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Kommando zurück: Keine Fans im Rasta-Dome

Für alle Sportler im Kreis Vechta heißt es ab Samstag: Spiele ja – aber ohne Zuschauer. Das Fußball-Derby VfL Oythe - GW Mühlen fällt ganz aus.

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Stimmung im Vechtaer Rasta-Dome: Das wird es vorerst nicht mehr geben. Die Fans müssen draußen bleiben. Foto: Becker

Stimmung im Vechtaer Rasta-Dome: Das wird es vorerst nicht mehr geben. Die Fans müssen draußen bleiben. Foto: Becker

Die Freude währte nur einen Tag. Noch am Mittwochmorgen hatte Basketball-Bundesligist Rasta Vechta voller Stolz die Rückkehr der Fans in den Rasta-Dome verkündet. Doch schon am Donnerstag folgte die Kehrtwende: Das BBL-Pokalspiel am Samstag (18.00 Uhr) gegen die Gießen 46ers wird nun doch zum Geisterspiel. Statt wie geplant 500 Fans in die Halle zu lassen, findet das Spiel nun auf Anordnung der lokalen Behörden ohne Zuschauer statt.

Am Donnerstagmittag hatte sich der Landkreis Vechta zu einer Besprechung zur Infektionslage getroffen. Anschließend wurde Rastas Klubchef Stefan Niemeyer über die neue Entwicklung in Kenntnis gesetzt. „Aufgrund der aktuell steigenden Inzidenzzahl für den Landkreis Vechta (…) werden für die Sportveranstaltung von Rasta Vechta Zuschauerinnen und Zuschauer nicht zugelassen“, heißt es in der Benachrichtigung an den Klub. Rechtsgrundlage hierfür ist Paragraph 18 der Niedersächsischen Corona-Verordnung. Danach kann der Landkreis Vechta als örtlich zuständige Behörde weitergehende Anordnungen treffen, soweit dies im Interesse des Gesundheitsschutzes zwingend erforderlich ist.

Ob auch Rastas weitere Pokalspiele gegen die BG Göttingen (24. Oktober) und die Frankfurt Skyliners (25. Oktober) davon betroffen sind, ist noch offen. Angesichts der Infektionszahlen ist davon aber auszugehen. Die Entscheidung, 500 Fans zuzulassen, hatte in den sozialen Medien zuvor zahlreiche kritische Reaktionen hervorgerufen.

Selbst Eltern dürfen ihren Kindern nicht beim Spiel oder beim Training zugucken

Am späten Nachmittag kam die neue Allgemeinverfügung vom Landkreis Vechta. Darin wurde auch generell festgehalten, dass alle Sportveranstaltungen ab diesem Samstag ohne Zuschauer stattfinden müssen. Das heißt im konkreten Fall etwa für die VEC-Fußballvereine, dass ihre Spiele in allen Klassen sowohl bei Herren, Damen und Junioren als Geisterspiele stattfinden müssen. Selbst Eltern dürfen ihren Kindern nicht beim Spiel oder beim Training zugucken.

Sigi Lammers, der Kreisspielausschussvorsitzende im Fußball-Kreis Vechta, sah diesen Schritt angesichts der Entwicklung der Kennzahlen vor Ort als zwangsläufig an. Lammers wollte die heimischen Vereine offiziell über das DFB-Postfach informieren, damit sie die Vorgaben umsetzen. Als Staffelleiter der Bezirksliga IV wird er auch auswärtige Klubs benachrichtigen.

Das Landesliga-Derby VfL Oythe gegen GW Mühlen wurde am Donnerstagabend wegen eines Corona- sowie mehrerer Verdachtsfälle in einer Oyther Herrenmannschaft ganz abgesagt – so wie alle Spiele am Wochenende mit Oyther Beteiligung.

Bei den Zuschauerzahlen hatte es bisher lediglich Begrenzungen gegeben. Lammers sieht den Landkreis als einzige entscheidungsberechtigte Instanz. Man werde als Fachverband keine eigenen Schritte verfügen. Lammers könnte sich auch weitergehende Anordnungen vorstellen und hält fest: „Wir haben eine besondere Verantwortung gegenüber den Sportlern.“

Ein Geisterspiel hatte es am vergangenen Samstag schon beim Volleyball-Zweitligisten VfL Oythe gegen DSHS Köln (2:3) gegeben, als der Volleyball-Dachverband eingeschritten war. Auch der Landkreis Cloppenburg erließ am Donnerstag ein generelles Zuschauerverbot für alle sportlichen Veranstaltungen.

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