Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Leverkusen macht die Tür für Oythe zu

0:3-Niederlage für die VfL-Volleyballerinnen beim Zweitliga-Spitzenreiter: In 69 Minuten ist alles erledigt.

Artikel teilen:
MVP bei der Annahme: Christine Aulenbrock wurde am Samstag zur wertvollsten Oyther Spielerin gewählt. Hinten VfL-Trainer Ali Hobst und „Co“ Philipp Lenze (rechts). Foto: Schikora

MVP bei der Annahme: Christine Aulenbrock wurde am Samstag zur wertvollsten Oyther Spielerin gewählt. Hinten VfL-Trainer Ali Hobst und „Co“ Philipp Lenze (rechts). Foto: Schikora

Beim Spitzenreiter war wenig zu holen: Der VfL Oythe hat sein achtes von neun Saisonspielen in der 2. Volleyball-Bundesliga Nord der Damen beim Tabellenführer Bayer Leverkusen mit 0:3 (18:25, 11:25, 19:25) verloren und bleibt damit auf dem vorletzten Tabellenplatz. Oythes Trainer Ali Hobst räumte die Korrektheit der Niederlage ein, differenzierte aber: „In meiner Brust schlagen zwei Herzen – das des Wettkämpfers und das, das die aktuelle Situation berücksichtigt. Ich verliere nicht gerne. Wir stellen uns aber der Herausforderung. Nur: Auf Dauer geht das nicht.“

Ali Hobst sprach damit das seit dreieinhalb Wochen bestehende Trainings- und Spielverbot in der Antonianumhalle an; Oythe hatte deswegen einen Heimrechttausch mit Leverkusen unter Zustimmung der Volleyball Bundesliga (VBL) vereinbart. Eine knappe Woche zuvor war Oythe auf eigene Initiative beim Eimsbütteler TV (2:3) angetreten, auch um terminlich nicht zu sehr in Rückstand zu geraten. Am kommenden Samstag müsste der VfL ins Heimspiel gegen den Tabellendritten BW Dingden; derzeit ist offen, wie mit diesem Spiel verfahren wird.

Bei allem Ärger über die unbefriedigende Situation ohne Mannschaftstraining sagte der Oyther Coach auch: „Wir dürfen dieses Alibi-Denken nicht haben, sondern müssen immer nach dem Maximum streben.“ Mit Blick auf den Samstagabend in der Ostermann-Arena fand Ali Hobst, dass seine Damen „in einigen Situationen nicht handlungsschnell waren“. Vor allem habe sein Team „häufig die Positionen nicht gehalten, das war zu viel Freestyle“, sagte der Coach. Und damit ist man dann bei einer Mannschaft wie Bayer Leverkusen an der falschen Adresse.

„Jeder Fehler wird bestraft. Das hat Leverkusen gezeigt.“ VfL-Trainer Ali Hobst

Zumal Oythe nach Beobachtung des Trainers am Samstag auch die Leichtigkeit fehlte. „Die Klarheit des Ergebnisses ist schon okay“, wertete Hobst das 0:3 nach 69 Spielminuten. Zwar habe man auch gute Momente gehabt, aber nicht die nötige Portion Konstanz. Volleyball sei aber viel Kopfsache. Vor allem in der jetzigen Phase „dürfen wir uns nicht an der schwierigen Situation laben, sondern müssen mehr mit dem Kopf dabei sein“.

Wegen eines positiven Corona-Schnelltests reiste Anne Jansen kurzfristig nicht mit an. Die VfL-Zuspielerin war zuvor auf natürliche Weise von der Mannschaft isoliert, ein PCR-Test folgt; Mila Engelmann spielte den ersten Satz als Zuspielerin, in den beiden Folgesätzen übernahm Jule Nuxoll diese Position. Bei Bayer kam Kapitänin Anna Hoja von der Bank, spielte ab dem 14:9 im ersten Satz dann durch.

Leverkusen, von Hobst als „Titelanwärter Nummer eins“ bezeichnet, führte im Auftaktsatz schon 11:3, ehe Oythe verkürzte. Nach 20:11 und 24:15 wehrte der Gast noch drei Satzbälle ab, der vierte saß zum 25:18.
Leverkusen gewann den zweiten Durchgang nach 9:1 und 16:8 per 25:11 noch unangefochtener, ehe Satz drei über 8:4 und 16:10 nach einer ausgeglicheneren Phase zum 25:19 führte. Ali Hobst: „Die Fehler summierten sich. Jeder Fehler wird bestraft. Das hat Leverkusen gezeigt.“

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Leverkusen macht die Tür für Oythe zu - OM online