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Kräftemessen mit dem besten Team der Liga

Basketball-Zweitligist Rasta Vechta gastiert am Sonntag beim Tabellenführer Science City Jena. Es ist der Abschluss der Hinrunde in der ProA.

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Den Korb im Blick: Rastas Center Robin Lodders (links) gegen Itzehoes Chris Hooper. Am Sonntag geht's nach Jena. Dort spielte Lodders in der vergangenen Saison. Foto: Schikora

Den Korb im Blick: Rastas Center Robin Lodders (links) gegen Itzehoes Chris Hooper. Am Sonntag geht's nach Jena. Dort spielte Lodders in der vergangenen Saison. Foto: Schikora

Es ist das letzte Spiel der Hinrunde und das erste Spiel im neuen Jahr – und es ist eine verdammt schwere Aufgabe: Die Basketballer von Rasta Vechta treten am Sonntag (2. Januar) um 16.30 Uhr bei Science City Jena an, also beim Tabellenführer der 2. Bundesliga ProA. Nachfolgend alles Wichtige zum Duell der beiden ehemaligen Erstligisten.

Die Form bei Rasta: 90:80 in Ehingen, 91:86 gegen die Artland Dragons, 103:80 gegen Itzehoe – die jüngsten Leistungen waren durchwachsen, aber es reichte, um das Schlusstrio zu schlagen. Dreimal war das zweite Viertel schwach, was ohne Folgen blieb. Klar ist: In Jena muss eine Steigerung her, Rasta braucht mehr Konstanz auf höherem Niveau. „Ich möchte gerne sehen, wie sich die Mannschaft gegen das aus meiner Sicht beste Team der Liga schlägt“, sagt Rastas Coach Vladimir Lucic und ergänzt: „Wir brauchen weiter Geduld, es braucht Zeit.“

Die Qual der Wahl: Nach der Verpflichtung des Ex-Heidelbergers Sa'eed Nelson hat Rasta nun 13 gesunde Profis im Kader (plus A.J. Turner), aber nur zwölf können eingesetzt werden. Lucic hat die keineswegs leichte Aufgabe, dieses Überangebot zu moderieren – ein Luxusproblem. Gegen Itzehoe setzte Lucic alle Spieler ein, fand aber erst Mitte des dritten Viertels die richtige Formation bzw. Rotation. In Zahlen: Im zweiten Viertel gab's zehn Spielerwechsel, in der gesamten zweiten Halbzeit nur neun. „Es ging im ganzen Spiel immer wieder darum, die fünf für den Moment besten Spieler auf dem Feld zu haben“, sagte er später. Preston Purifoy hatte bereits zuvor festgehalten: „Wir müssen verstehen, dass die Tiefe der Bank unsere Stärke ist.“

Bereit für die nächste Aufgabe: Von links Tajuan Agee, Josh Young, Joel Aminu, Jannes Hundt (verdeckt) und Devin Searcy. Foto: SchikoraBereit für die nächste Aufgabe: Von links Tajuan Agee, Josh Young, Joel Aminu, Jannes Hundt (verdeckt) und Devin Searcy. Foto: Schikora

Die doppelte Rückkehr: Rastas Robin Lodders und Joschka Ferner wechselten im Sommer von der Saale an den Moorbach und kehren nun also in die Sparkassen-Arena zurück. Lodders spielte nur eine Saison in Jena (31 Spiele, 12,2 Punkte im Schnitt), bei Ferner waren es zwei ProA-Serien (37 Spiele/4,4). Ferner war zuletzt bei Rasta zweimal nur Zuschauer (gegen Dragons ohne Einsatz, gegen Itzehoe nicht im Kader). Er hofft natürlich, dass seine persönliche Durststrecke in Jena endet.

Der Gegner: Für Jena ist es die dritte ProA-Serie nach dem BBL-Abstieg 2019. Der Umbruch mit zehn Abgängen, sieben Neuzugängen und einem neuen Trainer (Domenik Reinboth aus Ehingen) hat bislang tadellos funktioniert. Zwölf von 14 Spielen wurden gewonnen, der ProA-Meister von 2016 (im Finale gegen Rasta) verlor nur gegen Bremerhaven (84:89) und am Tag vor Weihnachten in Rostock (81:94). Platz eins holte man sich am Montag durch das 98:85 im Spitzenspiel gegen Tübingen zurück. Topscorer des Teams sind der 37 Jahre alte Ex-BBL-Routinier Brandon Thomas und Julius Wolf, der in seiner inzwischen neunten Jena-Saison ebenso wie Thomas auf starke 15,1 Punkte pro Spiel kommt. Es folgen Alex Herrera (12,2) und Rayshawn Simmons (11,7). Letzterer ist mit 8,1 Assists pro Spiel auch der zweitbeste Passgeber der Liga nach Schwenningens David Cohn (10,0).

Der direkte Vergleich: Rasta und Jena stehen sich zum 13. Mal in einem Liga-Spiel gegenüber. Mit Blick auf die acht Partien in der ProA führen die Thüringer mit 6:2, die Bilanz in der BBL ist dagegen ausgeglichen (2:2). Bei den sechs Gastspielen in Jena gelang Rasta nur ein Sieg – und das kurioserweise exakt auf den Tag genau vor drei Jahren (2. Januar 2019), als die drei Topscorer Seth Hinrichs, T.J. Bray und Austin Hollins hießen.

Die XXL-Sperre: Clint Chapman, der zwei Monate nach Rastas einzigem Sieg in Jena in Vechta anheuerte und 13 BBL-Spiele für Rasta absolvierte, verpasst das Duell mit seinem Ex-Klub. Der Center war Mitte November nach seiner Kopfstoß-Attacke gegen Karlsruhes Matt Freeman für zwölf Spiele gesperrt worden. Die Rasta-Partie ist Match Nummer fünf, das der 32-Jährige verpasst.

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