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Kreis Vechta votiert für Saisonabbruch

Der Niedersächsische Fußball-Verband favorisiert eine Coronapause bis Mitte, Ende August und will die Runde danach zu Ende spielen. Noch in dieser Woche soll eine endgültige Entscheidung fallen.

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In der Warteschleife: Auch die Bezirksliga-Fußballer des SV Molbergen (links Michael Stjopkin) wissen derzeit nicht, wie es weitergeht. Archivfoto: Bettenstaedt

In der Warteschleife: Auch die Bezirksliga-Fußballer des SV Molbergen (links Michael Stjopkin) wissen derzeit nicht, wie es weitergeht. Archivfoto: Bettenstaedt

Die Diskussionen über die Fußball-Saison 2019/20 sind weiterhin in vollem Gange. Wie berichtet, erstellt der Niedersächsische Fußball-Verband (NFV) über seine 33 Kreise in diesen Tagen ein Meinungsbild bei den Vereinen. Am liebsten wäre es dem NFV, wenn die Spielzeit in allen Männer-, Frauen- und Jugendligen von der Oberliga an abwärts nach einer Coronapause bis Mitte, Ende August zu Ende gebracht wird. Idealerweise bis zum Ende des Jahres. Der NFV schließt jedoch auch nicht aus, dass 2020 gar keine Partien mehr ausgetragen werden können. In diesem Fall bestünde aber die Möglichkeit, die Runde vom Frühjahr 2021 bis Ende Mai abzuschließen.

Dass jedoch bei Weitem nicht jeder Verein von dieser Lösung überzeugt ist, zeigte sich auch bei einer Telefonkonferenz des benachbarten Kreises Vechta am Montagabend. Hier stimmten 15 Vereine gegen den NFV-Vorschlag und damit für den Abbruch beziehungsweise die Annulierung der Saison. Elf Klubs votierten für eine verlängerte Zwangspause und würden die Spielzeit wie der NFV ebenfalls gerne beenden.

Im Rahmen der Sitzung teilte der Fußbalkreis Vechta den Klubs einige Informationen mit. Zum Beispiel, dass die Wechselfrist in diesem Sommer ausgesetzt und ins nächste Jahr verschoben werden würde. Die sonst übliche automatische Freigabe für Spieler, die sechs Monate lang keine Pflichtpartie bestritten hätten, entfiele ebenfalls.

Im Jugendbereich würden die Kicker darüber hinaus in ihren jeweiligen Altersklassen verbleiben. Das hieße zum Beispiel, dass die Jahrgänge 2001/2002 bis Ende Juni 2021 in der A-Jugend auflaufen dürften. Zur Spielzeit 2021/2022 würden somit zwei Jahrgänge (2001 und 2002) in den Herrenbereich wechseln, damit es nicht dauerhaft zu einer Verschiebung käme.

Dass sich der NFV in einer abschließenden Vorstandssitzung Ende der Woche für die Fortsetzung der Saison im September entscheiden wird, gilt als gesichert. Auch deswegen, weil der einflussreiche Bayerische Fußball-Verband (BFV) – der größte Landesverband unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) – diese Lösung bevorzugt. Der Großteil seiner Vereine sieht das ähnlich. Bei der BFV-Abfrage stimmten 2178 Vereine (68,13 Prozent) dafür und 1019 (31,87 Prozent) dagegen. Insgesamt hatten sich 73,53 Prozent an der Abstimmung beteiligt.

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