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Klassenerhalt geschafft: VfL Oythe atmet tief durch

Mit einem 5:0-Sieg gegen Germania Leer beseitigt der Fußball-Landesligist die letzten Zweifel. Trainer Daniel Roth sagt danach: „Die Erleichterung ist riesengroß.“

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Gute Laune nach dem Treffer: Oythes Süleyman Odabasi dreht nach seinem Tor zum 4:0 gegen Leer jubelnd ab. Foto: Schikora

Gute Laune nach dem Treffer: Oythes Süleyman Odabasi dreht nach seinem Tor zum 4:0 gegen Leer jubelnd ab. Foto: Schikora

Als die starke Aufholjagd ein würdiges Ende gefunden hatte, musste Daniel Roth nur noch eins erledigen: Der Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Oythe schickte sein Team mit einem Party-Befehl in die Freibier-Zone vor der Tribüne an der Hasenweide. „Die Erleichterung ist riesengroß“, sagte Roth nach dem 5:0 (2:0)-Sieg gegen Germania Leer am letzten Spieltag der Abstiegsrunde. Oythe hat den Klassenerhalt geschafft und geht nach der Sommerpause in seine 18. Saison im Weser-Ems-Oberhaus – Anfang April war dieses Happy End noch meilenweit weg, daher atmeten am Sonntag alle tief durch.

In einer enttäuschenden Serie, in der der Rückzug der zweiten Mannschaft aus der Bezirksliga einen Imageschaden für den Verein verursacht und Oythe III gleich mitgerissen hatte, wurde zumindest der Super-GAU, der Dreifach-Abstieg im Jubiläumsjahr, verhindert. „Uns fällt ein sehr großer Stein vom Herzen“, meinte Roth und sprach damit allen aus der Seele.

Und so konnte sich die VfL-Crew nach ihrer letzten Etappe der Wende zum Guten ganz entspannt der kleinen Verabschiedungszeremonie widmen. Fünf Spieler wurden verabschiedet – angeführt von Marcel Hesselmann, der nach acht Jahren und 188 Liga-Spielen geht. Roth wollte den Innenverteidiger in den Schlussminuten auswechseln, um ihm einen Abgang unter dem Applaus der über 300 Zuschauer zu gönnen. Doch in den letzten drei Minuten gab's keine Spielunterbrechung mehr, und auf eine Nachspielzeit verzichtete Referee Jens Kampling. „Schade, kann ja nicht alles klappen“, sagte Roth mit einem Schmunzeln.

Oythe holte in der Abstiegsrunde 20 Punkte

Was allerdings geklappt hat, formulierte der Coach so: „Kalle hat sich ein entspanntes letztes Spiel gewünscht.“ Gemeint ist Torwarttrainer-Ikone Kalle Egbers (75), der seit 2005 mit Leib und Seele dabei war. Betreuer-Denkmal Werner Mucker (70) blickt sogar auf 26 Jahre im VfL-I-Team zurück – auch er wurde wie Egbers verabschiedet.

Die Geschichte der letzten 90 Minuten der Saison ist schnell erzählt. Im ersten Heimspiel an der Hasenweide seit sieben Monaten dominierte Oythe nach Belieben. Germania Leer, nach turbulenten Wochen im Krisenmodus bereits abgestiegen und nur mit 13 Spielern angereist, war nur ein Spielball für engagierte Gastgeber. „Hut ab, dass Leer gekommen ist und es nicht wie Firrel gemacht hat“, so Roth. Firrel war zum letzten Spiel in Voxtrup nicht angetreten. Leer gab sich diese Blöße nicht.

Die Tore für Oythe erzielten Felix Schneppe (5.), Jonas Suffner (16.), Marcel Hesselmann per Foulelfmeter (60.) und Süleyman Odabasi (77.). Hinzu kam ein Eigentor von Leers Lukas-Eltjo Koets (80.), der einen scharfen Schneppe-Querpass ebenso über die Linie drückte wie zuvor Odabasi beim 4:0. Die Vorlagen für die ersten drei Treffer gingen derweil auf das Assist-Konto von Lennart Feldhus. Mit dem 0:5 war Leer am Ende gut bedient, denn Oythe hatte noch weitere gute Chancen für Suffner (12.), Feldhus (32., Latte/44.), Schneppe (34.) und Odabasi (52./73.). Zudem lief Oythe ein Dutzend Mal ins Abseits. Am Ende galt aber: Schwamm drüber.

Roth hielt abschließend fest: „Die Mannschaft hat in der Abstiegsrunde viele Nackenschläge weggesteckt und ist immer positiv geblieben. Sie hat sich da selbst rausgezogen.“ Die Oyther verbuchten in der Abstiegsrunde sechs Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Unter dem Strich waren es also 20 Punkte für die Rettung. Nur Bad Rothenfelde, Frisia Wilhelmshaven (je 22) und der VfR Voxtrup (21) sammelten in der Abstiegsrunde mehr Zähler als Oythe. Keine Frage: Hesselmann und Co. hatten sich den finalen Gang in die Freibier-Zone verdient.

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