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Laura Klaphake fehlt das Quäntchen Glück

Die Mühlener Reiterin ist bei den Deutschen Meisterschaften auf Platz 5 gesprungen. Der Langenberger Jan Wernke war unterdessen enttäuscht.

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Gemischte Gefühle: Laura Klaphake, hier während der Youngster Tour auf Concollon, wo sie Dritte wurde. Foto: nph/Lafrentz

Gemischte Gefühle: Laura Klaphake, hier während der Youngster Tour auf Concollon, wo sie Dritte wurde. Foto: nph/Lafrentz

Laura Klaphake blickte mit gemischten Gefühlen auf die Deutschen Meisterschaften der Springreiter in Riesenbeck zurück. Sie war zufrieden mit der Leistung ihrer Holsteiner Stute Camalita – aber sie haderte auch ein wenig. „Hätte, wenn und aber“, wischte sie die Frage nach dem „was wäre, wenn?“ letztlich beiseite. Doch sie war durchaus berechtigt. Was wäre drin gewesen, wenn es in der zweiten Runde nicht zu einem „richtig blöden Fehler“ gekommen wäre? Sicherlich noch mehr als der gute 5. Platz, der es am Ende wurde.

„Das war eigentlich mega schade“, sagte die 26-Jährige. „Wir hatten echt 3 wirklich tolle Runden.“ Aber so sei der Sport. Mal fällt die Stange, mal wackelt sie nur. Bei ihr und Camalita fiel sie kurz vor dem Ende des 2. Durchgangs. So war für die Deutsche Meisterin von 2017 – damals auf Silverstone – auf dem Hof von Ludger Beerbaum in Riesenbeck nicht mehr drin. Den Titel holte sich Finja Bormann per Start-Ziel-Sieg; die 24-Jährige gewann zudem auch noch den U-25-Springpokal.

„Ich bin trotzdem sehr zufrieden“, versicherte die Mühlenerin. Ihre Pferde seien derzeit sehr gut drauf. Wie alle Sportler hofft sie auf ein besseres Jahr 2021. So es die Pandemie zulässt, möchte Laura Klaphake im Februar für 4 bis 5 Wochen zur Sunshine Tour nach Spanien reisen. Dort will sie sich mit ihren Pferden auf die grüne Saison vorbereiten. Vorhersehbar sei aktuell aber gar nichts.

Hat sich mehr erhofft: Springreiter Jan Wernke, hier auf Nashville beim Drei-Sterne-Springen in Riesenbeck. Foto: LafrentzHat sich mehr erhofft: Springreiter Jan Wernke, hier auf Nashville beim Drei-Sterne-Springen in Riesenbeck. Foto: Lafrentz

Jan Wernke war mit seinem Resultat unterdessen alles andere als zufrieden. „Ich hab' mir natürlich mehr erhofft. Ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl“, sagte der Langenberger, der mit Nashville am Ende den 25. Platz belegte; Meister wurde Philipp Weishaupt. Im Vorjahr hatte der 31-jährige Wernke mit dem Oldenburger Wallach bei den Deutschen Meisterschaften in Balve noch die Silbermedaille gewonnen. Nun war das Duo von einem Podestplatz weit entfernt. In beiden Durchgängen leisteten sich die beiden im Mittelteil des Parcours jeweils zwei dicht aufeinanderfolgende Fehler – so wurde es nichts mit einer Qualifikation für die Finalrunde der besten 12.

Die Ursache lag für Jan Wernke auf der Hand: Angesichts der Corona-Situation habe er sich nicht auf DM-Niveau vorbereiten können. Die letzte Drei-Sterne-Prüfung hatte es für das Duo vor neun Monaten in Dortmund gegeben. Dementsprechend sei Nashville im Parcours „doch ein bisschen überrascht“ gewesen – wenngleich Wernke ein „gutes Reitgefühl“ hatte. Über sein Pferd sagte er: „Der ist super drauf, der ist topfit.“ Nashville sei bereits wesentlich ruhiger gewesen als beim Vizemeisterschafts-Ritt in Balve. Deshalb sagte der Langenberger auch: „Ich würde jetzt am Wochenende am liebsten gleich wieder losfahren.“ Nicht nur, um die Enttäuschung loszuwerden, sondern auch, um Nashville weitere Wettkampfpraxis auf Top-Niveau zu geben.

Wegen der Pandemie bleibt dieser Wunsch aber unerfüllt. Das nächste große Turnier wird wohl erst im März in Leipzig stattfinden. Im neuen Jahr will Jan Wernke daher bei einigen kleineren Wettkämpfen starten. In der Hoffnung auf eine bessere Freiluftsaison 2021.

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