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Johann Grünloh verpasst Duell seiner Brüder

Paul (VfL Löningen) und Leon (BTB Royals Oldenburg) treffen am Samstagabend in der 2. Basketball-Regionalliga aufeinander. Der U16-Nationalspieler ist nicht in der Halle, weil er selbst spielt.

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Durchsetzungsvermögen: Beim 108:80-Sieg gegen die Phoenix Hagen Juniors erzielte Johann Grünloh (Mitte, mit der Nummer 15) von den Young Rasta Dragons zehn Punkte. Foto: Ole Brockhof

Durchsetzungsvermögen: Beim 108:80-Sieg gegen die Phoenix Hagen Juniors erzielte Johann Grünloh (Mitte, mit der Nummer 15) von den Young Rasta Dragons zehn Punkte. Foto: Ole Brockhof

Wenn in der Löninger Sporthalle an der Ringstraße am Samstagabend die VfL-Basketballer die BTB Royals aus Oldenburg empfangen, kommt es zu einem Bruderduell. Das Trikot der Hausherren trägt der 23 Jahre alte Paul Grünloh, das der Gäste Leon (20). Der Jüngste der "Grünloh-Bande" aus dem kleinen Ortsteil Schelmkappe – der 16 Jahre alte Johann – wird bei der Partie der 2. Regionalliga Nord nicht auf der Tribüne sitzen können. "Ich bin leider selbst im Einsatz – mit dem SC Rasta Vechta in der 1. Herren-Regionalliga. Wir spielen am Samstag fast zeitgleich bei den Berlin Braves", sagt Johann Grünloh.

Nach seiner Rückkehr aus der Hauptstadt – irgendwann in der Nacht zu Sonntag – wird er nur ein paar Stunden schlafen können, bevor das nächste Spiel ansteht. In der Nachwuchs-Bundesliga trifft das 2,03 Meter lange Basketball-Talent mit seinen Young Rasta Dragons bereits um 14 Uhr auf die Rostock Seawolves. Gegen das Schlusslicht wollen Grünloh und Co. unbedingt den zweiten Saisonsieg einfahren. Zuvor hatte das Kooperations-Team von Rasta Vechta und TSV Quakenbrück gegen die Bayer Giants Leverkusen (65:75) sowie Alba Berlin (48:88) verloren und gegen die Phoenix Hagen Juniors mit 108:80 gewonnen.

Zwar ist Johann Grünloh längst im Ligaalltag seiner beiden Mannschaften angekommen, an den unvergesslichen Basketball-Sommer denkt er aber immer wieder gerne zurück. Schließlich darf er sich seit einigen Monaten Nationalspieler nennen. Mit der deutschen U16 absolvierte der Power Forward und Center zunächst einige Lehrgänge sowie internationale Vergleiche. "Wir sind jeweils zweimal gegen Frankreich, Polen und Bulgarien angetreten", sagt Johann Grünloh.

Paul Grünloh. Foto: Young Rasta DragonsPaul Grünloh. Foto: Young Rasta Dragons

Dann der Höhepunkt im August in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Beim so genannten Youth European Challenger – einer Art Jugend-Europameisterschaft – hatte Deutschland die Chance, sich für die U17-Weltmeisterschaft zu qualifizieren. "Dazu hätten wir unsere Gruppe gewinnen müssen", sagt Grünloh. Nach Erfolgen über Lettland (59:45), Bulgarien (88:65) und Kroatien (81:71) kam es zum "Endspiel" gegen Polen. Weil die DBB-Jungen hier mit 66:75 unterlagen, verpassten sie den Sprung zu WM knapp.

Johann Grünloh schwärmt dennoch. "Es war eine richtig coole Zeit. Ich bin sehr froh, dass ich dabei sein durfte und so viele Erfahrungen sammeln konnte." Sportlich wusste er absolut zu überzeugen. Insbesondere in der ersten Partie gegen Lettland, als er mit neun Punkten und elf Rebounds der beste Akteur auf dem Parkett war.

Am Samstag werden in der Löninger Halle jedoch seine Brüder die Basketball-Familie Grünloh repräsentieren. Man darf gespannt sein, ob Paul und der VfL die beiden Punkte holen, oder Leon und die BTB Royals sie mit nach Oldenburg nehmen.

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