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Langes Drama ohne Happy End für Cloppenburgs Volleyballfrauen

Drittligist TVC unterliegt dem FCJ Köln II mit 2:3. Zuspielerin Jule Lampe verletzt sich und "Ersatzfrau" Mariia Petren ko zieht groß auf.

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Der pure Frust: Trotz großen Kampfes verloren die Volleyballfrauen des TVC gegen den FCJ Köln II mit 2:3. Die positive Überraschung war Mariia Petrenko (2. von rechts). Foto: Langosch

Der pure Frust: Trotz großen Kampfes verloren die Volleyballfrauen des TVC gegen den FCJ Köln II mit 2:3. Die positive Überraschung war Mariia Petrenko (2. von rechts). Foto: Langosch

Eine dramatische und mehr als zweistündige Achterbahnfahrt der Gefühle ist für die Volleyballfrauen des TV Cloppenburg in einer knappen und bitteren 2:3-Niederlage (20:25, 25:19, 25:14, 21:25, 13:15) geendet. Besonders tragisch für das Drittligateam um Trainer Fabio Bartolone: Jule Lampe verletzte sich Mitte des 2. Satzes und schied vorzeitig aus.

Die Zuspielerin war beim Stande von 11.11 ohne ersichtlichen Grund umgeknickt und wurde ins Krankenhaus gebracht. Eine genaue Diagnose lag bis Redaktionsschluss noch nicht vor. Mit Lampes Ausfall schien das TVC-Schicksal frühzeitig besiegelt. Nach einem ausgeglichenen Auftaktsatz hatten die Gäste das bessere Finish gehabt und sich mit einem 25:20 die 1:0-Führung besorgt.

Der Schock der Verletzung saß beim TV Cloppenburg, hinzu kamen einige enge Schiedsrichterentscheidungen gegen die Gastgeberinnen, so dass sie mit 14:17 ins Hintertreffen gerieten. Dann aber passierte Bemerkenswertes: Urplötzlich drehte Mariia Petrenko auf. Sie hatte Lampes Posten übernommen und legte nach 2, 3 Ballwechseln los. „Da fällt die Stammzuspielerin aus, sie kommt ins Spiel und guckt, als sei ein Ufo gelandet, um dann derartig loszulegen, unfassbar“, lobte selbst Kölns Coach Kevin Bradtke. Tatsächlich überzeugte die jung Ukrainerin nicht nur mit ihren Zuspielen, sondern auch mit starken Angaben und einigen Klasseblocks.

Angefeuert von lautstarken von 180 Zuschauerinnen und Zuschauern („Eine mega Kulisse, so etwas haben wir in der ganzen Saison noch nicht gehabt“, Kölns Coach Bradtke) entdeckten die TVC-Frauen ihren Kampfgeist und drehten das Spiel. Gleich den ersten Satzball nutzten sie zum 25:19 und legten im 3. Abschnitt nach. Ilona Dacevic gelang eine starke Angabenserie, mit der Cloppenburg sich von 10:9 auf 17:9 absetzte. Die Vorentscheidung auf dieser Etappe. Das Bartolone-Team blieb am Drücker und sicherte sich mit einem deutlichen 25:14 die 2:1-Führung.

  • TV Cloppenburg - FCJ Köln II 2:3
  • 1. Satz: 20:25 (22 min)
  • 2. Satz: 25:19 (29 min)
  • 3. Satz: 25:14 (22 min)
  • 4. Satz: 21:25 (28 min)
  • 5. Satz: 13:15 (17 min)
  • Wertvollste Spielerin (MVP): Gold: Kerstin Freudenhammer (FCJ Köln II), Silber: Mariia Petrenko (TV Cloppenburg).
  • TVC: Christine Tabeling, Oleksandra Illyushko, Polina Bizhko, Ilona Dacevic, Marita Lüske, Lisa Walden, Jule Lampe, Mariia Petrenko, Maria Paulat, Maris Brock (ohne Einsatz).
  • Zuschauer: 180.
  • Das nächste TVC-Spiel: Am kommenden Samstag (26. November) von 16 Uhr an auswärts beim PTSV Aachen II.

Mit diesem Rückenwind erspielten sich die Gastgeberinnen im 4. Satz einen 11:6-Vorsprung – der Sieg rückte in greifbare Nähe. Doch diese Rechnung sollte nicht aufgehen, weil sich die Kölnerinnen zurückmeldeten. Beim 15:15 hatten sie gleichgezogen und ließen sich auch von einem 18:20-Rückstand nicht aus der Fassung bringen. Angeführt von ihrer Kapitänin Kerstin Freudenhammer, die zur wertvollsten Spielerin der Partie (MVP) gewählt wurde, zogen die Rheinländerinnen an und sicherten sich mit 25:21 den Satzausgleich.

Auch im nun fällig gewordenen Tiebreak sollte der FCJ II das bessere Ende für sich haben. Einen 1:4-Rückstand verwandelte Köln in ein 14:10. Aber die TVC-Frauen gaben noch nicht auf. 3 Matchbälle wehrten sie noch ab, aber im 4. Anlauf war gegen Anna-Lena Krügers geschickten „Leger“ kein Kraut gewachsen – mit dem 13:15 war die Niederlage besiegelt.

„Schade, schade, dass wir nicht gewonnen haben. Meine Spielerinnen haben einen tollen Kampf geliefert, gerade, wenn man die Umstände berücksichtigt“, meinte Trainer Bartolone. „Ich glaube, dass wir heute eher einen Punkt gewonnen als zwei verloren haben. Für die Tabelle wäre ein Sieg natürlich sehr wichtig gewesen, aber es hat nicht ganz gereicht. Aber was die Mannschaft und gerade Mariia Petrenko geleistet haben, war Wahnsinn. Sie hat seit August einen riesigen Sprung gemacht. ,Mascha' arbeitet sehr hart und ist bei jedem Training, das zahlt sich jetzt aus.“

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