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Lasse Barz schießt Dinklage zum vierten Sieg in Serie

Von den vier VEC-Teams in der Fußball-Landesliga durfte am Sonntag auch GW Mühlen jubeln. Falke Steinfeld holte im OM-Derby gegen Hansa Friesoythe ein 1:1. Und der SV Holdorf verlor in Melle.

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Matchwinner für den TV Dinklage: Lasse Barz nach dem Siegtor gegen Schüttorf. Foto: Wenzel

Matchwinner für den TV Dinklage: Lasse Barz nach dem Siegtor gegen Schüttorf. Foto: Wenzel

TV Dinklage - FC Schüttorf 3:2. Die Erfolgsserie hat gehalten, die Top 5 kommen immer näher: Die Fußballer des TV Dinklage haben ihre starke Verfassung in der Landesliga untermauert und den vierten Sieg in Folge gefeiert. Der TVD setzte sich am Sonntag gegen den bisherigen Tabellendritten FC Schüttorf mit 3:2 (1:0) durch und rückte auf Platz sechs vor.

„Die drei Punkte nehmen wir natürlich sehr gerne mit. Am Ende wären wir auch mit einem Punkt zufrieden gewesen – und dann fällt noch das 3:2“, sagte Dinklages Betreuer Michael Ostermann nach dem turbulenten Finish vor 220 Zuschauern im Jahnstadion. Joker Lasse Barz, nach knapp einer Stunde eingewechselt, durfte sich in der Nachspielzeit als Matchwinner des TVD feiern lassen. Nach einem Patzer von Schüttorfs Keeper Malte Möring war er per Abstauber zur Stelle (90.+2) – sein sechstes Saisontor wurde frenetisch gefeiert.

Die beiden anderen Treffer der Gastgeber erzielte Steffen Espelage, der zweimal am zweiten Pfosten per Kopf zur Stelle war – erst nach einer Flanke von Bastian Dödtmann und einer Kopfball-Verlängerung von Dirk Averdam (17.), dann nach einer Ecke von Thomas Wulfing und einer Kopfball-Verlängerung von Dödtmann (74.). Für den TVD-Angreifer waren es die Saisontore sechs und sieben.

Dinklage spielte eine gute erste Halbzeit, der TVD hatte alles unter Kontrolle. Die Pausenführung war verdient, da Schüttorf nur eine Chance durch Denis Salkovic hatte (13., Rohe hält).

Nach der Pause steigerte sich Schüttorf. Die Gäste, die zuletzt drei fulminante bzw. überzeugende Siege gegen Meppen II (5:3), in Oythe (4:1) und gegen Bevern (4:0) gefeiert hatten, drehten die Partie mit einem Doppelpack. Daniel Befort traf per Elfmeter zum 1:1 (57., Foul von Arne Blömer an Helge Pollmann), ehe Gerrit Wilde den Ball aus 25 Metern in den Winkel schlenzte (58.).

„Danach hatten wir Glück, dass das 1:3 nicht fällt“, sagte Ostermann. Und nach dem 2:2 parierte Jan Rohe zweimal überragend gegen Pollmann (77./78.), ehe Averdam einmal auf der Linie rettete (90.). Fazit von Ostermann: „Am Ende war's schon ein bisschen glücklich für uns, aber aufgrund der guten ersten Halbzeit ist der Sieg auch nicht unverdient.“ Klarer Fall: Aktuell läuft's einfach beim TVD.

GW Mühlen - VfL Wildeshausen 3:0. Zurück in der Spur: Fußball-Landesligist GW Mühlen hat mit einem 3:0 (1:0)-Sieg gegen den VfL Wildeshausen die jüngste 1:3-Niederlage bei Hansa Friesoythe korrigiert. Zuvor hatte Mühlen mit einem 6:2 gegen Firrel eine kleine Durststrecke beendet. Jetzt hofft man bei den Grün-Weißen, dass der positive Trend nachhaltiger ist.

Mit der Leistung seiner Mannschaft war Trainer Andreas Hinrichs sehr zufrieden. „Das war eins unserer besseren Spiele“, lobte der Coach. Die Grün-Weißen überzeugten vor allem mit taktischer Disziplin und phasenweise auch spielerisch. Der VfL Wildeshausen stand wie erwartet sehr tief und versuchte, mit Umschaltmomenten zum Zuge zu kommen. Torgefahr ging von den Gästen jedoch eher bei Standards aus. Die einzige große Chance hatte Kapitän Rene Tramitzke, der freistehend knapp das Tor verfehlte (50.). Es wäre der 1:1-Ausgleich gewesen.

Was die Spielanteile betraft, so taxierte Hinrichs deren Wert bei „70, 80 Prozent“ für Mühlen. Im ersten Durchgang traten die Platzherren mit der nötigen Geduld auf, wenngleich es nach torlosen 45 Minuten roch. Benjamin Willenbrink hatte nach 31 Minuten nur den Innenpfosten getroffen. Aber er hatte noch einen Pfeil im Köcher und traf in der Nachspielzeit von Halbzeit eins nach einem Pass von Peter Sieve aus 18 Metern zur wichtigen 1:0-Führung (45.+2).

