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Lea Meyer erfüllt sich Traum von den Olympischen Spielen

Die Löninger Leichtathletin knackt in Nizza die geforderte Norm über 3000 Meter Hindernis. In einer Zeit von 9:29,26 Minuten lief sie auf Rang zwei. Nun darf die 23-Jährige in Tokio starten.

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Fulminanter Auftritt: In Südfrankreich absolvierte Lea Meyer das „Rennen ihres Lebens“. Dieses Bild zeigt die 23-Jährige bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig, wo sie Anfang Juni die Silbermedaille holte. Foto: Torben Flatemersch

Fulminanter Auftritt: In Südfrankreich absolvierte Lea Meyer das „Rennen ihres Lebens“. Dieses Bild zeigt die 23-Jährige bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig, wo sie Anfang Juni die Silbermedaille holte. Foto: Torben Flatemersch

Großartiger Erfolg für Lea Meyer vom VfL Löningen: Dank eines fulminanten Auftritts beim International Meeting in Nizza (Frankreich) knackte die 23 Jahre alte Leichtathletin am Samstagabend über 3000 Meter Hindernis die direkte Norm für die Olympischen Sommerspiele in Japans Hauptstadt Tokio. In einer Zeit von 9:29,26 Minuten rannte Meyer hinter der Kenianerin Fancy Cherono (9:27,30) auf den zweiten Platz. Damit blieb sie deutlich unter der geforderten Norm von 9:30 Minuten. Dritte wurde Viktoria Wagner-Gyurkes aus Ungarn (9:30). „Ich bin einfach überglücklich. So richtig glauben kann ich es aber noch nicht“, sagte Meyer, die ihre erst Ende Mai in Rehlingen aufgestellte Bestleistung nun in Südfrankreich gleich um acht Sekunden pulverisierte.

Im 14-köpfigen Teilnehmerfeld begann Lea Meyer das Rennen eher verhalten, während Cherono von Beginn an die Initiative übernahm und an die Spitze lief. Nach einem Kilometer rangierte die in Köln wohnhaft Löningerin nach 3:09 Minuten auf dem fünften Platz. Die 2000-Meter-Marke passierte sie schließlich nach 6:19 Minuten. Auf den letzten 800 Metern drückte Lea Meyer mächtig aufs Tempo. Dank dieses Schlussspurts machte sie noch einige Plätze gut und beendete das „Rennen ihres Lebens“ auf dem zweiten Rang. „Ich habe nicht auf die Uhren geachtet, habe nicht viel nachgedacht und bin einfach gelaufen“, sagte die Leichtathletin.

Ihr aktueller Trainer Henning von Papen aus Köln und ihr ehemaliger Coach und Abteilungsleiter des VfL Löningen, Armin Beyer, verfolgten das Rennen aus der Ferne gemeinsam in Dortmund, wo ebenfalls ein Läufermeeting ausgetragen wurde.

Lea Meyer absolviert ein Höhentrainingslager in der Schweiz

Beyer zeigte sich über Meyers Leistung hocherfreut: „Das ist Wahnsinn. Lea ist die erste Leichtathletin aus dem Kreis Cloppenburg, die bei den Olympischen Spielen starten wird, wenn sie – und das ist zu erwarten – der Deutsche Leichtathletik-Verband Anfang Juli offiziell nominiert.“ Ein Dankeschön gab´s von ihm für von Papen: „Henning betreut Lea in Köln seit rund 18 Monaten gut.“

Meyer hatte am frühen Sonntagvormittag bereits wieder deutschen Boden unter den Füßen. Sie landete in Frankfurt am Main, wo sie nun zunächst einige Tage bei einer Bekannten verbringen wird. „Schon in der kommenden Woche wird sich Lea in ein knapp vierwöchiges Höhentrainingslager in St. Moritz in der Schweiz begeben, um sich auf die Spiele in Japan vorzubereiten“, sagt Armin Beyer.

Bei den Titelkämpfen in Tokio, die vom 23. Juli bis 8. August ausgetragen werden, will die 23-Jährige an ihre guten Leistungen anknüpfen, wertvolle Erfahrungen sammeln, sich aber nicht mit dem Motto „Dabei sein ist alles“ zufrieden geben. „Das ist nicht ihre Art“, so Beyer.

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