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Lohne freut sich auf Werder und 1500 Fans

Am Sonntag um 15.30 Uhr wird das Spiel gegen den Zweitligisten angepfiffen. BWL-Coach Henning Rießelmann hat bemerkt: "Die Leute haben wieder richtig Lust auf Fußball."

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Als sich zwei Lohner Gegner im Heinz-Dettmer-Stadion trafen: Im August 2020 duellierten sich Werder Bremen und der FC St. Pauli in Lohne. Am Sonntag spielt Oberligist BW Lohne gegen Werder, am Mittwoch gegen St. Pauli. Foto: nordphoto/Kokenge

Als sich zwei Lohner Gegner im Heinz-Dettmer-Stadion trafen: Im August 2020 duellierten sich Werder Bremen und der FC St. Pauli in Lohne. Am Sonntag spielt Oberligist BW Lohne gegen Werder, am Mittwoch gegen St. Pauli. Foto: nordphoto/Kokenge

Die kollektive Vorfreude auf das erste große Fußball-Event seit Monaten ist in Lohne deutlich zu spüren. „Die Leute haben wieder richtig Lust auf Fußball“, sagt Henning Rießelmann. Der Trainer des ambitionierten Oberligisten BW Lohne schließt in seine Worte seine Mannschaft, den Verein und auch die Fans mit ein. Aus gutem Grund: Wenn die Blau-Weißen am Sonntag um 15.30 Uhr auf den Zweitligisten Werder Bremen treffen, wird die Obergrenze von 1500 Zuschauern im Heinz-Dettmer-Stadion vermutlich erreicht. Das heißt: BWL und Werder werden wohl vor ausverkauftem Haus ihr erstes Testspiel vor der Saison 2021/22 bestreiten. Nur ein paar Ticket-Rückläufer wird es noch an der Tageskasse geben.

Begonnen hatte die Lohner Vorbereitung mit einer Saisoneröffnung am vergangenen Samstag vor rund 200 Gästen. Rießelmann blickt kurz zurück: „Der BWL-Tag tat gut.“ Gleiches galt für die daran anknüpfende erste Trainingswoche, in der der Coach an jedem Tag außer Mittwoch zu einer Einheit ins Stadion bat. „Man konnte sehen, dass alle sehr motiviert sind“, berichtet er. Er war gar ein wenig überrascht davon, wie fit seine Spieler aus der zurückliegenden Corona-Pause hervorgegangen waren. Nur zwei von ihnen müssen am Sonntag zuschauen: Malte Beermann fällt mit einer Entzündung am Sprunggelenk länger aus; die Blutegeltherapie schlägt aber gut an. Leonard Bredol – einer von sieben Neulingen in der Mannschaft – muss ebenfalls passen. Er hat sich im Training eine Prellung des Fußgelenks zugezogen, Lohne lässt lieber Vorsicht walten.

Am Freitagabend absolvierten die Blau-Weißen ihr Abschlusstraining. Über die taktische Herangehensweise wurde auch schon am Donnerstag gesprochen. BWL will laut Rießelmann wie in der Liga auch „sehr mannorientiert“ verteidigen. Außerdem wollen die Lohner zwei gleich starke Mannschaften ins Rennen schicken und in der Halbzeitpause das komplette Team austauschen. „Alle sollen ihre Chance kriegen“, erklärt der Coach. Dieses Vorgehen ist in den ersten drei Wochen der Vorbereitung geplant, danach wird in der Halbzeit nicht mehr komplett durchgetauscht.

Anfang erhofft sich „kleinen Ansatzpunkt“ für das Lohne-Spiel

Rießelmann rechnet angesichts seines 25er-Kaders vor: „Nur 44 Prozent aus der Mannschaft können spielen.“ Daher sei über die Distanz einer ganzen Saison gute Stimmung besonders wichtig. Da ist er aber zuversichtlich, er spricht von einer „sehr unkomplizierten Mannschaft“ mit „feinen Charakteren“.

Der erste Eindruck stimmt damit schon mal. Jetzt erwartet der Trainer, dass sein Team gegen Bremen einen „tollen Fight“ abliefert. „Wir wollen es Werder so lange wie möglich so schwer wie möglich machen.“ Spaß und Mut seien dafür vonnöten. Bevor es in der nächsten Woche am Mittwoch (18.30 Uhr) im zweiten Test gegen den Zweitligisten FC St. Pauli und dann am Donnerstag ins Kurz-Trainingslager in die Klosterpforte (Harsewinkel) geht, wünscht sich Rießelmann einen „harmonischen Sonntag“. Weil das langjährige Vorstandsmitglied Martin Buschmann verstorben ist, wird BWL mit Trauerflor spielen und vor dem Anstoß eine Schweigeminute abhalten.

Werder wird am Sonntag das erste Testspiel unter dem neuen Trainer Markus Anfang bestreiten. Zuletzt hatte es vom Osterdeich einige Transfermeldungen gegeben. So schloss sich Milot Rashica dem Premier-League-Aufsteiger Norwich City an. Als zweiter Neuzugang nach Anthony Jung (Bröndby) wurde am Donnerstag Nicolai Rapp verpflichtet – er kommt wie Coach Anfang aus Darmstadt.

Markus Anfang ließ sein neues Team in den ersten Einheiten oft im Elf-gegen-elf spielen. „Wir machen viele Spielformen und haben auch schon taktische Schwerpunkte gesetzt, damit die Jungs wissen, was ich mit Ball mit ihnen vorhabe. So können wir ein bisschen etwas abarbeiten in dieser Woche, um im ersten Spiel am Sonntag zumindest einen kleinen Ansatzpunkt zu haben, in welche Richtung es gehen soll“, sagte er. Vielleicht liefert Lohne neue Erkenntnisse.

Info: Das Stadion und die Parkplätze sind wegen der Sperrung der Steinfelder Straße über den Südring zu erreichen. Für die Kartenabholung wird seitlich des Haupteingangs eine Station eingerichtet. Beim Ein- und Ausgang, bei den sanitären Anlagen und in der Stadiongastronomie sollen Masken getragen werden.

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