Nach 59 Minuten erhöhte Tom Ungemach mit einer Einzelleistung auf 2:0. Und damit war die Sache fast entschieden. Jan Leiber (64.), Willenbrink mit der größten Chance (66.) und Hannes Büscherhoff (70.) hätten noch erhöhen können. Das überfällige 3:0 fiel dann nach dem schönsten Spielzug der Partie in der 80. Minute durch Leo Westermann – er traf aus vollem Lauf nach Vorarbeit von Willenbrink und dem flankenden Philipp Selke.

Andreas Hinrichs wollte keinen Spieler hervorheben, vielmehr freute er sich über eine „gute Mannschaftsleistung. Wir hoffen, dass es so weitergeht.“

Durcheinander nach einer Ecke: Eine Szene vom Spiel Falke Steinfeld - Hansa Friesoythe. Foto: WenzelDurcheinander nach einer Ecke: Eine Szene vom Spiel Falke Steinfeld - Hansa Friesoythe. Foto: Wenzel

Falke Steinfeld - Hansa Friesoythe 1:1. Für den zweiten Saisonsieg hat's nicht gereicht, ein Achtungserfolg war's trotzdem: Falke Steinfeld hat im OM-Derby der Fußball-Landesliga gegen Hansa Friesoythe ein 1:1 (0:0) verbucht und dabei eine ordentliche Leistung gezeigt. „Mit dem Einsatz bin ich sehr zufrieden. Die Jungs geben alles, sie hängen sich voll rein“, sagte Falkes Trainer Artur Zimmermann. Das 1:1 sei unterm Strich auch halbwegs gerecht. „Es hätte in beide Richtungen gehen können“, erklärte Zimmermann.

Nach dem 1:1 gegen Melle und dem 1:1 in Mühlen war's für Falke das dritte Remis in den letzten fünf Wochen. Steinfeld, seit Anfang September Tabellenletzter, hat damit nur zwei der letzten sechs Spiele verloren. Die Bilanz nach der Hinserie fällt dennoch ernüchternd aus: Nur acht Punkte aus 17 Spielen, nur ein Sieg, nur 13 Treffer – die Hypothek für die Rückserie ist riesig, der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt satte neun Punkte.

„Wenn wir es irgendwie schaffen, diesen Rückstand bis zur Winterpause vielleicht auf sechs Punkte zu reduzieren, dann sind wir weiter dabei“, meinte Artur Zimmermann. Er weiß um die Schwere der Aufgabe und sagte noch: „Wir können ja nur eins tun: Wir müssen alles geben, und dann werden wir sehen, was dabei herauskommt.“

Gegen Hansa Friesoythe, das im grauen Mittelfeld der Tabelle unterwegs ist und mit der Hinserie auch nicht zufrieden sein dürfte, spielte Falke eine gute erste Halbzeit. „Wir waren gefährlicher“, sagte Zimmermann. Je länger das Spiel dauerte, desto größer wurde aber der Druck der Gäste.

Ärgerlich für Falke: Die eigene 1:0-Führung durch Innenverteidiger Nils Meyer (71., Kopfball nach Ecke von Maxim Repinetchii) hielt nur drei Minuten. Hansa-Torjäger Keven Oltmer glich mit seinem elften Saisontor zum 1:1 aus (74.) – unter Mithilfe von Falke-Keeper Sebastian Deike, der bei einer schnell ausgeführten Ecke von der tief stehenden Sonne geblendet wurde. „Das war sehr unglücklich, Sebastian hat ansonsten aber ein super Spiel gemacht“, sagte Zimmermann.

SC Melle - SV Holdorf 4:1. Keine Chance mit dem allerletzten Aufgebot: Die Landesliga-Fußballer des SV Holdorf konnten dem SC Melle nicht in die Suppe spucken. Der krasse Außenseiter verlor am Sonntag das Auswärtsspiel beim Top-5-Anwärter mit 1:4 (0:1) und fiel durch die fünfte Niederlage in Serie auf den vorletzten Platz zurück. Aus den letzten acht Partien hat Holdorf nur einen Punkt geholt. Die Hinserie schließt der HSV mit den meisten Niederlagen (12) und den meisten Gegentoren (57) ab.

„Unter den Voraussetzungen war's heute natürlich schwer, etwas zu holen“, erklärte Holdorfs Trainer Jan Kreymborg nach dem Auftritt bei den erst einmal besiegten Mellern. In der ersten Halbzeit habe man den Remiskönigen der Liga – Melle hat neun Unentschieden auf dem Konto – das Leben noch schwer machen können, so Kreymborg: „Das war echt gut.“ Im Laufe der zweiten Halbzeit nahm der Holdorfer Widerstand aber ab. „Nach dem 0:2 gingen die Köpfe runter, danach kam nicht mehr viel“, so Kreymborg.

Sein Team, personell ohnehin stark ausgedünnt, musste im Vergleich zur Vorwoche in Thomas Mikulskij, David Brüwer, Andrej Homer (alle 5. Gelbe Karte) und Steven Bentka (Gelb-Rot) auch noch vier gesperrte Spieler ersetzen. Und dass Steffen Ahrling nach 34 Minuten verletzt vom Feld musste, erschwerte das Vorhaben zusätzlich.

Jonas Strehl (23.), Rene Heitkamp (58.), Maik Emmrich (64.) und Jan Lehmkuhl (71.) erzielten Melles Treffer. Holdorfs Lukas Liedmann markierte spät das Tor zum Endstand (88.); der A-Jugendliche Jannik Wernke hatte das zehnte Saisontor des Goalgetters schön vorbereitet.

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