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Interconti-Gürtel soll zurück in die Vitrine

Der Boxer Roman Fress (27) trifft am Samstag in Magdeburg in seinem 14. Profikampf auf den Italiener Luca D'Ortenzi. Mit einem Sieg würde der Cruisergewichtler seinen WBO-Titel verteidigen.

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Mach's noch einmal, Roman: Anfang Juni dieses Jahres sicherte sich Roman Fress den Intercontinental-Titel des Weltverbandes WBO. Am Samstag will er ihn verteidigen. Foto: SES/P. Gerke

Mach's noch einmal, Roman: Anfang Juni dieses Jahres sicherte sich Roman Fress den Intercontinental-Titel des Weltverbandes WBO. Am Samstag will er ihn verteidigen. Foto: SES/P. Gerke

In der Trophäen-Vitrine des Profiboxers Roman Fress fehlt derzeit das wichtigste Exemplar: Der funkelnde Intercontinental-Gürtel des Weltverbandes WBO. Anfang Juni hatte sich der 27 Jahre alte Cruisergewichtler seinen ersten internationalen Titel gesichert, als er auf der Magdeburger Seebühne den Belgier Kamel Kouaouch mit einem fulminanten Aufwärtshaken K.o. schlug. An diesem Samstagabend möchte Fress seinen Titel verteidigen, wenn er auf Luca D'Ortenzi aus der italienischen Hauptstadt Rom trifft. „Den Gürtel musste ich erst einmal mit nach Magdeburg nehmen. Mein Ziel ist es natürlich, dass ich ihn schnell wieder zurück in die Vitrine in meinem Haus in Garrel stellen kann“, sagt der zweifache Familienvater.

Roman Fress ist allerdings bewusst, dass ihn in der Getec-Arena, wo am Samstag bis zu 5000 Zuschauer erwartet werden, alles andere als ein Spaziergang erwartet. Zwar ist D'Ortenzis Spitzname „Gentleman“, seine 14 Siege in 15 Kämpfen – vier davon durch K.o. – beweisen jedoch, dass der 33-Jährige im Ring keinerlei Kompromisse eingeht. In der Weltrangliste ist der zweitbeste Cruisergewichtler Italiens auf Position 43 geführt, also elf Plätze vor Fress. „Er ist ein starker Gegner, ein harter Brocken. Aber wenn man nach oben will, so wie ich, muss man gegen jeden gewinnen“, sagt Roman Fress.

Der gebürtige Kasache befindet sich in einer hervorragenden Verfassung, wie er sagt. In dieser Trainingswoche ging es vor allem noch um eines: einige Kilo zu verlieren. „Von Sonntag bis Mittwoch habe ich mein Gewicht von 94 auf 90,7 Kilogramm reduziert. Das muss ich jetzt bis zum Kampf am Samstag halten.“ Im Cruisergewicht dürfen die Boxer schließlich nicht mehr als 90,8 Kilogramm wiegen.

Ex-Profiboxer Axel Schulz traut Roman Fress einiges zu

Insgesamt werden am Samstag acht Duelle in der Getec-Arena in Magdeburg ausgetragen. Dreimal geht es um einen Titel. Der Hauptkampf im Halbschwergewicht zwischen Robin Krasniqi und Dominic Bösel wird ab 23.40 Uhr live in der ARD übertragen. „Ich gehe davon aus, dass im Rahmen dieser Sendung auch Ausschnitte meines Kampfes gezeigt werden“, sagt Roman Fress.

Nicht nur dem Fernsehpublikum will er mit einem Sieg über den Italiener Luca D'Ortenzi – es wäre der 14. in seinem 14. Profikampf – beweisen, dass mit ihm im Cruisergewicht auf internationaler Bühne weiter zu rechnen ist. Ex-Profi Axel Schulz, der einst unter anderem gegen George Foreman, Wladimir Klitschko und Michael Moorer boxte, traut Fress offenbar einiges zu. Im Interview mit dem NTV-Internetportal „sport.de“ antwortete er auf die Frage, ob Roman Fress in der internationalen Szene mitmischen kann: „Im Cruisergewicht gilt das Gleiche wie im Schwergewicht – mit einem guten Schlag bist du weit vorne. Wenn man die Schlagkraft hat, ist das einfach besser. Da kann Fress schon oben anklopfen.“ Der Garreler dürfte nichts dagegen haben.

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