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Lastrup gibt nach dem Aus im Pokal noch einmal Gas

FCL tritt zum Abschluss der Hinrunde in der Bezirksliga beim SV Altenoythe an. Emstek gegen Thüle: Das Duell der Unzufriedenen

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Voller Fokus auf den Hinrundenabschluss: Lennart Schulte (am Ball) ist nach dem Bezirkspokalspiel gegen Firrel mit dem FC Lastrup am Sonntag in Altenoythe zu Gast. Foto: Langosch

Voller Fokus auf den Hinrundenabschluss: Lennart Schulte (am Ball) ist nach dem Bezirkspokalspiel gegen Firrel mit dem FC Lastrup am Sonntag in Altenoythe zu Gast. Foto: Langosch

Das CLP-Derby im Fußballbezirkspokal kommt nicht zustande. Der FC Lastrup aus der Bezirksliga ist durch eine unglückliche 2:3-Niederlage (1:0) in der vierten Runde gegen den Landesligisten GW Firrel ausgeschieden. Im Viertelfinale hätte im Mai kommenden Jahres ein Heimspiel gegen den SV Bevern angestanden. Nun tritt der SVB in Firrel an. Die Lastruper haben nun am Sonntag (14 Uhr) in der Bezirksliga einen kreisinternen Vergleich vor sich, wenn sie beim SV Altenoythe zu Gast sind.

Das lukrative Derby um den Halbfinaleinzug verpasste der FCL nur um Haaresbreite. Felix Jakobs hatte die Platzherren, die zuvor mit Sparta Werlte und dem TV Dinklage zwei Landesligisten ausgeschaltet hatten, früh in Führung gebracht (5.). Als Jan Ludmann eine gute Viertelstunde vor Schluss gar auf 2:0 erhöhte, war das Weiterkommen greifbar nahe.

Aber es sollte noch ganz anders kommen. Nicht nur, dass Manuel Suda die höherklassigen Gäste wieder heranbrachte (85.), in der 89. Minute gelang Mirko Bruns tatsächlich noch der Ausgleich. Und als sich alle schon auf ein Elfmeterschießen eingerichtet hatte, fiel die Entscheidung zwar vom Punkte, aber noch in der regulären Spielzeit. Quasi mit der letzten Aktion der Partie versenkte Suda einen Strafstoß zum 3:2-Endstand für Firrel.

FCL-Trainer Martin Sommer war bedient: „Schiedsrichter sollen ein Spiel leiten, aber nicht entscheiden. Bei zwei Firreler Toren hat er ordentlich mitgeholfen, abgesehen davon, dass er auf dei anzeigten drei Minuten Nachspielzeit noch eineinhalb ohne Not draufgepackt hat.“ Firrels Doppeltorschütze, Manuel Suda, habe Sommer gegenüber eingeräumt, dass man den Elfmeter nicht hätte geben müssen. „Das sagt doch alles“, findet der Lastruper Coach.

Mit der Leistung seines Teams indes war er sehr einverstanden: „Wir haben ein super Spiel gemacht. Das einzige, was wir uns vorwerfen müssen, ist, das 3:0 nicht gemacht zu haben. Wir hatten nach dem zweiten Tor noch einige Hochkaräter, um die Partie vorzeitig zu entscheiden.“

Sommer hofft, dass seine Spieler die Enttäuschung schnell verarbeiten und sich auf das letzte Pflichtspiel im Kalenderjahr 2021 fokussieren: „Die Hinserie mit einigen englischen Wochen hat Kraft gekostet, das merke ich den Jungs an. Aber wir wollen am Sonntag noch einmal Vollgas geben. Ein Punkt wäre in Ordnung, mit 22 Zählern könnten wir in Ruhe Weihnachten feiern. Zumindest aber haben wir keinen allzu großen Druck, der liegt klar auf Altenoythe.“

SVA-Interimscoach, Arek Wojcik, holte am vorigen Sonntag mit dem 3:2 bei Schlusslicht VfL Oythe II im dritten Spiel unter seiner Führung den ersten Sieg. Zuvor hatte er gegen das Spitzenduo der Liga, Holdorf und Lohne II, zwei (zu) schwere Aufgaben zu bewältigen. „Der Erfolg in Oythe war ganz wichtig für die Moral“, sagt Cotrainer Maik Koopmann. „Nun wollen wir gegen Lastrup natürlich nachlegen. Allerdings wissen wir auch, dass es nicht leicht wird. Lastrup ist so etwas wie die Überraschung der Saison. Ein ganz unangenehmer Gegner, sehr giftig. Aber wir werden aggressiv sein und mit allem, was wir haben, gegenhalten.“ Beim SVA fehlen Kevin Tholen (Adduktorenprobleme) und nach wie vor Schlussmann Arne Torliene (Rücken). Für ihn steht wieder Julian Sebastiany zwischen den Pfosten.

Alles reinwerfen: Der SV Emstek (rechts David Giesbrecht, Mitte Kevin Koch) hat am Samstag Heimrecht. Foto: BettenstaedtAlles reinwerfen: Der SV Emstek (rechts David Giesbrecht, Mitte Kevin Koch) hat am Samstag Heimrecht. Foto: Bettenstaedt

Das zweite CLP-Derby am letzten Hinrundenspieltag zwischen dem SV Emstek und dem SV Thüle steigt bereitas am Samstagnachmittag, weil sich die SVE-Kicker abends mit dem Team der eigenen Reserve (2. Kreisklasse) treffen, um bei einer kleinen Feier einen Schlussstrich unter den ersten Saisonteil zu ziehen.

Emsteks Trainer Jörg Roth findet vor der letzten Emsteker Partie dieses Jahres klare Worte: „Das war eine verkorkste Hinrunde.“ Zum einen habe sein Team „bestimmt fünf, sechs Punkte“ zu wenig geholt, zum anderen aber auch großes Verletzungspech gehabt. „Auf sechs Stammspieler müssen wir schon seit Wochen verzichten. Wir werden trotzdem versuchen, uns mit einem positiven Resultat zu verabschieden.“

Im Vergleich zur fast schon desolaten Vorstellung in der Partie bei BW Lüsche (0:3) – einem der Hauptkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt – fordert Jörg Roth eine deutliche Leistungssteigerung. „Lüsche hat Männerfußball gespielt, viele unserer Jungs nicht. Mit dieser Einstellung haben wir auch gegen Thüle keine Chance.“

Wie sein Emsteker Amtskollege Jörg Roth ist auch Michael Macke, der den SV Thüle gemeinsam mit Sebastian Thunert trainiert, mit dem Verlauf der Hinserie alles andere als zufrieden – auch wenn sein Team noch drei Partien auszutragen hat. „Keine Frage, das hatten wir uns anders vorgestellt. Immerhin haben wir uns mittlerweile etwas stabilisiert“, sagt Macke.

Die Thüler nehmen in der Begegnung beim Tabellenvorletzten aus Emstek definitiv drei Punkte ins Visier. „Wir sind aber überhaupt nicht in der Position, dieses Spiel auch nur ansatzweise auf die leichte Schulter zu nehmen“, sagt Michael Macke. Der SVE habe schließlich bereits bewiesen, dass er Punkte holen kann.

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