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Langbahn-WM feiert Comeback in Vechta

Im Reiterwaldstadion dröhnen wieder die Motoren: Der AC Vechta richtet am 10. September den fünften von sechs Grand-Prix-Läufen aus.

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Bereit für den Start: Die Langbahn-WM kehrt nach Vechta zurück. Foto: Schikora

Bereit für den Start: Die Langbahn-WM kehrt nach Vechta zurück. Foto: Schikora

Positive Signale gab's bereits seit einigen Tagen, aber jetzt sind die Restzweifel beseitigt, die frohe Botschaft mit der Bestätigung des Verbandes trudelte per Mail ein: Der AC Vechta wird erneut einen Lauf zur Langbahn-Weltmeisterschaft ausrichten. Das Motorrad-Spektakel steigt am 10. September (Samstag) im Reiterwaldstadion. Das bestätigten Klubchefin Sylvia Wollering und Sportwart Uwe Fienhage. „Schön, dass es geklappt hat“, erklärte Wollering. Und Fienhage ergänzte: „Wir freuen uns auf ein tolles Event. Und wir werden in den nächsten Monaten alles dafür tun, dass es auch ein tolles Event für die Fans wird.“

Für den AC Vechta ist es als Ausrichter bereits das 14. WM-Event. Von 2004 bis 2013 war der Motorrad-Weltverband FIM jährlich mit einem WM-Prädikat in Vechta zu Gast – von der Qualifikation über die Challenge bis hin zum Finale. Letztmals kämpften die A-Solisten 2016 in Vechta um WM-Punkte, Erik Riss holte sich damals beim insgesamt fünften Grand-Prix-Finale im Reiterwaldstadion den Titel.

2019 folgte dann die prestigeträchtige Team-Weltmeisterschaft („Long Track of Nations“) – es war ein grandioser Bahnsport-Abend mit 8000 Zuschauern. Nun also gibt's die WM-Rückkehr nach Vechta. „Jedes Jahr das ganz große Ding im Haus zu haben, kann sich kein Klub mehr leisten. Und es soll ja auch etwas Besonderes bleiben“, erklärte Sylvia Wollering mit Blick auf die WM-freien Jahre in der jüngeren Vergangenheit.

WM-Finale 2022 steigt im niederländischen Roden

2020 war das Flutlichtrennen des ACV coronabedingt ausgefallen, im vergangenen September folgte das Bahnsport-Comeback in Vechta mit der Langbahn-DM und 4000 Zuschauern. Der AC Vechta hatte 2021 auch die Bereitschaft signalisiert, als Ersatzausrichter für einen der drei ausgefallenen WM-Läufe (wegen Corona) einzuspringen, doch dazu kam es nicht.

Mit Blick auf den WM-Kalender 2022 warb die FIM in Person von Renndirektor Glen Philipps aktiv um den AC Vechta als Ausrichter. „Wir haben dann im Klub diskutiert und abgestimmt. Es müssen ja alle mitziehen, wenn man so etwas machen will“, sagte Uwe Fienhage. Der Vater von Ex-Weltmeister Lukas Fienhage berichtete von einer „großen Mehrheit“ für das WM-Event. Es folgten die offizielle Bewerbung und schließlich das grüne Licht.

Das Rennen in Vechta ist der fünfte von sechs Grand-Prix-Läufen 2022. Los geht's am 18. Juni im polnischen Rzeszow, wo sich Lukas Fienhage im Herbst 2020 zum Weltmeister gekrönt hatte und wo auch 2021 das Finale stattfand. Die Rennen zwei und drei steigen in Deutschland – und zwar am 3. Juli in Mühldorf sowie am 21. August in Scheeßel. Grand Prix Nummer vier findet am 3. September im französischen Morizes statt. Roden in den Niederlanden ist unterdessen Ausrichter des letzten Rennens (25. September).

Titelverteidiger ist der Niederländer Romano Hummel, der sich 2021 mit 32 Punkten vor Martin Smolinski (30) und Theo Pijper (24) durchgesetzt hatte. Im vergangenen Jahr bestand die Langbahn-WM nur aus den Läufen in Marmande/Frankreich und Rzeszow. Lukas Fienhage belegte in der WM-Wertung den sechsten Rang (11. in Marmande, 4. in Rzeszow) und löste damit das Ticket für die Grand-Prix-Serie 2022, die ihm erstmals ein Solo-WM-Heimspiel beschert.

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