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Lea Meyers Traum von Tokio lebt weiter

Leichtathletik-DM: Löningerin holt wie im Vorjahr Silbermedaille über 3000 m Hindernis. Xenia Krebs schafft es in 800-Meter-Finale. Talea Prepens Fünfte über 200 Meter.

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Auf dem Weg zur Silbermedaille: Lea Meyer wurde in Braunschweig Vizemeisterin über 3000 Meter Hindernis. Foto: Beautiful Sports/Axel Kohring

Auf dem Weg zur Silbermedaille: Lea Meyer wurde in Braunschweig Vizemeisterin über 3000 Meter Hindernis. Foto: Beautiful Sports/Axel Kohring

Für die drei Leichtathletinnen aus dem Kreis Cloppenburg sind die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Braunschweig erfolgreich gewesen. Lea Meyer vom VfL Löningen holte – wie schon im Vorjahr die Silbermedaille über 3000 Meter Hindernis. Vereinskollegin Xenia Krebs erreichte den Endlauf über 800 Meter und wurde dort Siebte. Talea Prepens (TV Cloppenburg) landete im Finale über 200 Meter auf Rang fünf.

Lea Meyer nahm in ihrem Rennen das Heft des Handels von Beginn an in die Hand und ließ auf keine taktischen Geplänkel ein. Die 23-Jährige setzte sich sofort an die Spitze. Gemeinsam mit Topfavoritin Gesa Felicitas Krause, die letztlich auch souverän gewinnen sollte, brachte Meyer das restliche Feld sofort aus Distanz. Lea Meyer hatte dieses Vorgehen, als Tempomacherin zu fungieren, mit Krause abgesprochen. „Ich sollte bis 1200 Meter vorn sein, dann war der Plan, dass Gesa überholt, ihr Tempo gleichmäßig weiterläuft und ich dranbleibe. Das hat auch gut geklappt – abgesehen davon, das ich einen kleinen Hänger hatte und dann doch relativ lange alleine laufen musste.“

Das Fazit fällt jedoch sehr positiv aus, wenngleich die Löningerin ihre Bestzeit (9:37,88 Minuten, aufgestellt vor zwei Wochen) knapp verfehlte: „Man darf ja nicht vergessen, woher ich komme, den neuen Rekord in etwa zu bestätigen, war ein wichtiger Schritt für mich. Ich habe bewiesen, dass ich die 9:40 stabil laufen kann.“

Außerdem kommt der wichtige Aspekt hinzu, dass Meyer weiter Boden im Rennen um ein Olympiaticket gut machte. „Die Zeit bringt mir einige Zähler und in Kombination mit den Platzierungspunkten bringt mich dieses Ergebnis ein weiteres Stück nach vorne. Die Chancen stehen weiter bei 50:50, der Traum von Tokio lebt noch.“

Xenia Krebs hatte sich am Samstag im Halbfinale über 800 Meter mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 2:06,15 Minuten für den Endlauf qualifiziert. Damit war angesichts coronabedingter mangelnder Wettkampfpraxis nicht zu rechnen gewesen. Im Finale hatte die 19-Jährige erwartungsgemäß mit der Medaillenvergabe nichts zu tun. In einem taktisch geprägten Rennen blieb die Löningerin gut 500 Meter dran, musste die Spitze dann aber ziehen lassen und kam als Siebte ins Ziel. Immerhin: Ihre Zeit von 2:07,27 Minuten lag noch eine Hundertstelsekunde unter dem persönlichen Rekord, mit dem sie zur DM nach Braunschweig gekommen war.

Finale erreicht: Die Löningerin Xenia Krebs (links) wurde über 800 Meter Siebte. Foto: Harald PrepensFinale erreicht: Die Löningerin Xenia Krebs (links) wurde über 800 Meter Siebte. Foto: Harald Prepens

Talea Prepens hatte bei ihrem ersten Auftritt über 100 Meter Pech. In 11,49 Sekunden (Saisonbestleistung) lieferte die Sprinterin des TV Cloppenburg die neuntbeste Zeit im Vorlauf ab. Sie hätte aber im Finale der besten acht starten können, da Tatjana Pinto (Paderborn) nicht startete. Aber weder der NLV, in dessen Teamzelt Talea Prepens wartete, als auch der Bundestrainer, der neben Mutter Regine stand, haben sie nicht über die Möglichkeit des Nachrückens informiert. Sie meinten, Prepens sei schon abgereist. Schwacher Trost: Die 11,49 Sekunden bedeuteten die Norm für die U23-EM in Tallinn.

Unglück das 100-Meterfinale verpasst. Aber über 200 Meter war Talea Prepens (Mitte) dabei und wurde Fünfte. Foto: Regine PrepensUnglück das 100-Meterfinale verpasst. Aber über 200 Meter war Talea Prepens (Mitte) dabei und wurde Fünfte. Foto: Regine Prepens

Ungeachtet der Nichtberücksichtigung für die Entscheidung über 100 Meter, stürmte Talea Prepens am Sonntag ins Finale über die doppelte Distanz. In 23,48 Sekunden wurde sie Zweite des zweiten Halbfinals und qualifizierte sich damit direkt für den Endlauf. Dort wiederholte sie die Zeit auf die Hundertstelsekunde genau und wurde damit Fünfte, Sophia Junk (LG Rhein Wied) kam in 23,47 nur einen Wimpernschlag vor ihr ins Ziel. Bis zum Bronzerang, auf dem Rebekka Haase landete, fehlten der jungen Cloppenburgerin, die 23,39 Sekunden als persönliche Bestleistung zu Buche stehen hat, immerhin 24 Hundertstelsekunden.

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