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Kein Verfolger für den Katar-Memory-Meister in Sicht

Kolumne: Kopfball zum großen Kick – Thema: Bundesliga ohne Herbstmeister.

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Das war‘s mit der Bundesliga im Jahr 2022. Einen Herbst- oder Halbzeitmeister gibt‘s nicht, das lässt Katar nicht zu. Diese theoretisch noch offene Entscheidung fällt erst nach der Winterpause, Ende Januar stehen ja noch zwei Hinrundenspieltage an. Wie den Spitzenreiter nun nennen? Vielleicht Katar-Memory-Meister 2022? Würde dem Ärmelsponsor von Bayern München gefallen. Leon Goretzka eher nicht, denn der couragierte Nationalspieler wünscht sich in der ZDF-Doku „Geheimsache Katar“ keine Verlängerung des 2023 auslaufenden Vertrages – im Sinne des Vereins und der Fans. Müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn der FC Bayern die 25 Millionen nicht von einem anderen Ärmelsponsor bekommen könnte. Und die Bosse geraten nicht in Gefahr, bei der Rückkehr aus dem Wintertrainingslager mit geschenkten Rolex-Uhren vom Zoll geschnappt zu werden. Wie einst Kalle Rummenigge.

Unter einem Katarrh leidet da eher Dortmund. Die kränkelnde Borussia hustet, keucht und fleucht durch die Liga. Boss Aki Watzke sackte mal wieder in seiner Loge zusammen. Nach der Niederlage in Wolfsburg und vor der Niederlage in Gladbach bat er um Geduld für die umgebaute Mannschaft. Mal was anderes, sonst beklagt er immer den finanziellen Nachteil gegenüber Krösus München. Dabei hat Dortmunds Kader nach der Transfer-Offensive im Sommer einen Marktwert von 508 Millionen Euro – da leisten Union Berlin, der SC Freiburg und Eintracht Frankfurt mit viel weniger viel mehr. Der für sein Leiden mit 2,2 Millionen Euro pro Jahr fürstlich entlohnte BVB-Boss redet schön, bewirkt wenig. Genauso wie der ewig griesgrämige Dauerberater Matthias Sammer.

Den einzigen Titel im letzten Jahrzehnt holte Trainer Edin Terzic nach dem einmaligen Lauf zum Pokalsieg 2021. Ein Neuanfang aus Nostalgie-Gründen bietet aber keine Erfolgsgarantie. Es heißt, er mache Spieler wie Moukoko und Brandt, die gerade spektakulär treffen, um einiges besser. Aber nahezu alle anderen nicht. Ein Nico Schlotterbeck ist nur ein Schatten seiner Performance beim SC Freiburg. Wie Dortmunds Abwehrrecken Süle, Schlotterbeck und Hummels von Gladbachs Angreifern zerpflückt wurden: Da müssten wir sogar Verständnis haben, wenn Hansi Flick weniger als zwei der drei für die WM nominiert hätte.

„Ausgerechnet Rose verleiht den Roten Bullen jetzt Flügel! Franz-Josef Schlömer

Vor einem Jahr mit Trainer Marco Rose stand Dortmund besser da. Ausgerechnet mit Rose, der beim BVB und seinen Fans nie richtig ankam, weil sein beliebter Vorgänger und Nachfolger Terzic als Technischer Direktor auf der Tribüne geparkt wurde. Ausgerechnet Rose, als gebürtiger Leipziger von den Leipzigern geliebt, verleiht den Roten Bullen jetzt Flügel. Mitte September gekommen, führte er das Team von Platz elf in die Champions-League-Ränge, souverän sein siebter Sieg in Bremen. Jetzt Bayern-Verfolger.

Aber ernsthafte Verfolger von Bayern München? Wer Jamal Musiala zaubern sieht, der kann darüber nur lächeln.

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