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Lea Meyer ist "total happy" mit 2021

Nach ihrem Olympiastart unterbot die Läuferin des VfL Löningen in Berlin nochmals die Marke von 9:30 Minuten. Am Donnerstag feiert sie ihren 24. Geburtstag.

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Großen Sprung gemacht: Lea Meyer, Läuferin des VfL Löningen, hat sich im Jahr 2021 über die 3000 Meter Hindernis enorm verbessert. Foto: Harald Prepens

Großen Sprung gemacht: Lea Meyer, Läuferin des VfL Löningen, hat sich im Jahr 2021 über die 3000 Meter Hindernis enorm verbessert. Foto: Harald Prepens

Der Start beim legendären Leichtathletikfest ISTAF in Berlin am vergangenen Sonntag über die 3000 Meter Hindernis war nicht nur Abschluss, sondern auch noch ein echtes Highlight in der Saison für Lea Meyer, Läuferin des VfL Löningen. "Von der Stimmung her war es das coolste Rennen der Saison", meint Meyer, die am Donnerstag ihren 24. Geburtstag feiert.

Obendrein passte die Leistung: Mit 9:29,57 Minuten blieb sie zum zweiten Mal unter der Marke von 9:30 Minuten, 3 Zehntelsekunden über ihrer Bestzeit. Damit sollte Meyer auch die Norm für die Weltmeisterschaft 2022 in den USA (15. bis 24. Juli in Eugene, im Bundesstaat Oregon) erreicht haben.

Nach Tokio sei sie "in ein Loch gefallen"

"Das steht aber noch nicht ganz sicher fest", sagt die Lehramtsstudentin. "Das Zeitfenster, in der die Norm erfüllt werden muss, hat der internationale Verband gesetzt. Es ist möglich, dass der Deutsche Verband andere Daten wählt." Ein großes Problem würde dies aber für Meyer nicht darstellen, denn die Läuferin des VfL stellt nach dieser so erfolgreichen Saison 2021 mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio fest, dass sie den nächsten Schritt gegangen ist.

"In diesem Bereich zu laufen, ist inzwischen mein Anspruch, aber gleichzeitig behalte ich im Auge, dass nicht alles selbstverständlich ist." Beispiel: Nach Olympia startete Lea Meyer in Budapest und kam mit einer Zeit von 9:43 Minuten ins Ziel. "Das war nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Aber vor einem Jahr wäre ich begeistert gewesen."

"Die Luft war komplett raus, in Budapest bin ich wie ein Anfänger gelaufen."Lea Meyer

Nach Tokio sei sie "in ein Loch gefallen", erzählt Meyer. "Dabei hatte ich gehofft, dass ich nur noch fliege." Doch die Realität holte sie schnell ein. "Die Luft war komplett raus, in Budapest bin ich wie ein Anfänger gelaufen. Erstaunlich, dass dennoch eine solch' gute Zeit herausgekommen ist."

Direkt nach der Rückkehr aus Japan hatte sich der Durchhänger angedeutet. Den Start im belgischen Huizingen sagte Meyer kurzfristig ab: "Ich hatte Schmerzen und ich habe auf die Signale meines Körpers gehört. Das war genau die richtige Entscheidung." Vor dem ISTAF gönnte sie sich eine 12-tägige Pause, um sich neu zu fokussieren. Auch diese Maßnahme fruchtete. Die Lust aufs Laufen kehrte zurück.

Meyer plant schon für die nächste Freiluftsaison

"Ich war heiß drauf, in Berlin zu starten und es war ein perfekter Abschluss meiner Saison. Ich wäre zwar gern noch etwas schneller gelaufen, aber mein größtes Ziel war es, unter 9:30 Minuten zu laufen und das habe ich erreicht." Da fiel es nicht mehr ins Gewicht, dass "nur" der 4. Platz heraussprang. "Die Konkurrenz war schon stark, ich bin ja nicht gegen irgendwen gelaufen", meint Meyer. "Bis 600 Meter und eigentlich sogar bis 200 Meter vor Schluss hatte ich auf mehr gehofft. Aber ich bin total happy mit dem Rennen und dem ganzen bisherigen Jahr 2021."

Nun steht erst einmal Urlaub an. "In der Türkei Sonne tanken und bei All Inclusive die Akkus wieder aufladen, darauf freue ich mich", erzählt Lea Meyer lachend. Womöglich nutzt sie die Zeit, um die Wintersaison detaillierter zu planen. Bislang hat die Löningerin nur lose Vorstellungen. "Ich möchte sowohl Cross als auch in der Halle laufen. Außerdem würde ich gern ein Trainingslager absolvieren, bislang ist aber alles noch sehr vage."

Als fester Termin kommt die Deutsche Crossmeisterschaft in Sonsbeck, wenige Kilometer nordwestlich von Duisburg, infrage. Am 18. Dezember sind diese Titelkämpfe vorgesehen. Konkreter sieht da schon die nächste Freiluftsaison aus. Höhepunkt wird neben der bereits erwähnten WM in Eugene die Europameisterschaft sein, die vom 11. bis 21. August 2022 im Münchener Olympiastadion vonstattengehen soll. "Die EM ist für mich fast noch wichtiger als die WM, denn da habe ich die Chance, in die Top Ten zu laufen", sagt Lea Meyer.

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