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Laura Klaphake genießt ihre kleine Europa-Tour

St. Tropez, Valkenswaard, Paris, Monaco: Die Mühlenerin ist zurück im normalen Turniermodus. In den Niederlanden hat sie zuletzt bei ihrer Fünf-Sterne-Premiere mit Davenport überzeugt.

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Sie haben die nächste Stufe erreicht: Laura Klaphake und Davenport, hier im Jahr 2019 in Münster. Foto: Lafrentz

Sie haben die nächste Stufe erreicht: Laura Klaphake und Davenport, hier im Jahr 2019 in Münster. Foto: Lafrentz

Laura Klaphake ist voll im Reisemodus. Nach monatelangem Stillstand mischt die Springreiterein aus Mühlen wieder im internationalen Turnierzirkus mit. Am vergangenen Wochenende war sie im Rahmen der „Global Champions Tour“ im niederländischen Valkenswaard, eine Woche davor in der französischen Küstenstadt St. Tropez. Die Mühlenerin genießt die Rückkehr in den nahezu normalen Sportbetrieb sowie die Teilnahmen an der höchstdotierten und schwersten Turnierserie der Welt in vollen Zügen. Und deshalb wird sie in den kommenden Wochen auch weiterhin viel unterwegs sein.

„Das ist in diesen Zeiten schon etwas Schönes, dass man auf diese Turniere fahren darf – auch in anderen Ländern“, beschreibt es die 27-Jährige. Sie ist dankbar dafür, dass trotz Corona seit mehreren Wochen wieder Turniere stattfinden dürfen. Wegen der Pandemie ist das Reisen mit größeren Herausforderungen verknüpft. So müssen etwa alle Beteiligten negative PCR-Tests vorweisen und vor Ort zusätzlich Schnelltests machen. Laura Klaphake findet: „Das ist alles okay, aber der Aufwand ist jetzt einfach ein bisschen größer geworden. Aber wir sind froh, dass wir überhaupt los dürfen.“

In ihrem Fall kommt erfreulicherweise hinzu, dass ihr nicht nur die Reisen gefallen, sondern auch die jüngsten Ergebnisse. Fünf Sterne – das ist das Maß aller Dinge im internationalen Springsport. Und Laura Klaphake mischte hier in Valkenswaard ganz vorne mit. Im abschließenden 1,50-m-Springen belegte sie Rang sechs – und strich dafür als beste Deutsche viel Lob ein.

Das Reitsportmagazin St. Georg schlussfolgerte: „Laura Klaphake feierte einen Durchbruch.“ Der Grund für dieses Urteil: Die Mühlenerin war zum ersten Mal mit ihrem zehnjährigen Holsteiner Davenport bei einem Fünf-Sterne-Turnier an den Start gegangen. Dementsprechend war der sechste Platz ein Riesenerfolg für das Duo. Laura Klaphake sagt dazu: „Das war schon schwer für uns, aber er hat's wirklich toll gemacht.“ Auch für die Zukunft sei sie nun sehr positiv gestimmt. Man müsse aber Zeit, Geduld, Hoffnung und Glauben aufbringen, um ein Pferd auf dem höchsten Niveau zu etablieren.

Dass der Weg nicht immer gerade nach oben führt, klingt durch, als Laura Klaphake Davenport charakterisiert: „Er ist sehr speziell, sehr sensibel mit allen möglichen Sachen, aber er will's wirklich gut machen – und diese Woche ist er so toll gesprungen!“ Auch ihr Pferd Quin, mit dem sie in den 1,45-m-Springen startete und dabei immer platziert war, habe es „echt super“ gemacht. Somit sammelte die Mühlenerin weitere Punkte für die Weltrangliste. Dort ist sie derzeit auf Rang 302 gelistet – die neuen Ergebnisse sind allerdings noch nicht mit eingerechnet worden. Das Credo der Springreiterin: „Es ist am Ende einfach Teamwork – und wie sagt man so schön: Teamwork makes the dream work.“ Also: Teamwork lässt den Traum wahr werden.

Dass sie es als traumhaften Zustand empfindet, mit ihren Pferden international unterwegs zu sein, merkt man Laura Klaphake schnell an. Und deshalb sind die nächsten Reisen auch schon geplant. Am nächsten Wochenende (17. bis 20. Juni) steigt ein Turnier im niederländischen Kronenberg. Anschließend sind weitere Auftritte im Rahmen der Global Champions Tour in Paris (25. bis 27. Juni) und Monaco (1. Juli bis 3. Juli) geplant.

Neben den Reiterinnen und Reitern sowie dem Team befinden sich auch die Pferde im Reisestress – wobei Laura Klaphake bei ihnen keine negativen Auswirkungen festgestellt hat. Im Gegenteil. „Man merkt echt: Die haben Spaß. Wenn man losfährt und manche Pferde bleiben zu Hause, merkt man wirklich: Die sind dann echt nicht so happy. Sie wiehern und wollen auch gerne mit.“ Es sei „echt toll anzuschauen, wie die Pferde da irgendwie auch Spaß dran haben“.

Kronenberg, Paris und Monaco als nächste Stationen

Die Vierbeiner müssen bei Turnierreisen immer frühzeitig vor Ort sein. In Valkenswaard mussten sie beispielsweise am Mittwoch anreisen, nachdem sie am Montag aus St. Tropez zurückgekehrt waren. Am Donnerstag standen dann in den Niederlanden das Warm-up und der Vet-Check (medizinische Kontrolle) an – erst danach wurde es sportlich. Auf längeren Reisen werden zwischendurch lange Pausen integriert. Dann werden Ställe angesteuert, in denen sich die Pferde für acht bis zwölf Stunden erholen können. „Und dann geht's weiter“, sagt Laura Klaphake. Das gilt jetzt auch für sie. Kronenberg, Paris und Monaco heißen die nächsten Stationen. Es werden definitiv nicht die letzten bleiben.

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