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HVN hält (noch) an bisherigen Planungen fest

Der Handballverband Niedersachsen möchte den Spielbetrieb Anfang März aufnehmen. Letztendlich seien aber die Entscheidungen der Politik ausschlaggebend.

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Was kommt auf die Handballer in den unteren Spielklassen zu? Die Männer der HSG Friesoythe (von links: Heiner Robbers, Gerrit Binder und Torhüter Tim Lüthje) wissen nicht, ob der Spielbetrieb in dieser Saison noch zustande kommt. Foto: Langosch

Was kommt auf die Handballer in den unteren Spielklassen zu? Die Männer der HSG Friesoythe (von links: Heiner Robbers, Gerrit Binder und Torhüter Tim Lüthje) wissen nicht, ob der Spielbetrieb in dieser Saison noch zustande kommt. Foto: Langosch

Die ersten Tendenzen zeichnen sich ab, wie es mit der Handballsaison weitergehen soll. Für die 3. Ligen hat Deutsche Handballbund (DHB) die Spielzeit 2020/2021 bei den Frauen abgebrochen, den Männerdrittligisten droht das gleiche Schicksal. Noch offen ist, wie es unterhalb der nationalen Ebene aussieht.

Für den Bereich des Handballverbandes Niedersachsen (HVN) hat sich noch kein neuer Sachstand ergeben. „Für uns hat sich die Lage nicht verändert. Wir halten daran fest, dass wir planen, am ersten Märzwochenende wieder mit dem Spielbetrieb zu beginnen“, sagt Jens Schoof, Vizepräsident Spieltechnik im HVN und Staffelleiter der Oberligen Nordsee sowohl für die Männer als auch die Frauen. Daran änderten auch die Beschlüsse, die der DHB für die
3. Ligen gefasst habe, erst einmal nichts.

„Ich kann auch noch keine Tendenz mitteilen, wohin es geht“, führt Schoof aus. „Es hängt natürlich auch davon ab, was die Politik in den nächsten Tagen und Wochen entscheidet, wie es mit dem Lockdown weitergeht. Bevor wir da aber nichts Konkretes wissen, können wir auch nicht handeln. Es hat keinen Sinn, über irgendwelche Sachen zu spekulieren.“

"Wir werden nicht bei den Vereinen anfragen"Jens Schoof

Sollte es neue Entscheidungen geben, würde der HVN in seinen Gremien über das weitere Vorgehen beratschlagen. „Das machen wir intern, wir werden nicht bei den Vereinen anfragen, ob wir die Saison abbrechen sollen oder nicht.“ Schoof würde sich ein bundesweit einheitliches Vorgehen wünschen, allerdings hat ihn da die Realität schon überholt.

Der Hessische Handballverband (HHV) hat schon konkrete Vorgaben für einen Saisonabbruch verabschiedet. In Hessen ist der Spielbetrieb zunächst bis zum 25. Februar verlängert worden. Sollte bis zum 15. März keine umfassende Wiederaufnahme des Spielbetriebs möglich sein, wird die Runde nicht gewertet. In diesem Fall wird der Spielbetrieb weiterhin nach den gültigen Spielplänen fortgesetzt; es wird keine Auf- und Absteiger in allen hessischen Klassen geben und die Klassenzusammensetzungen werden soweit wie möglich in die Saison 2021/22 übernommen“, heißt es auf der HHV-Homepage. Gegebenenfalls würde ein Verfahren entwickelt, um Aufsteiger in die
3. Liga zu ermitteln. Im Jugendbereich werden in der Saison 2020/21 keine Meister gekürt.

Was in Niedersachsen mit den Landesklassen passiert, steht ebenfalls noch nicht fest. „Aktueller Stand ist, dass sie wie geplant nach dieser Saison aufgelöst werden. Das ist noch so beschlossen“, sagt Jens Schoof. „Es gibt zwar erste Vorstöße, diese Auflösung um ein Jahr zu verschieben. Um darüber zu entscheiden, müsste ein Antrag an das Erweiterte Präsidium gestellt werden . Das ist das zuständige Gremium im HVN.“

Ob und wie die Saison fortgesetzt wird, ist völlig unklar

Auch eine „Etage“ tiefer ist noch nicht klar, ob und wie die Saison fortgesetzt wird. „Man weiß ja überhaupt nicht, wie sich die Pandemie entwickelt und welche Maßnahmen ergriffen werden“, sagt Heinz Rawe (Holdorf), stellvertretender Vorsitzender Spieltechnik in der Handballregion Westniedersachsen. In dieser sind die unter anderem die unterklassigen Mannschaften des Oldenburger Münsterlandes von der Regionsoberliga bis zur Regionsklasse beheimatet. „Grundsätzlich möchten wir natürlich sehr gerne wieder Handball spielen, aber wir warten erst einmal Ende Januar ab, was aus den Gesprächen mit dem HVN herauskommt.“

Gleichwohl sorgt die Handballregion auch schon für mögliche Szenarien vor. „Wir haben die Vereine gebeten, sich Gedanken zu machen, wie sie sich die weitere Saison vorstellen. Wir haben ihnen auch die Frage gestellt, wer aufsteigen möchte“, sagt Heinz Rawe. Dieses Stimmungsbild möchte die Handballregion mit berücksichtigen, wenn es so weit ist, die nächsten Entscheidungen zu fällen.“

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