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Kreispokal-Finale: Visbek schiebt Langförden die Favoritenrolle zu

Das Endspiel steigt am Donnerstag um 15.00 Uhr in Visbek. Bei OM-Online sprechen die beiden Trainer über ihre Ambitionen und Personalsorgen.

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Wiedersehen im Finale am Donnerstag: Visbeks Hendrik Detmers (links) gegen Langfördens Simon Stadtholte – hier eine Szene aus dem Kreisliga-Duell am 23. April. Foto: Schikora

Wiedersehen im Finale am Donnerstag: Visbeks Hendrik Detmers (links) gegen Langfördens Simon Stadtholte – hier eine Szene aus dem Kreisliga-Duell am 23. April. Foto: Schikora

Es ist eine Premiere – und auf die freut man sich bekanntlich. „So ein Highlight-Spiel hatten wir in den letzten Jahren nicht. Die Vorfreude ist riesig, alle sind heiß auf Donnerstag und können es kaum erwarten“, erklärt Andreas Marischen, Trainer des Fußball-Kreisligisten RW Visbek. Erstmals steht RWV im Finale um den Kreispokal – und der Gegner an Himmelfahrt ist Titelverteidiger BW Langförden. Anstoß in Visbek ist um 15.00 Uhr.

Beide Finalisten freuen sich auf eine „große Kulisse“, wie Marischen und sein Langfördener Amtskollege Peter Siemer unisono erklärten. „Ich hab' von vielen gehört, dass sie auf ihrer Vatertagstour in Visbek vorbeischauen wollen“, so Marischen. Und Siemer berichtete von „einigen Planwagen“ sowie einem „Fahrradkorso“ in Richtung Visbek. Beim Kreisliga-Hit Langförden - Damme am 1. Mai waren es 830 Zuschauer am Bomhof. Gut möglich, dass diese Marke wieder erreicht wird.

Rein sportlich hat das Finale auch einiges zu bieten. Langförden ist Tabellenzweiter in der Kreisliga, Visbek liegt auf Rang vier, hat noch zwei Spiele in der Hinterhand und ist demnach noch ein Kandidat für die Vizemeisterschaft hinter dem designierten Champion RW Damme. Klingt nach einem 50:50-Duell, oder? „Langförden ist klarer Favorit“, sagt Marischen. Als Begründung nennt er die Personalsorgen („Wir gehen auf dem Zahnfleisch“) und die letzten vier Duelle („Alle verloren – mit 7:17 Toren). Aber der RWV-Coach schickt sofort hinterher: „Es ist ein Finale, da ist alles möglich. Wir sind nicht chancenlos.“

Vor einem Monat siegte BW Langförden mit 5:1

Das letzte Kräftemessen ist gar nicht so lange her. Am 23. April siegte Langförden mit 5:1 in Visbek. RWV führte mit 1:0, kassierte dann kurz vor der Pause zwei Tore und lief nach dem Seitenwechsel nur hinterher. Anschließend gab's ein freies Wochenende, gefolgt von fünf Siegen binnen 15 Tagen, die bei den Rot-Weißen für eine breite Brust gesorgt haben.

Die enge Taktung forderte aber auch ihren Tribut. In Fabian Meyer, Dennis Jex, Steffen Bahrs und Marcel Brink sind vier Leistungsträger mehr oder weniger stark anschlagen. Dass alle vier spielen können, schließt Marischen aus. Dass alle vier ausfallen, glaubt er allerdings auch nicht. „Wir müssen abwarten“, sagt der Coach, der zwei, drei Spieler aus der 2. Herren in den Kader berufen wird.

Auf der Langfördener Ausfallliste stehen derweil die Namen von Steffen Grave, Henrik Grave, Maik Schmedes und Stammkeeper Henrik Asbrede. Immerhin: Markus Lüsse ist wieder eine Alternative. Im Tor steht Pokal-Keeper Silas Meyer, der nach Asbredes Verletzung (Muskelfaserriss) bereits die letzten vier Kreisliga-Spiele absolviert hat – „und das sehr gut“, wie Siemer betont.

BWL ist nach dem 0:1 in Langenberg voll auf den Pokal fixiert. „Wir spielen eine geile Saison, die wir jetzt mit einem Titel krönen wollen“, so Siemer. Eine erfolgreiche Titelverteidigung im Kreispokal gab's in diesem Jahrtausend nur einmal – und das, was Amasyaspor Lohne 2019 geschafft hat, will Langförden nun wiederholen. BWL setzt dabei auch auf die Erfahrung mit größeren Kulissen. Siemer denkt an das Pokal-Endspiel im Juli 2021 (650 Zuschauer) und das jüngste Liga-Topspiel gegen Damme. „Ich glaube, dass das schon ein Vorteil für uns ist“, sagt er.

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