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Letzter Ritt vor der Ungewissheit

Enno Klaphake und Jan Wernke ziehen nach dem Turnier in Oldenburg zufrieden Bilanz. Wernke rechnet jetzt mit einem "langen Winter".

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Im Landeanflug: Enno Klaphake und Campino am Samstag beim Turnier in Oldenburg. Foto: Lafrentz

Im Landeanflug: Enno Klaphake und Campino am Samstag beim Turnier in Oldenburg. Foto: Lafrentz

Ein letztes großes Turnier vor ungewissen Wochen: Das galt am Wochenende für die heimischen Springreiter Jan Wernke und Enno Klaphake. Und beide waren einfach nur heilfroh über ihre Teilnahme am Cup in Oldenburg. „Schön, dass wir da noch reiten konnten“, sagt der Langenberger Wernke rückblickend. Klaphake bläst ins gleiche Horn: „Es war echt schön, dass es überhaupt stattgefunden hat.“ Und der Mühlener fügt hinzu: „Vor allem, wenn man bedenkt, dass es für uns vielleicht jetzt eine Pause gibt. Wenn die ganzen Turniere jetzt möglicherweise alle abgesagt werden.“

Mit der Durchführung des viertägigen Spring- und Dressur-Turniers kurz vor dem Lockdown waren die Veranstalter durchaus ins Risiko gegangen. Mit Erfolg. Das Springreiter-Duo attestiert allen Beteiligten ein tadelloses Verhalten und die optimale Umsetzung der Corona-Maßnahmen. Wenngleich Jan Wernke anmerkt: „Es war schon ein bisschen langweiliger – durch die Kontaktbeschränkungen.“ Wegen Corona blieben auch die Ränge in der Halle, in der sonst Basketball gespielt wird, weitestgehend leer. Aber immerhin waren die Bundestrainer Otto Becker (Springen) und Monica Theodorescu (Dressur) vor Ort.

Mit ihrer Performance waren Enno Klaphake (20) und Jan Wernke (31) zufrieden. „Sportlich lief's echt gut für mich“, betont Klaphake. Insbesondere sein Pferd Campino habe einen starken Job gemacht. Den Neunjährigen reitet der Mühlener seit einigen Monaten, zuvor war er kaum bei schweren Prüfungen im Einsatz. „Er wächst mit seinen Aufgaben“, stellt der 20-Jährige fest. Dafür spricht auch der starke 5. Platz im S**-Springen mit Stechen bei der Großen Tour am Samstag. Mit dem achtjährigen NC Verso Red Wine startete der Mühlener auf der Mittleren Tour und kam hier in einer Zeitspringprüfung Kl. S* am Sonntag zu Platz sieben. Mit Top-Pferd Urus (15) war Klaphake bei einer S**-Prüfung am Freitag im Einsatz.

„Ich war absolut zufrieden. Queen Mary ist ja jetzt schon Oma.“Springreiter Jan Wernke

Im Großen Preis von Oldenburg reichte es für Enno Klaphake und Campino wegen eines Fehlers nicht für eine Platzierung. Gleiches galt für Jan Wernke und Queen Mary. Der Langenberger betont, es sei „ein Reiterfehler“ gewesen. Zu den Leistungen seiner beiden Pferde Queen Mary (18) und Nashville (14) sagt er mit einem Augenzwinkern: „Ich war absolut zufrieden. Queen Mary ist ja jetzt schon Oma.“ Mit der alten Dame landete er im S**-Springen der Großen Tour am Freitag auf dem 10. Platz.

Nashville hatte im Sommer eine etwas längere Schonpause. Ihn setzte der 31-Jährige auch mit Blick auf die internationalen Deutschen Meisterschaften in Riesenbeck ein. Ob die vom 12. bis zum 15. November – also mitten im Lockdown – überhaupt stattfinden können, steht noch in den Sternen, wie Jan Wernke berichtet. Grundsätzlich sei es immer vorteilhaft, wenn man auf Events hinarbeiten könne.

Der Langenberger wagt einen kurzen Blick in die Glaskugel: „Ich glaube schon, dass wir im Reitsport einen langen Winter bekommen werden.“

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