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Leichtathletik: OM-Starterinnen räumen bei der Norddeutschen ab

Die Bilanz konnte sich wahrlich sehen lassen: Die Aktiven des VfL Löningen und des TV Cloppenburg, zu denen auch Lera Miller aus Lutten gehörte, gewannen in Rostock fünf Titel.

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Souveräner Sieg: Talea Prepens (Mitte) vom TV Cloppenburg ließ der Konkurrenz über 100 Meter keine Chance. Auch über 200 Meter setzte sie sich durch.  Foto: Regine Prepens

Souveräner Sieg: Talea Prepens (Mitte) vom TV Cloppenburg ließ der Konkurrenz über 100 Meter keine Chance. Auch über 200 Meter setzte sie sich durch.  Foto: Regine Prepens

Einmal mehr haben Leichtathletinnen aus dem Oldenburger Münsterland hervorragende Leistungen bei einer hochkarätigen Veranstaltung gezeigt: Bei den Norddeutschen Meisterschaften (Erwachsene/U18) in Rostock sicherten sich Talea Prepens (TV Cloppenburg) sowie Xenia Krebs, Sophie Scheidt und Lera Miller (alle VfL Löningen) jeweils die Goldmedaille. Prepens holte sogar zwei Titel.

Die TVC-Sprinterin Talea Prepens gewann in Rostock sowohl über 100 als auch über 200 Meter. Nach dem Doppelsieg bei den Deutschen U23-Meisterschaften Ende Juli in Bochum hatte das Corona-Virus Talea Prepens zunächst „außer Gefecht“ gesetzt und eine zweiwöchige Trainingspause gefordert. Dennoch wollte sie einen ansprechenden Saisonabschluss absolvieren – was ihr nun in überragender Art und Weise gelang.

Zunächst entschied die junge Cloppenburger Sprinterin bei optimalen Wetterbedingungen ihren Vorlauf der 100-Meter-Frauen in 11,60 Sekunden für sich. So ging sie als Vorlaufschnellste ins spätere Finale. Hier siegte Prepens in einer Zeit von 11,44 Sekunden mit einem deutlichem Vorsprung vor Yuliana Angulo 
(LG Nord Berlin/11,89) und lief damit ganz nahe an ihre persönliche Bestzeit von 11,41 Sekunden heran.

Einen Tag später stand die 200-Meter-Distanz auf dem Programm. Auch hier beendete sie als Vorlaufschnellste in 23,60 Sekunden die erste Runde. Es folgte der Finallauf. Wie über 100 Meter gewann sie auch über 200 Meter souverän in sehr guten 23,57 Sekunden und distanzierte Nadine Reetz (SCC Berlin/24,89) klar.

Hatte alles im Griff: Die Lutterin Lera Miller (rechts) vom VfL Löningen siegte in der Altersklasse U18 über 3000 Meter.  Foto: Antonia BeyerHatte alles im Griff: Die Lutterin Lera Miller (rechts) vom VfL Löningen siegte in der Altersklasse U18 über 3000 Meter.  Foto: Antonia Beyer

Allerdings machten sich im Finale im vierten Rennen des Wochenendes die coronabedingte Trainingspause sowie die fehlenden Tempoläufe bemerkbar und ließen keine weitere Leistungssteigerung zu.

Für den VfL Löningen war bei den Frauen Xenia Krebs über 
800 Meter am Start. Sie begann abwartend, setzte sich aber am Ende souverän in einer Zeit von 2:11,41 Minuten durch und feierte so einen gelungenen Saisonabschluss.

In der Altersklasse U18 absolvierte die erst 15 Jahre alte Lera Miller über 3000 Meter ein starkes Rennen – wohlgemerkt als U16-Athletin. Sie lief im Alleingang knapp an ihre persönliche Bestzeit von 10:12,94 Minuten heran und siegte in 10:16,33 Minuten.

Lera Miller begann den Wettkampf im Rostocker Leichtathletikstadion verhalten und lief eine Runde abwartend. Dann lief sie los und kontrollierte das Rennen von der Spitze aus. Am Ende siegte sie  mit deutlichem Vorsprung vor Marlene Chromik (Friedrichstadt Berlin/10:33,92) und Emily Quast (VfL Rathenow/ 10:48,99).

Mit ihrer Bestzeit rangiert die Zehntklässlerin des Gymnasium Antonianum Vechta in der deutschen Jahresbestenliste der Jugend W15 auf dem zweiten Platz hinter Julia Ehrle (TV Villingen/9:57,41). Im Juli hatte sich Lera Miller über 3000 Meter bereits in Bremen den Deutschen Meistertitel in der Klasse U16 geholt und damit ihren bislang größten Erfolg gefeiert.

Den dritten Titel für die Löninger Leichtathletik-Abteilung holte Sophie Scheidt. Im Hochsprung überquerte sie 1,70 Meter und feierte so den bislang größten Erfolg ihrer Karriere. An 1,76 Metern scheiterte Scheidt zum Abschluss nur denkbar knapp.

Pia Albers absolvierte ihre Premiere über 200 Meter. Mit ihrer Zeit von 26,54 Sekunden und Rang sechs durfte die U16-Athletin zufrieden sein. Über 100 Meter verpasste sie in ihrem Zwischenlauf (13,25 Sekunden) den Einzug ins Finale.

Fünfte im VfL-Quintett war Pia Busse, die im Dreisprung ansteigende Form zeigte. Mit 10,71 Metern blieb sie knapp unter 11 Metern und erreichte so Rang acht.

Während Pia Albers und Lera Miller am kommenden Wochenende noch beim U16-Vergleichskampf in Berlin starten werden, dürfen Xenia Krebs, Sophie Scheidt und Pia Busse nun ein wenig die Beine hochlegen, bevor sie sich auf die Hallensaison vorbereiten werden.

Auch zwei Athletinnen von SFN Vechta nahmen an den Norddeutschen in Rostock teil. Marie Reischauer (Jahrgang 2005) hatte Pech: Sie verletzte sich beim Aufwärmen und konnte somit nicht im Hochsprung antreten. Anna Wegmann (2005) belegte im Hochsprung der U18 in einem stark besetzten Feld mit 22 Athletinnen mit übersprungenen 1,58 Metern Platz sechs.

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