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Jugendfußballer starren gebannt auf die "100"

Der Kreis Cloppenburg hängt im Lockdown fest. Ob und wann wieder Spiel- und Trainingsbetrieb möglich ist, steht in den Sternen.

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Wann gibt es wieder Torjubel? Die jungen Fußballer aus dem Kreis Cloppenburg warten weiter darauf, zumindest ins Training einsteigen zu können. Foto: Wulfers

Wann gibt es wieder Torjubel? Die jungen Fußballer aus dem Kreis Cloppenburg warten weiter darauf, zumindest ins Training einsteigen zu können. Foto: Wulfers

Ob und vor allem wann die Jugendfußballer und -fußballerinnen ihren Sport wieder unter Wettkampfbedingungen aufnehmen können, steht nach wie vor in den Sternen. Doch immerhin: Ein erster Schritt zu einer demnächst wie auch immer aussehenden Normalität ist gemacht. Seit dieser Woche dürfen, bei einem Inzidenzwert von unter 100, Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren in einer Gruppenstärke von maximal 20 Personen im Außenbereich wieder zusammen Sport treiben. Dabei dürfen sie von zwei volljährigen Personen betreut werden.

Jede Person hat dabei einen Anstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen einzuhalten. Die Nutzung von Umkleideräumen und Dusche ist nicht zulässig.

Inzidenzzahl bleibt zentrales Kriterium für Öffnungen

Der Sport war Teil der auf dem Corona-Gipfel zwischen den Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel festgelegten Öffnungsschritte. Zentrales Kriterium für bestimmte Beschränkungsmaßnahmen, beziehungsweise Öffnungsschritte bleibt die Sieben-Tag-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Da der Kreis Cloppenburg von dieser Marke – Stand Montag lag der Wert bei 151,2 – noch weit entfernt ist, gelten für die jungen Kicker auch die weiteren Öffnungsschritte vorerst nicht.

NFV-Präsident Günter Distelrath bezeichnete diese Vereinbarungen als Wegweiser zurück auf die Fußballplätze, „auch wenn es nicht einfach ist, bei all den politischen Regelungen den Überblick zu behalten.“ Ihm sei bewusst, dass es hierzu unterschiedliche Meinungen gebe. „Vielen geht das nicht weit genug, sie wünschen sich aufgrund des niedrigen Infektionsrisikos beim Fußball an frischer Luft mehr Freiheiten.“ Deshalb sei der Beschluss aus Berlin ein richtungsweisender Schritt zurück zu mehr Normalität und Lebensqualität, könne aber nicht der letzte sein. Generell müsse gelten, „die Gesundheit jedes Einzelnen zu schützen und gleichzeitig etwas für die Gesundheit aller zu tun. Hygieneregeln sind wichtig, Bewegung aber auch, gerade für unsere Kinder.“ Das beides zusammen gehen kann, hätten viele Vereine im vergangenen Jahr gezeigt.


  • Ab dem frühestens für den 22. März ins Auge gefassten Öffnungsschritt soll gelten: Stabile oder sinkende Inzidenz von 100 oder weniger: Freiluftsport, inklusive Kontaktsport und Fußball, für alle ohne Gruppenbeschränkung, aber: Es muss für alle Erwachsenen (und ab Ü 15) ein tagesaktueller Schnell- oder Selbsttest vorliegen.
  • Ab dem frühestens für den 5. April ins Auge gefassten Öffnungsschritt soll gelten: Stabile oder sinkende Inzidenz von 100 oder weniger: Sport im Freien (einschließlich Fußball) ohne Gruppenbeschränkung oder Test; kontaktfreier Sport in der Halle.

Distelrath bekräftige noch einmal die Absicht des NFV, die Saison sportlich beenden zu wollen. „Wir haben die Hoffnung, dass dies gelingen kann. Unser Vorstand ist mit Blick darauf dem Wunsch aus den Kreisen gefolgt, einer optionalen Verlängerung des Spieljahres bis an den Beginn der Sommerferien zuzustimmen. Das schafft uns allen mehr Spielraum. Jetzt sind wir gemeinsam gefordert, die nächsten Schritte zu gehen. Es gilt weiterhin: der schnellste Weg zurück auf den Fußballplatz ist, sich an die Spielregeln zu halten.“

Für Karl-Heinz Deeken, Vorsitzender des Jugendausschusses im Kreis Cloppenburg, bringen die neuen Regelungen diverse Probleme mit sich. „Für uns wird es nicht leichter. Wir können derzeit keinerlei Termine vergeben. Meiner Meinung nach können wir uns vom Spielbetrieb der laufenden Saison fast schon verabschieden. Das ist aber derzeit auch nicht so entscheidend. Wichtig wäre, dass die Kinder überhaupt wieder einmal auf den Platz können. Wir haben im Kreis Cloppenburg leider diese hohen Zahlen. Der Inzidenzwert ist natürlich für alle nachvollziehbar, aber nur auf ihn zu schauen ist sicher nicht die beste Lösung. Aber es ist nun mal eine politische Entscheidung, an die wir uns halten müssen und werden.“

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