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Jetzt gilt's: Rasta Vechta startet in die  Endspiel-Wochen

Jean Salumu und Philipp Herkenhoff sind wieder im Training, aber für das Göttingen-Spiel wird es wohl nicht reichen. Alles Wichtige zum Match am Samstag gibt es hier.

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Sie wollen nicht mehr Zuschauer sein: Jean Salumu (links) und Philipp Herkenhoff sind zurück im Training. Foto: Schikora

Sie wollen nicht mehr Zuschauer sein: Jean Salumu (links) und Philipp Herkenhoff sind zurück im Training. Foto: Schikora

25 Punkte gegen Brose Bamberg, 26 gegen die Gießen 46ers und 22 in Göttingen – als Rasta Vechta im Januar drei Siege in Serie landete, war Jean Salumu stets der Topscorer des heimischen Basketball-Bundesligisten. Der belgische Nationalspieler glänzte mit seinem Zug zum Korb und traf auch hochprozentig aus der Distanz (7/12 Dreier). Mit anderen Worten: Der Guard, laut Rastas Trainer Thomas Päch „unser wohl bester Offensivspieler“, machte den Unterschied aus. Aber: Die starke Serie des 30-Jährigen wurde jäh gestoppt. Seit dem Krimi in Göttingen, der erst in der Verlängerung entschieden wurde (102:90 für Rasta), hat Salumu nicht mehr gespielt. Eine Sehnenverletzung im Fuß bremste ihn aus, zehnmal war er nur Zuschauer. Ein Verlust für Rasta, der Tabellenvorletzte konnte Salumus Fehlen nie richtig kompensieren.

Am Samstag um 18.00 Uhr steigt nun das Rückspiel gegen die BG Göttingen – und Salumu ist zurück im Training. „Ich bin froh, wieder auf dem Parkett zu sein. Ich hab' lange genug zugeguckt“, sagt Salumu, der auf ein schnelles Comeback hofft, um in Rastas Endspiel-Wochen noch mitmischen zu können. Er weiß: In den kommenden Partien entscheidet sich, ob Rasta zum dritten Mal nach 2014 und 2017 aus der BBL absteigen muss. Die Lage ist prekär, „aber wir müssen weiter dran glauben“, erklärt Salumu: „Das Ziel ist in unserer Hand.“ Letzteres ist jedoch ein bisschen optimistisch gedacht, denn die Lücke zu Platz 16 ist keine Kleinigkeit.

Zurück zu Salumus Hoffnungen auf ein Comeback. Klappt's schon am Samstag? „Das ist wohl etwas zu optimistisch“, so der Belgier. Ein Einsatz nach wenigen Trainingseinheiten sei „vielleicht etwas riskant“. Aber muss Rasta, das mit dem Rücken zur Wand steht, jetzt nicht auch ein gewisses Risiko eingehen? Päch spricht von einem „schwierigen Spagat“ und ergänzt: „Schicken wir ihn zu früh aufs Feld, ist die Saison vielleicht für ihn vorbei. Wir müssen jetzt versuchen, das Risiko zu minimieren.“ Der Trainer weiß natürlich auch, dass die Zeit drängt. Die Saison ist ruck, zuck vorbei, das letzte Drittel ist angebrochen, es sind nur noch zehn Spiele.

Thema Nachverpflichtung ist „noch nicht vom Tisch“

Salumus Comeback-Prozess werde deshalb ganz genau beobachtet. Heißt auch: Das Thema Nachverpflichtung ist laut Päch „noch nicht vom Tisch“, bis zum 31. März könnte Rasta noch einen vierten und letzten Transfer während der Saison tätigen. „Im Angriff muss Entlastung her für Edgar Sosa“, sagte Klubchef Stefan Niemeyer unter der Woche im MagentaSport-Podcast „Abteilung Basketball“. Und diese Entlastung für Sosa, der dreimal stark punktete (30/24/20), aber auch zweimal an die Kette gelegt wurde (4/4), ist entweder Salumu oder halt Mister X.

Neben Salumu hat auch Philipp Herkenhoff erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert. „Es fühlte sich sehr gut an“, meinte der 21-Jährige, der letztmals Ende Dezember gespielt hat. Die lädierte Sehne im Fuß schmerzt nicht mehr, bis auf „leichte Verspannungen“ und „müde Beine“ sei alles im Lot. Päch dämpft jedoch die Erwartungen. „Sowohl Jean als auch Philipp waren in dieser Woche noch nicht in der Lage, ein ganzes Training zu machen. Sie in eine Verfassung zu bringen, dass sie 35 Minuten spielen können, wird schwer. Sie aber in eine Verfassung zu bringen, dass sie uns in Phasen eines Spiels helfen – davon gehe ich aus“, erklärt Päch und schickt ein „in naher Zukunft“ hinterher. Bayreuth am Karsamstag könnte das erste Ziel sein.

„Jetzt gucken wir aber nur auf Göttingen“, lenkt Herkenhoff den Fokus auf das „Schlüsselspiel“ (Niemeyer) gegen den Tabellenzwölften, der sich zuletzt mit einem 102:99 nach Verlängerung gegen Bonn etwas Luft im Tabellenkeller verschafft hat. Der Lette Rihards Lomazs, seit Ende Januar bei den „Veilchen“, stellte dabei mit 38 Punkten eine neue Saisonbestmarke auf und stieß Oldenburgs Rickey Paulding (36 Punkte in Crailsheim) vom Thron. Apropos Oldenburg: „So eine erste Halbzeit darf uns nicht noch mal passieren“, sagt Herkenhoff über das 36:63 nach 20 Minuten vor einer Woche.

Rasta hofft auf Anschluss an den Mitteldeutschen BC

Die „Wut im Bauch“, von der Robin Christen nach dem Derby sprach, sei im Training spürbar gewesen, so Päch: „Die Mannschaft war sehr fokussiert.“ Ziel sei es nun, „dass wir den Anschluss an die Gruppe vor uns bekommen“. Realistisch betrachtet, besteht die Gruppe aktuell aber nur aus einem Team. Der Mitteldeutsche BC, am Sonntag zu Gast bei Alba Berlin, näherte sich zuletzt in Sachen Minuspunkte dem Schlussduo an. Herkenhoff sagt: „Wir müssen uns da selber rausholen. Wir wollen unseren Job erledigen.“ Im Hinspiel machte Rasta ein 50:65 wett und diktierte die Verlängerung (16:4). An das 87:99 im Pokal, vor allem an die erste Halbzeit (38:62), denkt man bei Rasta ungern zurück. „Es wird ein enges, intensives Spiel“, sagt Päch. Ein Spiel, das Rasta gewinnen muss.

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