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„Klein, aber fein“: BW Lohne ist bereit fürs Spitzenspiel

Staffelmeister gegen Staffelmeister: Auf den Fußball-Oberligisten wartet eine schwere Aufgabe. Einige Spieler fehlen noch, aber die Vorfreude ist riesig.

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Gut abgeschirmt: BW Lohnes Aaron Goldmann (rechts) im Spiel gegen Lupo-Martini Wolfsburg. Foto: Schikora

Gut abgeschirmt: BW Lohnes Aaron Goldmann (rechts) im Spiel gegen Lupo-Martini Wolfsburg. Foto: Schikora

Staffelmeister gegen Staffelmeister, der Erste der Oberliga-Meisterrunde trifft den Zweiten. Mehr geht nicht. Die Fußballer von BW Lohne stehen vor einem absoluten Topspiel beim punktgleichen Primus 1. FC Germania Egestorf-Langreder. Am Sonntag um 15.00 Uhr beginnt im Stadion an der Ammerke in Barsinghausen der Kampf um die beste Ausgangslage im Rennen um den Regionalliga-Aufstieg.

BWL strotzt eine Woche nach dem verspäteten, aber erfolgreichen Start gegen Lupo-Martini Wolfsburg (1:0) vor Vorfreude. „Wir haben Lust darauf, die Jungs freuen sich“, berichtet Lohnes Trainer Henning Rießelmann. Er verspüre auch „überhaupt keinen Druck“ und „wenig Nervosität“, sondern vielmehr den Spaß an der bevorstehenden Aufgabe und die Lust, sie in Form eines Auswärtssieges zu meistern.

An der zuletzt corona- und verletzungsbedingt angespannten Personallage werde sich nicht viel ändern. „Wir haben einen kleinen, aber feinen Kader“, sagt der Coach. Man werde mit 14 oder 15 Feldspielern plus Ersatztorwart anreisen. „Das reicht mir aber auch, da kommen wir gut mit klar“, betont Rießelmann. In den nächsten Wochen sei auch nicht mit der Rückkehr vieler Akteure zu rechnen. Kai Westerhoff (Achillessehnenreizung), Lennard Prüne (Muskelbündelriss), Nico Gill (Innenbandriss) und Niklas Oswald (Schambeinentzündung) stehen weiterhin nicht zur Verfügung.

Egestorf-Coach erkennt unterschiedliche Philosophien

Die Gastgeber ereilte zuletzt das Schicksal, das bei Lohne am ersten Spieltag zur Absage der Partie bei FT Braunschweig geführt hatte: Es gab mehrere Corona-Fälle im Team, denen das Auswärtsspiel beim Heeslinger SC am vergangenen Wochenende zum Opfer fiel. Nach und nach kehrten nun einige Spieler zurück. Daher sagte Egestorfs Trainer Paul Nieber am Donnerstag auf einer Pressekonferenz, er sei zuversichtlich, „dass wir eine Mannschaft auf den Platz bringen werden, die uns dann die drei Punkte gegen Lohne wiederholt“. Das Wort „wiederholt“ wählte er, weil Germania zum Auftakt mit 0:1 gegen Kickers Emden verloren hatte.

Zum anstehenden Vergleich mit BW Lohne sagte Nieber: „Ich glaube, dass sich die Philosophie der Vereine grundlegend unterscheidet. Nämlich, dass wir grundsätzlich auf Jungs aus dem eigenen Nachwuchs setzen und mit wenig externen Spielern arbeiten, während Lohne, glaube ich, in den letzten zwei Jahren ungefähr 19 Spieler verpflichtet hat.“ BWL habe sich „ordentlich Oberliga- und Regionalliga-Erfahrung in den Kader geholt, während wir natürlich versuchen, unsere Mannschaft weiterzuentwickeln“.

Eine Spitze Richtung Lohne? Rießelmann wiegelt ab: „So ganz unrecht hat er ja auch gar nicht. Ich habe ja schon, seitdem ich da bin, einige Spieler geholt, um ein neues Gerüst aufzubauen, eine komplett neue Mannschaft aufzubauen. Das dauert auch mal zwei, drei Transferperioden. Ich glaube, dass das alles Hand und Fuß hat, was wir da machen.“ Egestorf habe zwar viele „gute Jungs“ aus dem JFV Calenberger Land, aber auch Spieler aus Hannover, Havelse oder Regensburg. Rießelmann: „Da bedienen sie sich auch schon drumherum – aber darum geht's am Ende auch nicht.“

Lieber verweist Rießelmann darauf, dass Egestorf eine „hohe Hürde“ sei. Er erwartet ein „sehr enges Spiel“, in dem aufgrund der Abwehrstärke beider Mannschaften vermutlich nicht viele Tore fallen würden. Die Egestorfer Stärken würden eher im körperlichen als im technischen Bereich liegen, wobei in der Offensive um Toptorjäger Jos Homeier noch viel Tempo hinzukomme. Rießelmann erklärt: „Sie haben einfach ein sehr, sehr schnelles und gutes Umschaltspiel und warten auf Fehler vom Gegner. Sie spielen auch viel mit langen Bällen.“ Viele Fehler leistete sich BWL gegen Wolfsburg nicht – aber mit dem spielerischen Auftritt war man noch nicht vollends zufrieden. Im Staffelmeister-Duell soll es in der Hinsicht eine Steigerung geben.

Info: Der Fanbus fährt um 11.45 Uhr am Stadion ab. Die Mitfahrt kann bei Schomaker Reisen gebucht werden. Es gilt die 2G-Regel (keine Maske).

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