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Jugendfußball im Kreis Vechta: Nach den Ferien soll es weitergehen

Der Nachwuchs ist nach langem Warten zurück im Trainingsmodus. Vechtas Kreisjugendchef David Lücker skizziert einen groben Fahrplan für die Saison 2021/22.

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Gute Laune auf dem grünen Rasen: Die Fußball-Jugend soll nach den Sommerferien wieder mit Spielen loslegen. Foto: Schikora

Gute Laune auf dem grünen Rasen: Die Fußball-Jugend soll nach den Sommerferien wieder mit Spielen loslegen. Foto: Schikora

Der Jugendfußball ist aus dem Corona-Schlaf erwacht – zumindest, was das Training angeht. Zunächst war die kontaktlose Sportausübung in 5er-Gruppen erlaubt, die darauffolgende Corona-Verordnung gestattete schließlich wieder normales Training mit Kontakten in festen Gruppen von bis zu 30 Personen. Eine Änderung, die auch David Lücker erfreut hat. Der Jugendchef des NFV-Kreises Vechta hat zufrieden vernommen, dass auf den heimischen Plätzen wieder trainiert wird. Er sagt: "Im Moment ist es wichtig, dass jeder Verein ein gewisses Angebot schafft – so wie er es umsetzen kann und will." Die NFV-Funktionäre halten sich aktuell noch etwas zurück und lassen die Klubs in Ruhe wieder den Betrieb ins Rollen bringen. Gedankenspiele für die kommende Spielzeit gibt es natürlich schon, aber zunächst warten die Spielleiter die generelle Entwicklung ab.

Viele Vereine sind derzeit zuvorderst mit sich selbst beschäftigt und schauen, wie sie im Rahmen der Corona-Regeln den Trainingsbetrieb organisieren können. Dementsprechend hat David Lücker mit Blick auf die Serie 2021/22 auch noch kaum Anfragen erhalten. "Im Moment ist es noch relativ ruhig", sagt er, "es gibt ganz, ganz wenig Kontaktaufnahmen." Hier und da würde der NFV-Kreis bei Sonderfällen um Rat gebeten, aber ansonsten bliebe das Telefon weitgehend still und der Posteingang verhältnismäßig leer.

Dennoch kennt David Lücker vor allem die Sorgen der Vereine, die sich zuletzt auch in einer OM Medien Umfrage über das hohe Maß an Bürokratie beklagt hatten. So äußert auch der Kreisjugendchef seine "Hoffnung auf etwas leichtere Regeln". Das Ziel müsse es sein, "dass es für die Vereine leichter wird, zu trainieren". Vor allem die vielfachen Testungen für Übungsleiterinnen und Übungsleiter haben die Klubs zuletzt vor größere Herausforderungen gestellt. Der Landessportbund (LSB) hatte hier zuletzt bereits einen 10-Punkte-Plan mit Erwartungen an die Landespolitik formuliert und darin weitere Öffnungen für den Sport gefordert. Tenor: Bewegung ermöglichen, nicht verhindern. Unterstützung erhielt der LSB dabei unter anderem auch vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV). Außerdem gab es die bundesweite Initiative "Draußen muss drin sein" mit prominenten Vertretern aus dem Profifußball.

Abwarten ist angesagt für David Lücker. Foto: SchikoraAbwarten ist angesagt für David Lücker. Foto: Schikora

Was den VEC-Fahrplan für die kommende Spielzeit angeht, gibt sich David Lücker noch entspannt. "Wir wären jetzt aktuell noch im Spielbetrieb gewesen", merkt er an. Die Pandemie verhinderte das. Weil lange überhaupt nicht an Lockerungen zu denken war, hatte man für die Rückrunde gar nicht erst neue Staffeleinteilungen vornehmen müssen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist für die kommende Saison auch noch nicht an genauere Staffeleinteilungen zu denken. Das Meldefenster für Mannschaften im DFB-Net ist noch bis zum 15. Juli geöffnet.

Demnächst soll ein Anschreiben an die Vereine rausgehen. Ende Juni möchte man sich dann eine Übersicht verschaffen, wie viele Teams 2021/22 dabei sind. "Eine Aussage darüber wird bei vielen Vereinen aktuell noch nicht hundertprozentig möglich sein", erklärt David Lücker und stellt die Frage: "Wie viele Kinder kommen wirklich wieder?" Diese Frage lässt sich in der Tat noch nicht fundiert beantworten. Die ersten Vereine zeigten sich jedoch bereits erleichtert und berichteten nach ihren ersten Trainingswochen von einer hohen Beteiligungsquote.

Fest steht: Wie immer soll die Saison im Jugendbereich nach den Sommerferien starten, die enden in Niedersachsen am 1. September (Mittwoch). Ein Rahmenspielplan existiert momentan noch nicht. Zunächst möchte man abwarten, ob die Corona-Lage tatsächlich einen pünktlichen Start zulässt. Bis zum Ende der Hinrunde Anfang oder Mitte November soll es einen normalen Spielrhythmus geben, von einer engen Taktung mit vielen Spielen innerhalb der Woche will man möglichst absehen. "Es werden wohl wieder etwas kleinere Staffeln", kündigt David Lücker an.

Es ist wie in allen Bereichen: Die Corona-Zahlen schreiben vor, wie die Planungen aussehen. Sie können auch alles zunichte machen. Sollte sich aber ein Dauerniedrigwert etablieren, hält David Lücker in der Ferienzeit von den Teams organisierte Vorbereitungsspiele für denkbar. Es klingt ein wenig nach einem schönen, normalen Sommer.

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