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Lohne will auf seiner Wolke in den Lockdown schweben

Der Fußball-Oberligist tritt am Samstag um 13.00 Uhr beim TB Uphusen an. Coach Henning Rießelmann kritisiert die Zwangspause für den Fußball.

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Noch einmal gegen den Ball treten: Der Lohner Gerrit Menkhaus (links), hier im Spiel gegen Emden. Foto: Wenzel

Noch einmal gegen den Ball treten: Der Lohner Gerrit Menkhaus (links), hier im Spiel gegen Emden. Foto: Wenzel

Am Freitagabend ein letztes Mal gemeinsam trainieren, am Samstagmittag um 13.00 Uhr ein letztes Mal spielen. So lautet der Plan der Oberliga-Fußballer von BW Lohne vor dem Lockdown. „Wir wollen so lange wie möglich auf der Wolke – die wir uns auch hart erarbeitet haben – weiterschweben“, sagt BWL-Trainer Henning Rießelmann vor dem Auswärtsspiel beim TB Uphusen. Immerhin: Die Austragung dieses letzten Lohner Duells vor der Zwangspause soll sicher sein. Bis zu 100 Zuschauer sind erlaubt.

Dennoch ist das nur ein schwacher Trost für die Lohner. Rießelmann jedenfalls hat eine klare Meinung zur Entscheidung der Politik: „Ich kann es nicht nachvollziehen, dass jetzt der Lockdown für den Fußball kommt.“ Natürlich müsse man in den Kabinen aufpassen – was in Lohne auch der Fall sei –, aber auf dem Platz bestehe erwiesenermaßen kein Risiko. „Und mit einem vernünftigen Hygienekonzept funktioniert auch der Fußball nachweislich. Vielmehr sollte man auf Hochzeiten, Events, private Feiern, Demos und Urlaubsreisen verzichten“, erklärt er weiter. Den Trainer stört besonders die „Willkür“, dass am Wochenende noch gespielt werden darf und danach nicht. „Die Verhältnismäßigkeit passt nicht“, sagt er.

Über die Zeit danach, also den Umgang mit dem Sportverbot, haben sich die Blau-Weißen noch keine Gedanken gemacht. Tenor: Erst mal zählt die Partie am Samstag. „Wir sind heiß auf das Spiel“, hält Rießelmann fest. Alles andere wäre beim Tabellenzweiten nach diesem herausragenden Start mit 17 Punkten aus sieben Spielen und dem jüngsten 2:0-Erfolg gegen Kickers Emden auch verwunderlich gewesen. Ebenso „berechenbar“ dürfte die Lohner Startformation sein – schließlich hat die Stammelf zuletzt durchweg überzeugt. Nur auf einer Position könnte Lohne zu einer Veränderung gezwungen sein: Andrej Homer muss am Freitag nach dem Training zur Nachtschicht, sodass ein Einsatz von Beginn an zur Debatte steht.

Lohner Erwartung: Es könnte hektisch werden

Zu schwindender Motivation hat die Konstanz hinsichtlich der Aufstellung bei den Spielern aus der zweiten Reihe nicht geführt. Rießelmann lobt explizit das Engagement des Kollektivs im Training. Es sei aktuell aber so, „dass der Lauf, den wir haben, keine Veränderungen zulässt“.

Der gastgebende Turnerbund weist derzeit eine ausgeglichene Bilanz mit zwei Siegen, drei Remis und zwei Niederlagen auf. Rießelmann ahnt: „Es wird ein sehr hektisches und hitziges Spiel. Wir müssen komplett ruhig bleiben und unser Spiel konsequent durchziehen.“

Profitieren dürften die Lohner vom Ausfall von Philipp-Bruno Rockahr. Uphusens Kapitän war beim jüngsten 2:2 beim FC Hagen/Uthlede einem am Boden liegenden Gegenspieler aufs Bein gestiegen und hatte dafür die Rote Karte gesehen. Aufpassen muss BWL laut Rießelmann aber auf Leistungsträger Pedro Güthermann. Der 23-jährige Mittelfeldspieler spielte bereits für Werder II und Schweinfurt 05 in der Regionalliga. Aber: Lohne verfügt über eine breite Brust und will befreit aufspielen. Um auf der Wolke zu bleiben.

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