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Joker gr. Macke erlöst kampfstarken SV Bevern

Fußball-Landesliga: Das Team aus dem Südkreis feiert einen 2:0-Erfolg bei Grün-Weiß Firrel. Christian Düker trifft dabei zur Führung.

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Toller Kampf: Leon Neldner (rechts) und Matthis Hennig (links) kamen mit dem SV Bevern bei GW Firrel zu einem 2:0-Erfolg. Foto: rw

Toller Kampf: Leon Neldner (rechts) und Matthis Hennig (links) kamen mit dem SV Bevern bei GW Firrel zu einem 2:0-Erfolg. Foto: rw

Endlich wieder Fußball: Anfang September eröffnete Landesligist SV Bevern mit einem 1:1-Remis gegen den BV Essen die Saison. Nach sieben (!) Wochen Pause folgte jetzt der erste Sieg im zweiten Spiel. Mit einem 2:0 (1:0)-Erfolg bei Grün-Weiß Firrel verbuchte das Team von Trainer Olaf Blancke den erhofften Dreier.

Die zahlreichen Zuschauer auf der schmucken Firreler Sportanlage sahen zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Bevern startete mit dem unbedingten Willen, die Partie für sich zu entscheiden. Ruhig und abgeklärt zogen die Gäste ihr Kombinationsspiel auf. Permanenter Beverner Ballbesitz ließ die Hausherren kaum zur Entfaltung kommen. Allenfalls mit langen Bällen kamen die Grün-Weißen in des Gegners Hälfte, ohne sich allerdings in den ersten 45 Minuten auch nur eine Torchance zu erspielen. Ganz anders die Gäste: Der spielerischen Überlegenheit entsprangen mit zunehmender Spieldauer die ersten Möglichkeiten. Sebastian Sander drosch eine Hereingabe von Sascha Thale per Volleyabnahme übers Tor (20.), ein Schuss von Bernd Gerdes wurde abgeblockt (26.) genauso wie ein Thale-Schuss nach Gerdes Flanke (30.).

„Wir machen die Dinger nicht“, ärgerte sich der unterbeschäftigte Till Puncak im Beverner Tor, wurde aber kurz darauf eines Besseren belehrt. Einen Freistoß zirkelte Abwehrchef Christian Düker in den Winkel des Firreler Tores zur allemal verdienten 1:0-Führung (32.). Sebastian Sander (41.) und Julius Liegmann (43.) verpassten weitere Treffer nur knapp, so dass es bis zum Seitenwechsel beim knappen Vorsprung blieb.

Gelb-Rote Karte für Julius Liegmann

Gänzlich anderes Bild dann in Durchgang zwei: Zwar besaß Albi Dosti (46.) die erste Chance, doch dann übernahmen die Hausherren die Initiative in einer zunehmend hektischer werdenden Partie. Torhüter Till Puncak parierte mit einer tollen Parade einen Fernschuss von Aleksandar Radenkovic (68.), zwei Minuten später bekam Firrel endgültig Oberwasser.

Der zuvor bereits verwarnte Julius Liegmann kassierte nach einem Foul die Gelb-Rote Karte. „Wir wollten ihn gerade auswechseln“, ärgerte sich Blancke, dessen Mannschaft sich fortan mit heftigsten Angriffen der Ostfriesen konfrontiert sah. Der Ausgleich schien nur eine Frage der Zeit, doch der überragende Christian Düker verteidigte im Verbund mit seinen Kollegen den knappen Vorsprung. Außerdem war da ja noch Till Puncak: Beverns Keeper vereitelte mit einer Reihe toller Reflexe den Ausgleich, so dass bei den nie aufsteckenden Hausherren der Glaube an zumindest einen Punkt langsam aber sicher schwand.

2:0 fällt in der Nachspielzeit

So machten sich die Gäste auf, den entscheidenden Hieb zu setzen. Wenige Sekunden vor Ablauf der fünfminütigen Nachspielzeit schob Albi Dosti in Bedrängnis einen blitzgescheiten Passe auf Christian Düker. Der lief allein auf Firrels Torhüter Marcel Kayser zu, passte uneigennützig auf den mitgelaufenen Tobias gr. Macke, der keine Mühe hatte, den Ball zum 2:0 ins Netz zu schieben.

Fazit nach einer nervenaufreibenden zweiten Halbzeit von SVB-Klubchef Hansi Dreckmann: „So ein Spiel brauche ich auch nicht jede Woche.“

Auch Trainer Olaf Blancke atmete hernach kräftig durch: „Natürlich fehlte uns nach sieben Wochen Pause die Spielpraxis. Der Einsatz war auf alle Fälle super und ich freue mich mächtig für die Jungs. Wir hätten eher das 2:0 machen müssen, das war das Problem. Hinten raus wurde es natürlich mächtig eng und wir hätten in dieser Phase auch den Ausgleich kassieren können.


Tore: 0:1 Christian Düker (32.), 0:2 Tobias gr. Macke (90./+5).

Bevern: Puncak, Wichmann, Düker, Hennig, Thoben, Neldner, Thale (90./+4 Hoffmann), Dosti, Gerdes (76. Bramscher), Liegmann, Sander (89. gr. Macke).

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