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Kein Sponsor mehr: Lutten kehrt der TT-Oberliga den Rücken

Der Spitzenspieler kann nicht mehr finanziert werden. Die Akteure suchen sich neue Vereine. Kapitän Jan Vodde verkündet ein Ziel fürs Saisonende.

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Vor den Abschiedsvorstellungen: Luttens Topspieler Agnius Kacerauskas (links) und Julian Nordiek, hier beim letzten Oberliga-Heimspiel am 23. Januar gegen den TSV Algesdorf (4:6). Foto: Schikora

Vor den Abschiedsvorstellungen: Luttens Topspieler Agnius Kacerauskas (links) und Julian Nordiek, hier beim letzten Oberliga-Heimspiel am 23. Januar gegen den TSV Algesdorf (4:6). Foto: Schikora

Das Kapitel Tischtennis-Oberliga wird für den TuS Lutten Ende April mit dem Abschluss dieser Saison beendet sein. Kapitän Jan Vodde bestätigte, dass infolge eines künftig fehlenden Sponsors der Rückzug beschlossen worden sei. Die vier Spieler werden sich neue Klubs suchen. Die Akteure aus der eigenen Zweiten, die zurzeit Spitzenreiter in der 1. Bezirksklasse ist, rücken in die Erste auf; zur Serie 2022/23 wäre ein Start in der Bezirksliga denkbar.

Jan Vodde bedauert die Entwicklung, sie sei aber unvermeidbar gewesen. „Der Sponsor kann und will nicht mehr“, sagt der Dinklager, der selbst seit 2016 beim TuS spielt und viel Herzblut und Arbeit in den Verein gesteckt hat. Schon im vergangenen Jahr habe es die Sponsordiskussion gegeben, jetzt sei ein Schlussstrich gezogen worden. Alternative Lösungen mit einem möglichen anderen lokalen Sponsor seien mit einem hohen Aufwand verbunden, da sei er als Nicht-Lutter auch zu weit weg, erklärt Jan Vodde.

Geld braucht der TuS Lutten alleine für seinen litauischen Topspieler Agnius Kacerauskas; der Student wird für die Partien aus seiner Heimat eingeflogen. „Wir anderen Spieler bekommen kein Geld, aber das ist absolut in Ordnung für uns“, sagt Jan Vodde. Lutten braucht die Siege von Agnius Kacerauskas, der einst durch seinen früher beim TuS aktiven Vater Audrius den Weg nach Lutten fand, für den Klassenerhalt in der Oberliga. Dort spielt der Klub inzwischen in der vierten Saison. Zuvor hatte die Mannschaft mit Serienaufstiegen einen Marsch durch die Staffeln von der 2. Bezirksklasse bis zur Oberliga gestartet. Vodde, der früher schon beim einstigen Regionalligisten BW Langförden aktiv war, stellt resümierend fest: „Lutten hat im Tischtennis einen großen Standortnachteil.“

Vorgabe für den Saison-Endspurt: Jan Vodde. Foto: SchikoraVorgabe für den Saison-Endspurt: Jan Vodde. Foto: Schikora

Der Mannschaftsführer hofft, dass Agnius Kacerauskas einen neuen Klub in der Regionalliga findet, denn auch in dieser Klasse könne er problemlos spielen. Kristof Sek wird vermutlich in seinem Heimatkreis Cloppenburg unterkommen. Der Langfördener Julian Nordiek schließt sich dem TV Dinklage an, der als Landesligist künftig die neue Nummer eins im VEC-Tischtennis sein wird. Jan Voddes Ziel ist noch unbekannt, einige Anfragen würden vorliegen. Nach der intensiven Zeit in Lutten schließt er aber auch eine Tischtennis-Pause nicht aus.

Gleichwohl will die Mannschaft alles daran setzen, in den verbleibenden sieben Spielen zumindest den sportlichen Klassenerhalt zu schaffen. „Wir werden um jeden Ball kämpfen“, verspricht Jan Vodde. Am Wochenende steht ein Doppeleinsatz beim Tabellennachbarn TV Hude (Samstag, 16.00 Uhr) sowie daheim gegen Schlusslicht SC Hemmingen (Sonntag, 13.00 Uhr) bevor. Julian Nordiek verzichtet freiwillig, um Thuong Nguyen aus der Zweiten Oberliga-Praxis zu verschaffen.

Allerdings steht die Heimpartie auf der Kippe, da die Gäste drei Corona-Fälle haben. Falls gespielt wird, würde Hemmingen mit einigen Akteuren aus der Reserve kommen. Hemmingen ist mit 0:22 Punkten designierter dritter Absteiger nach dem RSV Braunschweig (Rückzug im Januar) und Lutten, das auf Relegationsplatz acht rangiert.

Vorfreude auf das Duell beim TV Hude

Der erste Gegner Hude, direkt vor dem TuS platziert, tritt wieder mit dem ehemaligen Langfördener Defensivkünstler Peter Igel an. Bei den Gastgebern hängt viel an der Form von Agnius Kacerauskas – und auch daran, ob bei Hude der Ire Ryan Farrell einfliegt; falls nicht, stehen genügend gute Spieler aus der Reserve zur Verfügung. „Wir freuen uns darauf, weil Hude eine sehr sympathische Mannschaft ist“, sagt Jan Vodde. Zudem steht man sich letztmals in dieser Konstellation gegenüber.

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