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Kapitän Harms rettet TVC-Handballern einen Punkt

Cloppenburgs Drittligist schafft gegen die Ahlener SG ein 36:36 (17:21). Siebenmeter mit der letzten Aktion des  Spiels verwandelt.

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Riesenfreude bei den TVC-Handballern nach Punktgewinn gegen Ahlen. Die Partie endete 36:36. Foto: Langosch

Riesenfreude bei den TVC-Handballern nach Punktgewinn gegen Ahlen. Die Partie endete 36:36. Foto: Langosch

Das war nichts für schwache Nerven, aber am Ende gab es Balsam auf die Wunden der in dieser Saison so arg gebeutelten Handballer vom TV Cloppenburg. Gegen den Tabellenvierten der Gruppe B in der 3. Liga, die Ahlener SG, verwandelte ihr Kapitän, Ole Harms, mit der allerletzten Aktion des Spiels einen Siebenmeter zum 36:36-Endstand (17:21) und sorgte damit für Begeisterung im TVC-Lager.

Ihr leidenschaftliches Aufbäumen hatte sich ausgezahlt, auf den letzten Drücker hatte der Vorletzte die 16. Niederlage im 19. Saisonspiel noch abgewendet. „Es zeichnet meine Mannschaft seit Beginn – und vielleicht schon vorher – aus, dass sie nie aufgibt“, meinte Trainer Leszek Krowicki. Die Jungs pushen und motivieren sich immer wieder gegenseitig, dafür liebe ich sie.“

Gegen die SGA, die das Hinspiel noch mit 39:30 gewonnen hatte, belohnte sich der TVC mit zumindest einem Punkt. „Daran hätte ich nicht mehr geglaubt“, gab Torhüter Hendrik Legler angesichts der Rückstände von 27:31, 48.) und 31:34 (55.) zu. Legler selbst trug sein Scherflein zur erfolgreichen Aufholjagd bei. So hielt er in der Schlussphase unter anderem zwei Siebenmeter.

Zu Beginn der Partie lief es gut für die Hausherren, lagen sie zunächst doch meistens vorn. Nach einem 15:14 nach 21 Minuten riss der Faden jedoch. Ahlen nutzte die Cloppenburger Schwächephase rigoros aus. Die SG brauchte für einen 6:0-Lauf zum 20:15 nur gut vier Minuten, die Felle drohten dem TVC davonzuschwimmen. „In der Phase haben wir genau die Fehler gemacht, die wir vermeiden wollten“, analysierte Coach Krowicki.

Doch noch vor der Pause deutete sich zart eine Trendwende an. Denn den Gäste, bei denen bis dahin nahezu jeder Wurf gesessen hatte, trafen im ersten Durchgang nur noch ein einziges Mal. So nahmen die Cloppenburger zwar die Hypothek eines 17:21 mit in die zweite Halbzeit, aber aussichtslos im Hintertreffen lagen sie auch nicht gerade.

  • Cloppenburg - Ahlener SG 36:36 (17:21)
  • TV Cloppenburg: Hendrik Legler, Jan Šega, Nils Buschmann – Ole Harms (10/2), Thomas Houtepen (8), Adam Pal (7/2), Bence Lugosi (2), Vincent Saalmann (2), Mohamad Sibahi (2), Michal Skwierawski (2), Maximilian Bähnke (1), Nils Goepel (1), Krzysztof Pawlaczyk (1), Tom Zwarthoed, Tamas Pal (ohne Einsatz).
  • Rote Karte: Marvin Michalczik (Ahlen, 28., grobes Foul), Krzysztof Pawlaczyk (TVC, 54., dritte Zeitstrafe).
  • Zuschauer: 150.
  • Nächstes TVC-Spiel: Am Samstag (26. Februar, 19.15 Uhr) beim TuS Spenge.

Nach dem Seitenwechsel stabilisierten die Cloppenburger vor allem ihre Abwehr. Folgerichtig verkürzten sie den Rückstand. Beim 23:24 (40.) hatten sie den Anschluss wieder hergestellt. Doch alle Bemühungen, den Spieß komplett herumzudrehen, schlugen fehl. Vergebene Chancen und leichte Ballverluste führten dazu, dass die Gäste knapp die Nase vor behielten. Als ihnen mit drei Treffern hintereinander ein Vorstoß von 28:27 auf 31:27 nach 47 Minuten gelang, schien die Niederlage für den TVC Formen anzunehmen.

Aber die Mannen um Trainer Leszek Krowicki bäumten sich noch einmal auf und ließen sich auch vom Gegentreffer zum 31:34 gut fünf Minuten vor dem Ende nicht beirren. Sie glaubten weiter an ihre Chance, auch als Ahlen 15 Sekunden vor Schluss zum 36:35 traf. Doch im letzten Angriff der Partie holten die Hausherren noch einen Siebenmeter heraus, den Ole Harms kühl zum umjubelten 36:36-Endstand nutzte.

Mit diesem Punktgewinn baute der TVC seinen Vorsprung auf Schlusslicht Bissendorf-Holte auf vier Punkte aus. Der TVB hat zwar eine Partie weniger ausgetragen, aber durch das 36:36 hat Cloppenburg den elften Platz weiter abgesichert und darf davon ausgehen, mit dem Siebten seiner Staffel in die Gruppe II der Abstiegsrunde zu gehen.

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