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Jetzt doch: Corona schickt Fußballer in die Winterpause

Der NFV will weitermachen, aber der Fußball-Bezirk Weser-Ems pausiert. Das gefällt nicht jedem. GW Mühlens Klubchef Ralf Kröger sagt: „Wir hätten gerne das 2G-Spiel durchgezogen.“

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Hinrundenfinale vertagt: Die TVD-Fußballer Bastian Dödtmann (links) und Steffen Espelage. Foto: Wenzel

Hinrundenfinale vertagt: Die TVD-Fußballer Bastian Dödtmann (links) und Steffen Espelage. Foto: Wenzel

Im Oldenburger Münsterland wird in diesem Jahr kein Fußball mehr gespielt: Am Dienstagabend teilte Dieter Ohls als Vorsitzender des Bezirks Weser-Ems im Niedersächsischen Fußballverband (NFV) mit, dass man auf Bezirksebene "ab sofort in die vorgezogene Winterpause" gehe. Aus "bekannten Gründen" würden alle Spiele abgesetzt und in das Jahr 2022 verschoben.

Damit wird das Hinrundenfinale mit dem Kampf um die letzten Plätze für die Aufstiegsrunde in der Landesliga um einige Monate vertagt. Am Sonntag wäre es in der Staffel 2 zum letzten Spieltag gekommen. GW Mühlen wäre zum Gemeindederby bei Falke Steinfeld angetreten, der TV Dinklage nach Bad Rothenfelde gereist und der VfL Oythe hätte den Spitzenreiter SC Melle empfangen. In der Staffel 1 sind Hansa Friesoythe und der SV Bevern bereits für die Meisterrunde qualifiziert. Bevern war schon in der Winterpause, Staffelmeister Hansa hätte am Wochenende gegen Frisia Wilhelmshaven gespielt.

Die Mitteilung des NFV-Bezirks kam am Dienstagabend ein wenig überraschend, denn nur zwei Stunden zuvor hatte der NFV eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der er die Entscheidung für die "Fortsetzung des Spielbetriebes in Warnstufe 2" bekannt gab. Der Ball könne "auf den niedersächsischen Amateurfußballplätzen weiterhin rollen". In seinem Schreiben hatte der NFV auch auf seinen Brief an die Vereine verwiesen, in dem das "nachweislich geringe Infektionsrisiko" beim Sport im Freien thematisiert wurde. Dennoch entschied sich der Bezirk zum Stopp.

Testungen für Gemeindederby waren schon organisiert

GW Mühlen hätte gerne am Sonntag einen Derbysieg in Steinfeld und zugleich noch vor Weihnachten den Klassenerhalt gefeiert. Dieses Vorhaben wird nun vertagt. Klubchef Ralf Kröger merkt schmunzelnd an, dass das Wohl der Gesellschaft eine etwas höhere Bedeutung als der Liga-Verbleib von GWM habe – zufrieden ist er mit der Entscheidung aber nicht. „Wir hätten gerne das 2G-Spiel durchgezogen“, sagt er. Die Testungen für die Kabinennutzung waren auf den Weg gebracht, auch Falke wollte spielen. Für eine Partie sei das auch logistisch machbar gewesen. Kröger stört auch die Diskrepanz zwischen Landesverband und den einzelnen Bezirken. „Wie überall ist kein roter Faden drin“, kritisiert er.

Dinklages Fußball-Abteilungsleiter Bernd Rösener sagt: „Man merkt ja doch in der Bevölkerung gerade eine erhebliche Unruhe. Von der anderen Seite her muss ich sagen: Man hätte es auch unter 2G-plus machen können. Vielleicht ohne Zuschauer oder mit härteren Auflagen.“ Er persönlich hielte 2G-plus statt 2G für alle für den richtigen Weg, kann aber auch die Beweggründe für die Unterbrechung nachvollziehen.

Mit Inkrafttreten der Warnstufe 2 ist es in Niedersachsen vielerorts auch für Fußballer zu Verschärfungen gekommen: Ab sofort gilt auf Sportanlagen im Freien die 2G-Regelung, in Duschen und Kabinen hingegen 2G-plus. Das heißt, dass die Sportler hierfür getestet sein müssen.

Nicht betroffen vom Beschluss des NFV-Bezirks Weser-Ems sind im Oldenburger Münsterland einzig die Fußballer von BW Lohne, die als Oberligist in den Zuständigkeitsbereich des Landesverbandes fallen. Und der hatte sich ja für eine Fortsetzung stark gemacht. Somit ist davon auszugehen, dass das sportlich bedeutungslose BWL-Gastspiel bei Eintracht Celle am Samstag um 14.00 Uhr stattfinden wird.

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