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Kristina Bröring-Sprehe genießt Rückkehr ins Turniergeschehen

Nach einer langen Pause bestritt die Dressurreiterin aus Dinklage in Vechta wieder einen Grand Prix.

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Starker Auftritt: Kristina Bröring-Sprehe und Saphira Royal belegten in Vechta Rang zwei. Foto: Lars Lewandowski

Starker Auftritt: Kristina Bröring-Sprehe und Saphira Royal belegten in Vechta Rang zwei. Foto: Lars Lewandowski

Auf den Applaus der Zuschauer musste sie noch verzichten, doch auch ohne Publikum genoss Kristina Bröring-Sprehe ihren coronakonformen Auftritt in der Vechtaer Auktionshalle in vollen Zügen. Kein Wunder, schließlich war es ihr erster echter Turniereinsatz seit mehr als einem halben Jahr. „Es hat echt Spaß gemacht. Ich musste aber auch mal wieder los“, berichtet sie gut gelaunt und ergänzt: „Ich bin froh, dass jetzt mal wieder etwas Turnierroutine reinkommt.“

Im Juni 2020 hatte die Team-Olympiasiegerin und Einzel-Bronzegewinnerin von Rio auf der heimischen Anlage in Herbergen ihren letzten Turniereinsatz absolviert. Ihr letzter Auswärtseinsatz lag sogar noch länger zurück: Anfang März 2020 startete sie in Herning in Dänemark – unmittelbar vor dem ersten Corona-Lockdown.

Jetzt feierte sie in Vechta ihr Comeback. Auf der 12-jährigen Stute Saphira Royal ritt sie im S***-Grand Prix ins Viereck. Am Ende belegte sie hier mit 74,133 Prozent Platz zwei hinter der gebürtigen Österreicherin Sandra Nuxoll aus Dinklage auf Hanami (74,800). „Damit war ich sehr gut zufrieden. Es war der erste Grand Prix überhaupt mit der Stute und es ging erst mal darum, auf Sicherheit zu reiten. Dafür war es echt gut“, berichtete die 34-Jährige: „Natürlich gibt es noch Luft nach oben. Sie muss noch ein bisschen Routine kriegen in den Aufgaben. Aber das ist eine ganz tolle Stute mit viel Potenzial.“

Saphira Royal befindet sich im Besitz der Russin Elena Knyaginicheva. „KBS“ reitet die Stute seit ungefähr einem halben Jahr. Vorher stand sie bei Bundestrainerin Monica Theodorescu, die auch Kristina Bröring-Sprehes Trainerin ist.

Olympia ist kein Thema, die Deutsche Meisterschaft schon

Ihr Top-Pferd ist Saphira Royal aber noch nicht. Diese Rolle hat nach wie vor Destiny inne – ein Nachfahre von Kristina Bröring-Sprehes einstigem Erfolgspferd Desperados, das am 14. Februar 2020 plötzlich gestorben war. „Destiny steht an erster Stelle. Und der ist auch richtig gut drauf“, berichtet die Dinklagerin. Wann sie mit ihm ins Turniergeschehen einsteigt, kann sie noch nicht sagen: „Wir haben noch keinen richtigen Plan, auch weil noch viele Turniere abgesagt wurden.“

Für den Start in Vechta hatte sich die junge Mutter kurzfristig entschieden, „weil's um die Ecke ist“. Jetzt freut sie sich, dass das Turniergeschehen langsam wieder Fahrt aufnimmt. Ihre anderthalbjährige Tochter Mila ist dabei kein Hindernis. „Wenn ich auf Turnieren übernachte, nehme ich sie mit und meine Mama auch. Und Christian und meine Schwiegermutter sind ja auch noch da“, berichtet sie.

Mittelfristiges Ziel ist die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften vom 3. bis zum 6. Juni in Balve. Ob mit Destiny oder mit Saphira Royal? „Ich hoffe, mit beiden“, antwortet Kristina Bröring-Sprehe lachend. Olympia in Tokio ist dagegen kein Thema: „Aus dem Kader bin ich aktuell raus, weil ich lange keine Turniere mehr geritten habe.“

Wie genau es weitergeht, steht noch nicht fest. Möglicherweise startet „KBS“ auf zwei von Kaspar Funke organisierten Turnieren in Vechta (3./4. April) und in Verden (7. - 9. Mai). Bis dahin trainiert sie. Mit Monica Theodorescu (Warendorf) und mit Jonny Hilberath (Scheeßel), die regelmäßig nach Herbergen kommen. „Manchmal fahre ich auch da hin“, sagt sie.

Die Rückkehr ins Turniergeschehen ist nun erst mal gelungen. Jetzt muss nur noch Corona verschwinden. Dann gibt's neben Prozentpunkten bestimmt auch bald wieder Applaus für Kristina Bröring-Sprehe.

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