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Landesliga: Oythe will gegen Wilhelmshaven nachlegen

In der Abstiegsrunde ist auch der TV Dinklage gefordert. Zudem trifft GW Mühlen in der Aufstiegsrunde zweimal in Folge auf Papenburg.

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Im Vorwärtsgang: Oythes Jacob Büssing (rechts), hier im Heimspiel gegen Westrhauderfehn. Foto: Schikora

Im Vorwärtsgang: Oythes Jacob Büssing (rechts), hier im Heimspiel gegen Westrhauderfehn. Foto: Schikora

VfL Oythe - Frisia Wilhelmshaven (Sonntag, 15.00 Uhr): Die Hiobsbotschaften im eigenen Kader reißen einfach nicht ab, aber der Optimismus ist ungebrochen. „Wir kriegen nach wie vor eine gute Startelf zusammen. Ich bin da weiter positiv gestimmt“, sagt Daniel Roth, Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Oythe. Er schickt allerdings gleich hinterher: „Viel mehr darf uns nicht passieren.“

Mit dem Heimspiel am Sonntag gegen Frisia Wilhelmshaven (15.00 Uhr, Kunstrasenplatz am Oyther Berg) beginnt auch für den VfL Oythe die Rückserie in der Abstiegsrunde. Noch fünf Partien bis zum Kassensturz. Noch fünf Spiele, um das Happy End, das Ende März noch so weit weg war, doch noch zu schaffen. Nach drei Siegen in Folge (3:2 in Firrel, 4:2 gegen Werlte, 1:0 in Leer) ist Oythe mit seinen 18 Punkten wieder mittendrin im Rennen, der Klassenerhalt ist nicht mehr utopisch. Roth freut sich über das Comeback, sagt jedoch auch: „Die drei Siege haben keine Wirkung, wenn wir am Sonntag Punkte liegen lassen.“

Zehn Zähler holte Oythe in der Hinserie der Abstiegsrunde, die gleiche Ausbeute muss noch mal her – mindestens. Dass der TuS Bersenbrück eine Etage höher den Klassenerhalt zu 99,9 Prozent in der Tasche hat und es damit in der Landesliga bei fünf Absteigern bleibt, hat man auch in Oythe erleichtert zur Kenntnis genommen. Roth: „Wir wussten ja von Anfang an, dass alles passen muss, um in der Landesliga zu bleiben. Dass Bersenbrück in der Oberliga bleibt, ist auch so ein kleines Detail. Aber wir sind gut beraten, uns weiter auf unsere Aufgaben zu konzentrieren.“

Oythe hat Pause genutzt, um Köpfe frei zu kriegen

Die nächste Aufgabe heißt Frisia Wilhelmshaven. Der Klub vom Jadebusen, der das Hinspiel mit 1:0 gewann und unter der Woche einen Trainerwechsel zur neuen Saison ankündigte (Sven Glöckner für Jürgen Hahn), hat als Tabellendritter gute Karten. Nach drei Siegen in Serie (3:0 in Lohne, 2:0 gegen Dinklage, 3:0 gegen Lohne) ist die Ausgangslage für den Rest der Saison sehr ordentlich.

Oythe hatte am vergangenen Wochenende spielfrei. Die kleine Pause war laut Roth „gut, um die Köpfe noch mal frei zu kriegen“. Es konnten ein paar Kräfte für die heiße Endphase gesammelt werden. Es gab aber auch zwei Hiobsbotschaften und damit eine weitere Verschärfung der Personallage. Janek Jacobs erlitt in Leer einen Syndesmosebandriss und fällt vier Monate aus. Bei Nico Emich wurde eine komplexe Fußverletzung diagnostiziert, er muss sechs Monate aussetzen. Felix Schneppe (Oberschenkel) und Lie Sillah (Knie) fallen ebenfalls weiter aus, bei Janek Ostendorf und Niklas Ellmann ist ein Comeback nach Rippenbruch bzw. Muskelfaserriss sehr unwahrscheinlich. „Ich kann's mir nicht vorstellen“, so Roth. Immerhin: Kapitän Stephan Stukenborg (angerissenes Kreuzband) trainiert wieder. Für Sonntag ist er noch keine Option, für die letzten zwei, drei Begegnungen vielleicht schon.

TV Dinklage - GW Firrel (Sonntag, 15.00 Uhr): Nach der englischen Woche in der Landesliga-Abstiegsrunde, in der die Fußballer des TV Dinklage drei von sechs Punkten geholt haben, hieß es erst mal durchatmen. Vor dem Heimspiel am Sonntag (15.00 Uhr) gegen GW Firrel legte Dinklage in der Trainingswoche den Fokus auf die Belastungssteuerung. „Wir haben das Tempo im Training rausgenommen und die Akkus aufgeladen“, sagt Trainer Stefan Arlinghaus.

