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La-Ola-Welle schließt das Wochenende ab

Der Volleyball-Zweitligist Oythe verliert am Samstag gegen Dingden – und feiert sonntags die beste Saisonleistung.

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Der Block steht in der Luft: Die Oytherinnen Jule Nuxoll (links) und Franka Poniewaz am Sonntag im Spiel gegen den VCO Berlin.  Foto: Schikora

Der Block steht in der Luft: Die Oytherinnen Jule Nuxoll (links) und Franka Poniewaz am Sonntag im Spiel gegen den VCO Berlin.  Foto: Schikora

Die Spielerinnen tanzten im Kreis, jubelten mit den Anhängern und posierten für ein Siegerfoto mit Trainer Zoran Nikolic. Volleyball-Zweitligist VfL Oythe hat am Sonntagnachmittag den VCO Berlin deutlich mit 3:0 geschlagen und feierte anschließend ausgelassen. Das hatte am Samstagabend noch ganz anders ausgesehen: Gegen BW Dingden kam der VfL Oythe mit 1:3 unter die Räder.

Doppelpack, Teil 1: Es war das Duell der Tabellennachbarn. Vor der Partie rangierte Oythe auf dem zehnten Rang, Dingden stand mit zwei mehr absolvierten Spielen auf Platz neun. Die Konstellation versprach Spannung. Oythe wollte sich für das 1:4 in der Vorbereitung revanchieren – schaffte es aber nicht. In der Halle am Antonianum hielten die VfL-Damen vor 145 Zuschauern im ersten Satz allerdings gut mit. Über 11:14 und 15:17 wurde es zum Satzende so richtig spannend; nach dem 21:22-Anschluss punktete Oythe aber nicht mehr und Dingden entschied den Durchgang mit 25:21 für sich.

Umgekehrte Verhältnisse dann im zweiten Satz: Oythe führte deutlich mit 14:9, Dingden glich beim 18:18 aus – doch das Nikolic-Team behielt die Nerven und gewann mit 25:21 den zweiten Satz. Dingden, das mit personellen Problemen zu kämpfen hatte, drehte den Spieß im dritten Satz um, führte durchgehend und stellte per 25:22 auf 2:1.

Schlechte Leistung "passiert jedem mal"

Im vierten Satz ließen die Gäste nichts mehr anbrennen und entschieden das Spiel durch ein 25:11 für sich. Oythes Trainer Zoran Nikolic sagte: „Ich war mit der Leistung im vierten Satz unzufrieden, da haben wir wie absolute Anfänger gespielt.“ Und weiter: „Das passiert aber jedem mal.“

Doppelpack, Teil 2: Nach dem 1:3 vom Samstag ging es etwas mehr als 21 Stunden später gegen den VCO Berlin weiter. Die Gäste aus Berlin waren ebenfalls bereits am Samstag im Einsatz. Beim SCU Emlichheim gab's eine 0:3-Packung.

Im Vergleich zum Dingden-Spiel zeigte Oythe von Beginn an ein komplett anderes Gesicht. Laute Beats aus dem Lautsprecher peitschten das Team nach vorn – und im ersten Satz ging es über 6:5, 14:10, 19:11 und 23:15 zum 25:16.

Erster Satzball sitzt direkt

Die Halle wurde lauter. Das lag aber auch an den 15 mitgereisten Berliner Fans, die eine verbesserte Leistung ihrer Mannschaft im zweiten Satz sahen. Oythe tat sich zu Beginn schwer. Berlin führte 10:7. Nach einer Auszeit sammelte sich das Nikolic-Team wieder. Nach dem 11:11 führte Oythe 14:13 und 18:14 und entschied den zweiten Satz mit 25:17 und dem ersten Satzball für sich.

Unter den Augen der Fußball-Landesliga-Mannschaft ging es mit einer 2:0-Führung in den dritten und letzten Satz. Oythe spielte sehr souverän und ließ sich auch von Rückständen (1:3, 11:13) nicht aus der Ruhe bringen. Über 14:13 und 22:22 endete der Satz schlussendlich 25:23 für den VfL Oythe.

Erster 3:0-Sieg in dieser Saison

Zoran Nikolic hatte nach der 1:3-Niederlage bei VC Essen am vorangegangenen Spieltag im Training vor allem am Service arbeiten lassen, nach dem dieser zu unpräzise war. Und das Training zahlte sich vor allem gegen Berlin aus. Die Aufschläge waren hart, genau und wurden taktisch wie besprochen ausgeführt, analysierte Nikolic. „Wir haben uns souverän und sehr stark präsentiert“, sagte er: „Das war das wahre Gesicht der Mannschaft.“ So tanzte das Team im Kreis, formierte sich als Einheit und feierte mit der La-Ola-Welle mit den Fans.

Es war der erste 3:0-Sieg für den VfL in dieser Saison – Big-Points für den Klassenerhalt. Oythe steht auf Rang neun und hat bei zwei Spielen mehr acht Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Der Coach: „Die Mannschaft hat zu 100 Prozent die Aufgabe erfüllt. Jetzt müssen wir am nächsten Wochenende weiter punkten.“ Dann schwappte wieder die La Ola durch die Antonianumhalle.

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