Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Landesliga-Derby am Sonntag: Falke hätte nichts gegen eine TVD-Imitation

Die formstarken Dinklager empfangen am Sonntag die sieglosen Steinfelder. Wie zuvor sein Trainerkollege Stefan Arlinghaus setzt auch Artur Zimmermann bei Falke auf eine Systemänderung.

Artikel teilen:
Enttäuschung pur: Die Landesliga-Fußballer von Falke Steinfeld schoben nach dem jüngsten 2:5 gegen den SV Bevern Frust. Jetzt haben sie neuen Mut getankt. Foto: Wenzel

Enttäuschung pur: Die Landesliga-Fußballer von Falke Steinfeld schoben nach dem jüngsten 2:5 gegen den SV Bevern Frust. Jetzt haben sie neuen Mut getankt. Foto: Wenzel

Es ist wieder mal Derby-Zeit in der Fußball-Landesliga. Und sowohl Gastgeber TV Dinklage als auch Gast Falke Steinfeld könnten argumentieren, dass das Aufeinandertreffen am Sonntag um 15.00 Uhr auf dem Dinklager Schützenplatz 1 für sie zur richtigen Zeit kommt. Der TVD, weil er einen richtig schönen Lauf hat – und die Falken, weil sie im Streben nach einem Erfolgserlebnis den speziellen Derby-Geist beschwören können. Angesichts der Formkurven muss man aber festhalten, dass ein Steinfelder Triumph überraschend käme.

Stefan Arlinghaus will das natürlich nicht so unterschreiben. Der Dinklager Coach warnt in typischer Trainer-Manier: „Wir müssen trotzdem höllisch aufpassen, egal auf welchem Platz sie stehen.“ Gegen das sieglose Schlusslicht sei es wichtig, die Fehlerquote ähnlich gering zu halten wie in den vorangegangenen Spielen. Zuletzt seien es „sehr wenig“ Unzulänglichkeiten gewesen, sagt ein zufriedener Stefan Arlinghaus. So machten die Dinklager den September bislang zu einem hervorragenden Monat: erst ein beachtliches 1:1 gegen den SC Melle, dann ein 3:0-Derbysieg bei GW Mühlen, gefolgt vom Einzug ins Bezirkspokal-Achtelfinale in Haselünne (6:4 nach Elfmeterschießen) – und am letzten August-Tag hatte es auch schon ein befreiendes 3:0 gegen den SV Meppen II gegeben.

Der TVD hat sich nach einem schwachen Saisonstart auch mithilfe einer Systemumstellung freigeschwommen. Das Spielen aus einer Dreierkette heraus sorgt hinten für mehr Stabilität und eröffnet im Offensivspiel mehr Möglichkeiten, „wenn man auf außen welche hat, die den Druck mitmachen können“, so Arlinghaus. Bei der Besetzung dieser beiden Außenpositionen links und rechts von der Dreierkette sei man „recht flexibel“.

Gute Personalsituationen auf beiden Seiten

Im Zentrum der Abwehr erledigt Kapitän Daniel Nuxoll seinen Job in gewohnter Souveränität, für die beiden Positionen neben ihm gibt es mehrere Optionen. Tom Behrendt ist eine davon, er könnte aber gegen Steinfeld ausfallen. Und auch bei Offensivspieler Johann Kühling herrscht mit Blick auf Sonntag noch Unklarheit; er ist in Haselünne umgeknickt. Es sind die einzigen möglichen Ausfälle, wie überall ist man auch beim TVD nun froh über das Ende der Urlaubssaison.

Dass der Offensivmotor in den ersten vier Spielen noch ruckelte, macht Arlinghaus nicht zwingend an eigenen Problemen fest, er verweist auf die Gegner. „Wir haben gegen Bevern, Wilhelmshaven und Biene gespielt. Dass man da keine zehn Tore schießt ist klar. Das sind keine Kirmestruppen.“ So oder so: Der Knoten ist nun geplatzt. Dass sie Mühlen mit drei Toren besiegten, genossen die Dinklager selbstverständlich besonders. Sie wollen sich aber nicht dazu verleiten lassen, Falke Steinfeld nicht ernst zu nehmen.

Die Falken wissen nun zumindest auch wieder, wie sich ein Sieg anfühlt: Am Dienstagabend absolvierten sie ein Testspiel gegen die U 19 des JFV Rehden – und gewannen mit 2:0. „Endlich mal“, sagt Artur Zimmermann schmunzelnd und fügt etwas ernster hinzu: „So etwas ist immer wichtig, wir haben auch vernünftig gespielt. Es hat sich gelohnt.“ Er selbst hat auch wichtige Erkenntnisse erhalten. „Wir haben ein bisschen anders gespielt vom System her. Aber das werde ich natürlich jetzt nicht verraten“, sagt er. Er sei „irgendwo nötig“ gewesen, etwas zu verändern. Und es sah gut aus.

Artur Zimmermann zeigt nicht im geringsten Anflüge von Hoffnungslosigkeit, er klingt optimistisch. Er sagt, die Mannschaft hab durch das Testspiel ein besseres Gefühl gekriegt und generell habe man neue Kräfte gesammelt. Die braucht es im Gastspiel bei den formstarken Dinklagern auch. Verzichten müssen die Steinfelder auf Claas Langhorst (Zerrung) und Norman Homa (dicker Knöchel).

Der neue Newsletter für Friesoythe. Immer am Donnerstag das Wichtigste aus der Eisenstadt in ihrem Postfach. So verpassen Sie nichts mehr.  Jetzt hier kostenlos anmelden

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Landesliga-Derby am Sonntag: Falke hätte nichts gegen eine TVD-Imitation - OM online