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Landesliga-Abstiegsrunde: Oythe und Dinklage kassieren einen Dämpfer

Der VfL Oythe startet mit einer Niederlage in Wilhelmshaven in die Abstiegsrunde. TV Dinklage lässt in Firrel Federn - und verliert seinen Keeper.

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Nächster Rückschlag: Oythes Jan Ostendorf. Foto: Schikora

Nächster Rückschlag: Oythes Jan Ostendorf. Foto: Schikora

Wilhelmshaven - Oythe 1:0: Sie hatten auf einen erfolgreichen Start in die Abstiegsrunde der Landesliga gehofft, eigentlich war ein Sieg sogar Pflicht, doch die Fußballer des VfL Oythe sind bei ihrer schweren Rettungsmission noch weiter ins Hintertreffen geraten. Der Tabellenletzte, der ohnehin mit dem Rücken zur Wand steht, verlor am Sonntagnachmittag beim WSC Frisia Wilhelmshaven mit 0:1 (0:0).

„Natürlich sind jetzt alle erst mal niedergeschlagen“, erklärte Oythes Trainer Daniel Roth nach dem herben Dämpfer im Jadestadion. Die Leistung seiner Mannschaft sei „wirklich gut“ gewesen, gab der VfL-Coach zu Protokoll, „aber wir belohnen uns leider nicht“. Roth vermisste die Kompromisslosigkeit im Abschluss – eine Feststellung, die es in dieser Saison nicht zum ersten Mal gab. Da mit TuRa Westrhauderfehn, Sparta Werlte und GW Firrel drei weitere Teams aus der Staffel A erfolgreich waren, ist Oythes Weg zum rettenden Ufer noch steiniger geworden. Der Rückstand auf einige Kontrahenten beträgt bereits sieben bis neun Punkte. „Noch ist alles machbar, wir geben garantiert nicht auf“, sagte Roth, dessen Team am kommenden Sonntag daheim auf Westrhauderfehn trifft.

Frisia Wilhelmshaven, das im März mit drei sieglosen Nachholspielen die Qualifikation für die Aufstiegsrunde noch aus den Händen gegeben hatte, freute sich derweil über „drei wichtige Punkte“ und hielt via Facebook-Post fest: „Um den Klassenerhalt geht's auch dreckig.“ Den Siegtreffer für die Gastgeber erzielte Max Weickert per Handelfmeter (65.). Roth monierte, dass Oythes Niklas Ellmann vor dem Handspiel „klar gefoult“ worden sei: „So einen Rempler kann man nicht übersehen.“ Ohnehin sei es ein giftiges Spiel mit vielen Nickeligkeiten gewesen. Es klang nach Abstiegskampf pur.

Es war kein guter Tag für Oythe

In der ersten Halbzeit hatte Oythe wenig zugelassen, im eigenen Offensivspiel die nötige Entschlossenheit aber auch vermissen lassen. Es gab zwei, drei gute Chancen. „An einem guten Tag führst du zur Pause mit 2:0“, sagte Roth. Es war aber kein guter Tag. Nach dem Seitenwechsel und dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Felix Schneppe (58.) setzte Oythe verstärkt auf Offensive, doch es sprang bei drei guten Möglichkeiten nichts Zählbares heraus.

Erste Pleite: Dinklages Bastian Dödtmann. Foto: SchikoraErste Pleite: Dinklages Bastian Dödtmann. Foto: Schikora

GW Firrel - TV Dinklage 2:1: Es sollte der zweite Sieg im zweiten Spiel in der Abstiegsrunde der Fußball-Landesliga werden. Doch der TV Dinklage hat am Sonntagnachmittag vieles vermissen lassen und mit 1:2 (1:0) bei GW Firrel verloren. „Aufgrund der zweiten Halbzeit ist die Niederlage verdient“, sagte TVD-Betreuer Michael Ostermann im Anschluss.

Dabei fanden die Gäste aus Dinklage zunächst gut in die Partie. Schon nach zehn Minuten traf Wilke Weßling per Freistoß aus 30 Metern ins Gehäuse von Firrel-Torwart Nikolai Schönbeich zum 1:0. Der Freistoß, der eigentlich eine Flanke sein sollte, segelte an Freund und Feind vorbei in die Maschen. Daraufhin hatte Dinklage zwei weitere Möglichkeiten, um gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Allerdings waren die Angriffsversuche zu harmlos. Nichtsdestotrotz hatte Dinklage ein wenig mehr vom Spiel. Firrel wusste sich nur mit Diagonalbällen zu helfen. Es ging mit einem 1:0 in die Pause.

Firrel schockt Dinklage in Hälfte zwei

In der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt aber schnell. Schon wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff glich Firrel durch Eike Thaden aus. Der Kapitän der Grün-Weißen stand bei einer Hereingabe am zweiten Pfosten goldrichtig und schob aus fünf Metern locker zum 1:1 ein (46.). In der Folge waren die Hausherren die bessere Mannschaft. Es dauerte nur ein paar Minuten, bis Firrel den Spielstand ganz drehte. Erst parierte TVD-Keeper Jan Rohe einen Fernschuss noch stark, doch den Abpraller zur Seite nutzte Thaden. Er traf aus wenigen Metern zum 2:1 und avancierte damit binnen acht Minuten zum Firreler Matchwinner.

Dinklage konnte sich nach dem Doppelschlag nicht erholen. Viele Ballverluste verhinderten den Spielaufbau. Und wenn der TVD mal einen guten Angriff aufzog, köpfte Firrels Innenverteidiger Tim Schouwer die Bälle regelmäßig aus dem Sechzehner. Generell sei in der zweiten Hälfte „nichts los gewesen“, so Ostermann: „Beide Mannschaften waren nicht gut und wir leider schlechter.“

Zu allem Überfluss musste Dinklage nach 79 Minuten seinen Torhüter Jan Rohe auswechseln. Er war zuvor mit einem Gegenspieler zusammengeprallt und klagte, nachdem er zunächst weitergespielt hatte, über Schwindel.

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