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Lohne zieht das Ding gegen Emden durch

Der Fußball-Oberligist steht am Sonntag vor seinem ersten Geisterspiel. Manuel Arlinghaus erklärt: „Danach überlegen wir, wie es weitergeht.“

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BWL bleibt angriffslustig: Andrej Homer (rechts) im Zweikampf beim SC Spelle-Venhaus. Am Sonntag steht das Spitzen- und Geisterspiel gegen Emden an. Foto: Scholz

BWL bleibt angriffslustig: Andrej Homer (rechts) im Zweikampf beim SC Spelle-Venhaus. Am Sonntag steht das Spitzen- und Geisterspiel gegen Emden an. Foto: Scholz

BW Lohne ist bereit für das nächste Schlagerspiel in der Fußball-Oberliga. Der Neuling erwartet am Sonntag um 15.00 Uhr Kickers Emden zum Verfolgerduell – und zum ersten Geisterspiel. Das Heinz-Dettmer-Stadion bleibt durch die Allgemeinverfügung des Landkreises für Zuschauer gesperrt.

Weder ein Heimrechttausch mit Emden – wo Zuschauer erlaubt wären – noch eine Absage kam für BW Lohne in Frage. „Wir ziehen das Ding gegen Emden jetzt durch, sofern wir von der Stadt oder vom Verband nichts anderes hören. Dann haben wir drei Auswärtsspiele. Danach überlegen wir, wie es weitergehen könnte“, sagte Manuel Arlinghaus am Freitag.

Der BWL-Fußballchef hat auch die wirtschaftliche Seite im Kopf. Bei 500 Zuschauern, die bislang durchweg kamen, würde den Blau-Weißen eine Einnahme von rund 3000 Euro durch die Lappen gehen. Gegen Emden hätte Arlinghaus auch angesichts der Konstellation mit wenig Fußball-Spielbetrieb mit rund 1000 Besuchern gerechnet. Das nächste Heimspiel für BWL folgt am 13. November gegen den TuS Bersenbrück. Wie es dann coronatechnisch aussieht, vermag heute niemand zu sagen.

Wiedersehen mit Torwart Jannik Wetzel

Dafür kann Trainer Henning Rießelmann mit Gewissheit festhalten, dass der bisherige Saisonverlauf für den ungeschlagenen Aufsteiger mit 14 Punkten aus sechs Partien und einer fußballerischen Weiterentwicklung sehr erfreulich war. Er sagt: „Dass wir jetzt ohne Fans spielen müssen, ist schon schade. Wir spielen ja auch Fußball, um den Zuschauern etwas zu zeigen. Aber: Es ist, wie es ist.“

Nach dem 1:1 beim Spitzenreiter SC Spelle-Venhaus am Freitag vergangener Woche kommt mit Kickers Emden der nächste schwere Brocken. Henning Rießelmann hält das Team um den hauptamtlichen Trainer und früheren Bundesliga-Profi Stefan Emmerling für sehr gefährlich: „Es ist für mich die robusteste und zweikampfstärkste Mannschaft der Liga. Und sie spielt schnörkellos nach vorne.“ Vor allem die Namen Tido Steffens und Holger Wulff sind den Lohnern bestens bekannt. Emden hat Lohne im Juni 2019 am letzten Spieltag den Aufstieg entrissen – als Zweiter hinter dem SV Bevern, der vorher seinen Aufstiegsverzicht erklärt hatte.

Die Kickers, bei denen der Ex-Lohner Jannik Wetzel im Tor steht, haben am Mittwoch im NFV-Pokal mit der zweiten Garde gehen den VfL Oldenburg 2:3 verloren. In der Liga imponierte vor allem der 4:3-Sieg nach 0:3-Rückstand in Bersenbrück, wo Rießelmann Augenzeuge war. Am Sonntag wird der BWL-Coach seine bewährte Startelf bringen. Rießelmann: „Ich lasse immer die besten elf spielen, aber das muss auch Woche für Woche bestätigt werden.“ Für den Lohner Trainer ist zudem klar: „Wir spielen nicht um Platz eins, sondern um drei Punkte.“ Aber: BWL wäre bei einem eigenen Sieg und einem Speller Patzer gegen Rotenburg Spitzenreiter.

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