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Lehrer Lünsmann ist von der „Klasse GWB“ höchst angetan

VEC-Bezirksliga-Bilanz, Folge 2: GW Brockdorf ist das Überraschungsteam der Hinrunde.  Grundstein war die gute Vorbereitung. Der Trainer schaut schon weiter voraus.

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Brockdorf kann's auch artistisch: Kapitän Jonas Sandvoß beim 1:0-Sieg gegen den SV Molbergen.  Foto: Wenzel

Brockdorf kann's auch artistisch: Kapitän Jonas Sandvoß beim 1:0-Sieg gegen den SV Molbergen.  Foto: Wenzel

Matthias Lünsmann ist Trainer beim Fußball-Bezirksligisten GW Brockdorf – und von Beruf Lehrer. Als solcher vergibt der fast 62-Jährige bei der Frage nach einer Schulnote für die Hinrunde eine 2+. Erklärung: „Platz drei ist überragend, würde ich sagen. Aber eine 1 würde ich nicht so gerne geben. Dafür haben wir gegen einige Topmannschaften zu deutlich verloren.“ Angesichts der Entwicklung spürt man: Bei den Grün-Weißen haben sich die Verhältnisse gründlich geändert.

Als Brockdorf mit dem 3:0 im letzten Hinrundenspiel bei Frisia Goldenstedt als Tabellendritter und zweitbestes VEC-Team auch die Qualifikation für den OV-Supercup in der Tasche hatte, gab es in der Kabine große Ausgelassenheit. Matthias Lünsmann freute sich mit, machte aber auch auf die unsichere Corona-Lage aufmerksam und stellte dann im Scherz vor seinen verdutzten Spielern fest, dass man im nächsten Jahr als Landesligist ohnehin gesetzt sei. Die Teilnahme bei der schließlich abgesagten Auflage 2021, so Lünsmann, wäre eine Belohnung gewesen: „Klar, dass die Mannschaft dann enttäuscht war.“

Das ursprüngliche Saisonziel, nach dem Abschied von Bastian Dödtmann nicht abzusteigen, ist aber quasi bereits erreicht. 2020/ 21 war das Team noch mit fünf Niederlagen in den frühzeitigen Saisonabbruch gegangen. Matthias Lünsmann nahm unverdrossen die Vorbereitung für seine zweite Saison auf, die „gefühlt meine erste in Brockdorf ist“. Und genau in dieser Vorbereitung sieht der gebürtige Dinklager den wesentlichen Grund für die Top-Hinrunde. „Wir sind sehr früh angefangen, schon Ende Mai. Und es war perfekt“, schaut Lünsmann zurück, auch auf zahlreiche Siege, die das Selbstvertrauen gestärkt hätten.

Große Vorfreude auf Heimspiele gegen Topteams

Die Erwartungen für die Rückrunde will der Trainer nicht weiter nach oben schrauben. Für die Titelentscheidung erwartet er ein Rennen zwischen Holdorf, Garrel und Lohne II. „Wenn wir einen Platz unter den ersten Fünf belegen, wäre das sensationell“, baut Lünsmann für sein junges, gewachsenes Team um Kapitän Jonas Sandvoß und Torjäger Hennes Koldehoff gar nicht erst Druck auf.

Und dennoch: „Wir freuen uns einfach darauf, dass viele Topteams der Liga noch in Brockdorf antreten müssten“, stellt der Pädagoge fest. Zumal die Rahmenbedingungen mit dem neuen Kunstrasenplatz verbessert worden seien. So kann man fest planen, am 27. Februar gegen den FC Lastrup zu starten – sofern keine pandemiebedingten Stoppsignale kommen. Matthias Lünsmann: „Sicher ist: Wir werden nicht mehr so unterschätzt.“

Die Mannschaft geht mit unverändertem Personal in die Rückrunde. Am Freitag (14. Januar) soll Trainingsbeginn sein, wobei der Coach hofft, dass keine anderslautende Corona-Verordnung dazwischenkommt.

Es gab schon erste Gespräche über die neue Spielzeit 2022/23. Man möchte mit den Spielern gerne kontinuierlich weiterarbeiten. Der Trainer hat bereits seine Zusage für eine dritte Spielzeit in Brockdorf gegeben. Sein Standpunkt: „Wir haben eine junge Truppe, das weiß auch der Vorstand. Und ich habe da Bock drauf.“ Zur Supercup-Qualifikation 2022 wäre es – als Bezirksligist – noch ein weiter Weg. Aber Brockdorf ist nicht bange.

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