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(K)ein Landesliga-Comeback für den BV Cloppenburg

Fußball: Nach der Annullierung der Saison 2020/21 gibt es eigentlich keine Absteiger. Der insolvente BVC wird in dieser Spielklasse dennoch nicht mehr auflaufen.

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Torjubel im BVC-Trikot: Zumindest in der Landesliga wird es derlei Szenen auch in der kommenden Saison nicht geben. Foto: Wulfers

Torjubel im BVC-Trikot: Zumindest in der Landesliga wird es derlei Szenen auch in der kommenden Saison nicht geben. Foto: Wulfers

Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) folgte diversen anderen Landesverbänden und beendete in allen Spiel- und Altersklassen die Saison 2020/21. Alle bisher ausgetragenen Begegnungen werden annulliert, Auf- und Absteiger gibt es nicht. Stellt sich die Frage:Sollte der in einem Insolvenzverfahren befindliche BV Cloppenburg tatsächlich weiter bestehen, wäre dann ein erneuter Start in der kommenden Serie in der Landesliga denkbar? Zu Saisonbeginn trat der BVC an 3 Spieltagen in der Landesliga nicht an und stand somit als erster Absteiger fest. Somit wäre nach der Annullierung der Spielzeit diese Maßnahme hinfällig.

Diese These, mit der ein eingefleischter BVC-Fan in der Sportredaktion vorstellig wurde, überraschte selbst Stefan Brinker, Staffelleiter der Landesliga. Der Vorsitzende des Bezirks-Spielausschusses machte aber nach kurzem Überlegen deutlich, dass diesem Ansinnen keinerlei Erfolgschancen eingeräumt werden können. "Wie in einem solchen Fall zu verfahren ist, ist in der Spielordnung des NFV klar geregelt." Dort heißt es in §34: Als Absteiger zählen in der laufenden Spielserie zurückgezogene oder wegen Nichtantretens ausgeschiedene Mannschaften. Im Falle der Meldung zur neuen Spielserie werden diese Mannschaften der untersten Spielklasse zugeordnet.

Bedeutet: Von dem Grundsatz des Nichtabstiegs wird bei dreimaligem Nichtantreten abgewichen. Diese Mannschaften müssen bei erneuter Meldung in der untersten Spielklasse starten. Somit wird‘s nichts mit einem BVC-Comeback in der Landesliga, so dass der Klub, sollte er denn weiter bestehen, in der 3. Kreisklasse an den Start gehen müsste.

"So können wir flexibel reagieren."Stefan Brinker, Landesliga-Staffelleiter

Derweil hat Brinker die groben Rahmenbedingungen für die kommende Saison in der Landesliga festgezurrt.
19 Mannschaften gilt es zu berücksichtigen. Von dem Plan sie, wie vor Corona üblich, in einer Staffel mit dann 36 Saisonpartien spielen zu lassen, wich der Spielausschuss ab. Brinker: "Eine normale Saison mit
36 Spielen wäre, Stand jetzt, zu riskant. Natürlich wollen wir den Vereinen die Möglichkeit geben, so oft wie möglich zu spielen. Aber wir müssen abwarten, wohin die Reise geht. Corona wird auch zu Beginn der neuen Saison nicht aus der Welt sein. Wir werden vermutlich immer damit rechnen müssen, dass es Quarantäne-Fälle geben wird."

Folglich wird die Landesliga wieder in zwei Staffel aufgeteilt (siehe Faktenkasten). Zunächst ist eine Runde mit Hin- und Rückspielen geplant, daran schließt sich eine Auf- und Abstiegsrunde an. Stefan Brinker: "So können wir flexibel reagieren."


Fakten:

Zusammensetzung der Landesliga in der kommenden Saison:

  • Staffel I (9 Mannschaften): Frisia Wilhelmshaven, BW Papenburg, VfL Wildeshausen, Hansa Friesoythe, Sparta Werlte, Tura Westrhauderfehn, Germania Leer, SV Bevern, GW Firrel.
  • Staffel II (10 Mannschaften): SV Holthausen-Biene, SC Melle, Falke Steinfeld, TV Dinklage, VfR Voxtrup, VfL Oythe, FC Schüttorf, GW Mühlen, SV Bad Rothenfelde, Union Lohne.

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