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Jugendfußball erweist sich als krisenfest

Anfang September startet der VEC-Nachwuchs den Spielbetrieb – viel Zeit wurde trotz Corona nicht verloren. Und an Teams mangelt es auch nicht.

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Vorwärts immer: Eine Szene vom E-Jugendturnier in Rechterfeld aus dem Jahr 2019. Foto: Schikora

Vorwärts immer: Eine Szene vom E-Jugendturnier in Rechterfeld aus dem Jahr 2019. Foto: Schikora

Der gesamte Fußballkreis fiebert dem Saisonstart entgegen. Und die Sehnsucht ist gut begründet: Wenn Anfang September wieder der Ball rollt, wird es ein gutes halbes Jahr her sein, dass im Landkreis Vechta ein Pflichtspiel stattgefunden hat. Nicht nur die Männer- und Frauenteams brennen auf den Re-Start – auch der Nachwuchs steht in den Startlöchern. Kreisjugendchef David Lücker lädt am Samstag um 10.00 Uhr zu einer Arbeitstagung mit den Jugendleitern in die Lutter Sporthalle, um über die Corona-Situation und die damit zusammenhängenden Anforderungen zu sprechen. Hier ein Überblick zum Status quo im Jugendfußball.

Wann geht's im Nachwuchsbereich auf Kreisebene los?
Die neue Saison 2020/21 wird vom 4. bis zum 6. September (Freitag bis Sonntag) mit der ersten Kreispokal-Runde von den A- bis zu den D-Junioren eröffnet. Den Startschuss für den Punktspielbetrieb gibt's ein Wochenende später (11. bis 13. September) – und das gilt für alle: von den A- bis zu den G-Jungen, von den B-Mädchen bis zu den F-Mädchen.

Wie sehen die Staffeln aus?
Die Regelgröße der Staffeln liegt bei acht Mannschaften. Nach oben hin gibt es nur im Falle der B-Junioren Kreisliga (10er-Staffel) eine Abweichung. Für die optimale Zusammenstellung der Staffeln in Zeiten von Corona wurde in einigen Fällen von den Meldungen der Vereine abgewichen. In Kürze sollen die einzelnen Ligen und Staffeln auch auf der Plattform fussball.de einsehbar sein.

Wie sehr hat die Corona-Pandemie die Spielplanung beeinflusst?
„Wir haben zeitmäßig durch Corona gar nicht so viel verloren“, erklärt David Lücker, „uns fehlen maximal zwei Wochen“. Da die Ferien erst am 26. August (Mittwoch) enden, wäre der Spielbetrieb im Jugendbereich ohnehin nicht viel früher gestartet worden. Der Rahmenspielplan für den Herbst reicht bis zum 8. November, in den Herbstferien (12. bis 23. Oktober) ist nichts angesetzt.

Worauf muss coronabedingt an Spieltagen geachtet werden?
„Es ist klar, dass wir nach wie vor die Maßnahmen der Landesregierung berücksichtigen müssen“, sagt Lücker. In puncto Spieleranzahl sei das nun kein großes Problem mehr. Aber dafür müssten weitere Anforderungen (Zuschauer, Kabinen etc.) bedacht werden. Über all das soll am Samstag in Lutten gesprochen werden. „Für kleinere Vereine wie Varenesch mit nur einer E-Jugend-Mannschaft ist das alles kein Problem. Für größere Vereine wie BW Lohne mit allein sechs E-Jugend-Mannschaften wird es aber schwierig“, meint Lücker angesichts der Vielzahl von Spielen auf einer Anlage. Jugend-Spielleiter Martin Bothe schlägt zur Entzerrung daher vor, gerade samstags früher mit den ersten Spielen zu starten und hinten raus auch später zu enden. Somit würde zwischen den Spielen auch genügend Zeit zum Verlassen bzw. Betreten des Platzes/der Anlage bleiben.

Wie sieht es mit Spielverlegungen aus?
„Wir werden sehr flexibel sein, was Spielverlegungen angeht“, verspricht David Lücker, zumal man Stand jetzt auch noch nicht alle Eventualitäten bedenken könne. Damit die Vereine ihre Spielpläne selbst entzerren können, wurden noch keine Wochentagsspiele angesetzt. Denn: Die Entscheidungsgewalt darüber, in welchem Umfang Spiele auf der Anlage möglich seien, liege ganz klar bei den Vereinen. Einheitliche Vorgaben will der NFV-Kreisverband nicht machen – auch nicht zur Nutzung von Kabinen.

Mit welchen Erwartungen geht der Kreisverband in die neue Saison?
„Es wird in diesem Jahr von allen Seiten, von Trainern, von Spielern, von Eltern und auch von uns große Flexibilität notwendig sein“, unterstreicht David Lücker. Er sei grundsätzlich „guter Dinge“, dass man einen Ablauf ohne große Reibungen hinkriegen werde. Trotzdem nimmt er ein wenig Druck vom Kessel: „Wenn nicht alle Spiele durchgeführt werden können, dann ist es diesmal halt so.“

Ist in der Corona-Pause die Begeisterung für Fußball geschrumpft?
Davon ist nach jetzigem Stand nicht auszugehen. Im Landkreis Vechta sind insgesamt 346 Jugend-Mannschaften gelistet – nur 13 weniger als im Vorjahr. David Lücker spricht hier von einem „normalen“ Rückgang. Auch in der Leistungsspitze stimmt es: Die A-Jugend von BW Lohne ist als Regionalliga-Aufsteiger absolutes Flaggschiff – und dahinter folgen noch 26 weitere Jungen- und Mädchenteams auf Verbands- und Bezirksebene. Ein halbes Jahr Corona-Leerlauf hat zwar vieles verändert. Aber Vechtas Jugendfußball wurde nicht erschüttert.

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