Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Julia Middendorf spricht über ihre Durststrecke

Die 19 Jahre alte Tennisspielerin aus Dinklage ist in Aschaffenburg beim sechsten ITF-Turnier in Folge relativ früh ausgeschieden. Immerhin: Die Formkurve zeigt wieder nach oben.

Artikel teilen:
Power mit der Rückhand: Julia Middendorf. Foto: Hasenkopf

Power mit der Rückhand: Julia Middendorf. Foto: Hasenkopf

Ist es jetzt eine Durststrecke oder gar eine kleine Krise? Julia Middendorf hat eine eigene Definition parat. „Klar, die Phase ist gerade nicht so toll. Und es fällt mir auch nicht leicht, das so zu akzeptieren“, sagt die 19 Jahre alte Tennisspielerin aus Dinklage: „Aber so eine Phase ist ganz normal im ersten Jahr auf der Damen-Tour.“ Am Mittwoch war Julia Middendorf beim mit 25.000 Dollar dotierten ITF-Turnier in Aschaffenburg in der ersten Runde ausgeschieden. Ein 6:4, 2:6, 5:7 gegen die Griechin Sapfo Sakellaridi (19) ließ das Mitglied aus dem „Porsche Talent Team“ des Deutschen Tennis Bundes (DTB), das eine Wildcard für das Hauptfeld erhalten hatte, „sehr enttäuscht“ zurück.

Denn: Für Julia Middendorf war es auf der „Women's Tour“ des Tennis-Weltverbandes ITF das sechste Turnier in Folge, das relativ früh endete. Kein Grund zur Panik für die 19-Jährige. „Ich hab' in Versmold und jetzt in Aschaffenburg nicht schlecht gespielt. Die Leistung stimmte eigentlich wieder. Ich bin halt in den wichtigen Momenten nicht ruhig geblieben – und dann geht so ein dritter Satz mit 5:7 weg“, sagte sie.

In der Vorwoche hatte Julia Middendorf beim 2:6, 6:2, 5:7 gegen die rumänische Weltranglisten-122. Irina Maria Bara (27) ihre aufsteigende Form unter Beweis gestellt, musste nach 2:21 Stunden aber ihrer Widersacherin gratulieren. DTB-Bundestrainerin Barbara Rittner, die in Versmold vor Ort war, schickte ihr danach eine Nachricht mit aufmunternden Worten.

Dass es langsam wieder bergauf geht, freut Julia Middendorf – verbunden mit der Hoffnung, „dass ich bald wieder die engen Matches gewinne“. Im Frühjahr, als sie bei den Turnieren in Monastir, Gonesse, Santa Margherita di Pula und Antalya (2x) eine bärenstarke Einzelbilanz von 16:4-Siegen verbuchte, hatte sie acht von zehn Drei-Satz-Partien gewonnen.

Es folgte die kleine Durststrecke mit einem Frust-Erlebnis in den Niederlanden. „In Alkmaar hab' ich echt schlecht gespielt. Das war schon ein kleines Tief. Da ging die Vorhand überall hin, nur nicht ins Feld. Das war wirklich dünn, was ich da gespielt habe'“, erklärte Julia Middendorf im Rückblick.

Seit Montag liegt sie in der WTA-Weltrangliste auf Platz 600 – es ist kurioserweise ihre beste Platzierung seit dem altersbedingten Wechsel in den Damen-Bereich. Wie es auf der ITF-Tour weitergeht, ist noch nicht ganz klar. Das 60.000-Dollar-Turnier in Olomouc/Tschechien ist eine Option, ein Platz in der Qualifikation ist sicher. Die Alternative wäre eine Trainingswoche, um dann Anfang August beim ebenfalls mit 60.000 Dollar dotierten Event in Hechingen aufzuschlagen, gefolgt von drei weiteren Turnieren in Deutschland (Leipzig, Erwitte, Braunschweig).

Zeit für ein Update! Mit der jüngsten Überarbeitung unserer App haben wir das Nachrichten-Erlebnis auf dem Smartphone weiter verbessert und ausgebaut. Jetzt im Google-Playstore und im  Apple App-Store updaten oder downloaden.

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Julia Middendorf spricht über ihre Durststrecke - OM online