bei Kickers Emden hatte ein Bersenbrücker Funktionär den Gastgeber als „Drecksverein“ bezeichnet. Am Samstag verlor der TuS in Emden. Und das machte BW Lohne glücklich.

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Gute Ausgangslage für die Meisterrunde: Die Fußballer von BW Lohne. Foto: Wenzel

Gute Ausgangslage für die Meisterrunde: Die Fußballer von BW Lohne. Foto: Wenzel

Auf die Bersenbrücker Peinlichkeit folgte auch sportlich eine Enttäuschung: Nachdem es großen Wirbel um die Sprachnachricht eines TuS-Managers gegeben hatte, verlor der Fußball-Oberligist das entscheidende letzte Hinserien-Spiel bei Kickers Emden mit 0:2 (0:1) und verpasste damit die Qualifikation für die Meisterrunde. Bei BW Lohne sorgte dieses Ergebnis für große Freude: Der Staffel-Meister geht mit 14 Punkten in die Aufstiegsrunde und hat damit nach Germania Egestorf (17) die zweitbeste Ausgangslage im Kampf um den Regionalliga-Aufstieg.

Nachdem das Duell zwischen Emden und Bersenbrück im Ostfriesland-Stadion zunächst witterungsbedingt ausgefallen war, stand am Samstag das Nachholspiel an – am selben Ort, auf saftigem Geläuf. Der TuS hatte den Gastgebern zuvor selbst noch eine Motivationsspritze verabreicht, indem eine brisante Sprachnachricht eines Managers den Weg an die Öffentlichkeit gefunden hatte. Darin hatte er Kickers Emden als „Drecksverein“ bezeichnet und gesagt, man wolle mit einem Sieg mit zwei Toren Unterschied die Emder und auch BW Lohne bestrafen. Außerdem warf er den Kickers indirekt Wettbewerbsverzerrung vor, indem er deren vorherige 1:4-Niederlage beim VfL Oldenburg als „sehr fragwürdig“ bezeichnete.

Die dreiminütige Sprachnachricht, die es auch in eine Oberliga-Facebook-Gruppe mit fast 5000 Mitgliedern schaffte, beendete der Funktionär mit den Worten: „Fahrt da hin und haut die Spinner da weg.“ Daraus wurde dann jedoch nichts.

Emmerling: „Vorgeplänkel hat uns heißer gemacht“

Vor 403 Zuschauern setzten sich die Kickers durch Tore von Holger Wulff (7., Foulelfmeter) und Tido Steffens (90.+1) durch, obwohl sie auf neun Spieler verzichten mussten – sechs davon ungeimpft. „Das unnötige Vorgeplänkel hat uns natürlich noch heißer gemacht“, sagte Emdens Coach Stefan Emmerling nach dem Spiel. BW Lohne schickte nach dem Schlusspfiff Glückwünsche nach Ostfriesland.

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