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Lea Meyer und die Jagd auf das Ticket für Tokio

Die Löninger Leichtathletin bereitet sich auf die Deutschen Meisterschaften vor und hofft auf einen Olympiastart.

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Die „Deutschen“ vor Augen, Tokio im Hinterkopf: Lea Meyer (gelbes Trikot) hofft auf ein gutes Resultat in Braunschweig und einen Start bei Olympia. Foto: Benjamin Heller

Die „Deutschen“ vor Augen, Tokio im Hinterkopf: Lea Meyer (gelbes Trikot) hofft auf ein gutes Resultat in Braunschweig und einen Start bei Olympia. Foto: Benjamin Heller

Der Einstieg in die Freiluftsaison ist Lea Meyer gelungen. Beim internationalen Läufermeeting in Pliezhausen erreichte die Leichtathletin des VfL Löningen über 2000 Meter Hindernis den zweiten Rang.

„Ich bin zufrieden“, bilanziert die 23-Jährige. „Es geht aber weniger um Platzierung als vielmehr die Zeit. Für den Saisoneinstieg war das insgesamt in Ordnung.“ Nach 6:17,69 Minuten passierte Lea Meyer die Ziellinie, nur Elena Burkard von der LG farbtex Nordschwarzwald (6:15,28) war schneller. Im Schlussspurt verwies Meyer die Niederländerin Irene van der Reijken (6:18,04) noch auf den „Bronzerang“.

In den beiden Monaten zuvor, die zwischen den Halleneuropameisterschaften im polnischen Torun und dem Meeting des LV Pliezhausen in Baden-Württemberg lagen, ist für Lea Meyer nicht alles rund gelaufen. „Es war ein ziemliches Auf und Ab“, meint die Löningerin. Direkt nach der EM ging es in Quarantäne, einige Coronainfektionen in Torun waren dafür verantwortlich. „Ich hatte aber Glück, dass ich zu denen gehörte, die früher abgereist waren. Die Ansteckungen traten bei denen auf, die einen Tag länger geblieben waren.“

"Die Zerrung hat mich schon aus der Bahn geworfen, umso höher schätze ich meine Leistung ein."Lea Meyer

So blieb Meyer zwar von Corona verschont, die Quarantäne bedeutete dennoch eine Zwangspause. Anschließend folgte ein Minitrainingslager in der Pfalz, ehe eine Muskelzerrung 14 Tage vor dem Meeting in Pliezhausen Lea Meyer zurückwarf. „Es sind halt typische Läufer-Wehwehchen. Die Zerrung hat mich schon aus der Bahn geworfen, umso höher schätze ich meine Leistung ein. Beim Lauf selbst hat mich die Verletzung nicht beeinträchtigt. Dabei hatte es eine Zeit lang so ausgesehen, als sollte ich überhaupt nicht starten können. Aber dann klappte es doch. Der Auftritt gibt mir Selbstbewusstsein, damit kann ich arbeiten“, sagt Lea Meyer.

Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit ist auch angebracht, denn die VfL-Läuferin hat noch einiges vor. Das ist als Nahziel die Deutsche Meisterschaft, die am ersten Juni-Wochenende in Braunschweig vonstatten geht. Am Samstag (5. Juni) geht es von 17.40 Uhr an über die 3000 Meter Hindernis für Meyer zur Sache: „Ich möchte natürlich möglichst weit vorne landen und viele Punkte sammeln.“

Das Ziel heißt: Olympische Spiele

Die sind wichtig für das große Ziel, das da Olympische Spiele heißt. Ob die Löningerin ein Ticket für Tokio ergattert, muss sich noch herausstellen. Die Qualifikationsnorm wird schwer zu erreichen sein, dafür müsste sie eine Zeit von 9:30,00 Minuten erzielen. „Das ist zwar nicht unmöglich, aber dann muss im Wortsinn sehr, sehr viel richtig gut laufen. Ich gehe es aber lieber realistisch an, da habe ich die 9:30 noch nicht drin“, schätzt Meyer, die aktuell einen persönlichen Rekord von rund 9:55 Minuten zu Buche stehen hat.

Um aber die eigene Bestleistung zumindest zu steigern, spekuliert sie darauf, dass die Läuferinnen ordentlich Tempo machen und sich nicht – wie so oft bei Titelkämpfen – gegenseitig belauern. „Ich hoffe mal, dass es kein super taktisches Rennen wird und ich dann weit vorne mitmischen kann.“ Da aber die direkte Quali für Olympia schwer zu erreichen sein wird, legt es Lea Meyer darauf an, über die Punktewertung zum Zuge zu kommen.

Daher bereitet sich die Löningerin nun akribisch auf den nächsten Start vor. In gut einer Woche reist sie ins Saarland. Am Sonntag, 23. Mai, tritt sie beim traditionellen Pfingstsportfest des LC Rehlingen über die 3000 Meter Hindernis an. Die Jagd auf das Ticket für Tokio hat begonnen

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