Trotz der schweren Beine war die Stimmung beim Training gelöst. „Die letzten beiden Spiele waren sehr gut“, erklärt Arlinghaus. Erst gab's zwar ein ärgerliches 0:2 in Wilhelmshaven. Dann aber folgte ein 6:1 in Westrhauderfehn, bei dem sich die Dinklager dann auch mit Toren für den engagierten Auftritt belohnten und den Klassenerhalt so gut wie perfekt machten. Der TVD hat inzwischen elf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Und der bevorstehende Klassenerhalt des TuS Bersenbrück in der Oberliga hat auch rund um das Jahnstadion für Entspannung gesorgt.

Stefan Arlinghaus muss das System möglicherweise umstellen

Im Hinspiel in Firrel gab's eine 1:2-Niederlage. Arlinghaus erinnert sich an einen robusten Gegner mit gefährlichen Einzelspielern wie Tim Schouwer und Manuel Suda. „Das Hinspiel war unser schwächstes Saisonspiel. Das wird uns nicht noch einmal passieren“, kündigt Arlinghaus an. Aufgrund der Ausfälle von Benedikt Blömer, Markus Espelage, Wilke Weßling und Daniel Nuxoll muss Dinklage rotieren und möglicherweise auch das Spielsystem umstellen.

Derweil laufen die Planungen für die nächste Saison schon auf Hochtouren. Arlinghaus berichtet, dass der Kader größtenteils zusammenbleibt. Dementsprechend wird auch in Sachen Neuzugänge eher weniger passieren. „Es wird kaum Abgänge geben. Und deshalb haben wir auch nicht unbedingt die Not, was zu machen“, sagt Arlinghaus.

Der TVD hat mit Innenverteidiger Philipp Scibior vom Bezirksligisten GW Brockdorf bereits einen Spieler geholt. Er hat sich allerdings kürzlich am Knie verletzt, es wird eine schwerere Verletzung befürchtet. Ein MRT-Termin soll Klarheit bringen.

BW Papenburg - GW Mühlen (Sonntag, 15.00 Uhr): Was die eigenen Ambitionen anbelangt, legen die Landesliga-Fußballer von GW Mühlen in der Aufstiegsrunde großen Wert auf Bescheidenheit. Platz fünf wäre schön, einen Worst Case gibt es aber eigentlich gar nicht. Trotzdem mischen die Grün-Weißen indirekt im Titelrennen mit. Vor zwei Wochen haben sie in Hansa Friesoythe einen Meisterschaftsanwärter geschlagen. Mit diesem Ansinnen fährt GWM jetzt auch ins Emsland: Bei BW Papenburg soll es am Sonntag (Anstoß um 15.00 Uhr) einen Erfolg geben.

Mühlen will sich der Herausforderung stellen

In Bevern hat ein ähnliches Mühlener Vorhaben zuletzt allerdings nicht geklappt. Die Mannschaft von Coach Andreas Hinrichs zog mit 1:4 klar den Kürzeren, während der SVB die Tabellenführung bejubelte. Anders als Bevern hat Papenburg die Oberliga-Lizenz beantragt. Coach Alo Weusthof spricht offen vom Aufstiegs-Traum, sagte gegenüber der NOZ aber auch: „Jetzt kann man sich kaum noch einen Ausrutscher erlauben. Das Eis wird immer dünner und der Grat immer schmaler.“ Und da kommt Mühlen ins Spiel: GWM trifft jetzt zweimal auf Papenburg – das Heimspiel steigt am Mittwoch um 19.30 Uhr –, bevor es im abschließenden Sonntagsspiel gegen den VfL Wildeshausen (22. Mai) rein faktisch um nichts mehr geht.

Auf die Frage nach einer Punkte-Vorgabe für die drei letzten Spiel antwortet Hinrichs wie aus der Pistole geschossen mit „neun“ und lacht dabei. Klar ist: Seine Mühlener sind gegen spielstarke Papenburger nicht der Favorit, aber sie wollen sich der Herausforderung stellen. Auch wenn das erstmalige Fehlen des Leaders Tom Ungemach (Urlaub) und die Abwesenheit von Andre Balster (privat verhindert) es nicht einfacher machen. Am vergangenen Wochenende hat der GWM-Trainer festgestellt: „Wir sind noch nicht so erwachsen wie Bevern. Wir müssen abgeklärter werden.“ Dies ist sicherlich eher ein mittel- bis langfristiges Ziel. Kurzfristig möchte Mühlen noch ein, zwei Plätze gutmachen.

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