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Holdorf, Oythe und Steinfeld schieben gemeinsam Frust

Von den VEC-Landesligisten durften nur die Fußballer vom TV Dinklage am Wochenende jubeln.

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Mit dem Kopf zur Sache: Holdorfs Steven Bentka (links) im Luftduell gegen einen Spieler des VfR Voxtrup. Foto: Wenzel

Mit dem Kopf zur Sache: Holdorfs Steven Bentka (links) im Luftduell gegen einen Spieler des VfR Voxtrup. Foto: Wenzel

SV Holdorf - VfR Voxtrup 2:3. Wieder kein Sieg, wieder drei Gegentore und dazu der nächste Ausfall: Für die Fußballer des SV Holdorf spitzt sich die Lage in der Landesliga weiter zu. Der Aufsteiger kassierte am frühen Samstagabend eine 2:3 (0:2)-Niederlage gegen den VfR Voxtrup und hängt weiter auf dem drittletzten Tabellenplatz fest. „Das war echt bitter“, sagte Holdorfs Co-Trainer Niklas Stöver, der den erkrankten Coach Jan Kreymborg vertrat. Und am Morgen nach dem neuerlichen Dämpfer ergänzte Stöver: „Der Frust steckt immer noch drin.“ Logisch, dass die Stimmung beim Teamabend im Restaurant „Kreta“ eher gedämpft war. Für die Holdorfer war's die vierte Niederlage in Serie. Mehr noch: Aus den letzten sieben Partien gab's nur einen Punkt.

Die ohnehin schon sehr angespannte Personallage der Holdorfer verschärfte sich unterdessen noch mal. Taktgeber Steven Bentka, zuletzt zweimal wegen Gelbsperre bzw. Urlaub nicht dabei, sah bei seinem Comeback die Gelb-Rote Karte (80.) und fällt damit im nächsten Spiel in Melle erneut aus. „Niemals Gelb-Rot“, haderte Stöver mit der Entscheidung des Schiedsrichters. Neben der „Ampelkarte“ gab es am Samstag noch zehnmal Gelb, sechsmal für Holdorf, viermal für Voxtrup. Es war viel Unruhe und Hektik im Spiel, viel Stress mit dem Schiri.

Dass Voxtrups Siegtreffer durch einen Elfmeter fiel, passte irgendwie zu diesem zerfahrenen Spiel. „Der Elfmeter war berechtigt“, räumte Stöver mit Blick auf das 3:2 von Marius Marks ein (79.). Vier Minuten später hätte Holdorf nach einem Foul an Andrej Homer auch gerne einen Strafstoß bekommen, den gab's aber nicht. Stöver: „Das hat uns auf die Palme gebracht.“

Zum Sportlichen, über das nicht diskutiert werden musste: Der VfR Voxtrup glänzte in der ersten Halbzeit mit einer gnadenlosen Effektivität. Zweimal schoss der Gast aufs Tor, zweimal war der Ball drin: Erst traf Marius Marks (20.), dann Mathis Menzel (32.). „Wir waren zweimal nicht eng genug dran“, haderte Stöver. Problem Nummer zwei: „Wir haben unsere zwei, drei guten Chancen, die wir hatten, nicht genutzt.“

Nach dem Seitenwechsel und einer Umstellung auf ein 4-4-2-System konnten die Holdorfer mehr Druck erzeugen. Das recht schnelle 1:2 durch Thomas Mikulskij befeuerte die HSV-Hoffnungen auf eine Wende (49.). Marco Soares legte dann nach einer Stunde das nicht unverdiente 2:2 nach (60.) – es war sein neuntes Saisontor, er liegt teamintern nun gleichauf mit Lukas Liedmann. Homer und Liedmann hatten danach Holdorfs Führung auf dem Fuß, versäumten aber beide das 3:2.

Der fünfte Treffer des Abends fiel dann auf der anderen Seite per Elfmeter. „Wieder drei Gegentore“, sagte Stöver. Es ist die Never-Ending-Story der Saison – bereits zum neunten Mal kassierte Holdorf drei oder mehr Treffer.

SV Bad Rothenfelde - TV Dinklage 0:3. Die Landesliga-Fußballer des TV Dinklage haben am Sonntagnachmittag Tore sprechen lassen: Beim 3:0 (1:0)-Sieg beim SV Bad Rothenfelde erzielte der TVD vor 160 Zuschauern erstmals seit dem Derbysieg gegen Falke Steinfeld (5:0) am 18. September wieder drei Tore in einem Spiel. „Wir haben nicht viel zugelassen, somit war es ein verdienter Sieg“, bilanzierte Dinklages Betreuer Michael Ostermann.

Der TVD erwischte einen guten Start und ging durch einen Kopfball von Johann Kühling in Führung (11.); er stand nach Bastian Dödtmanns Schuss an den Innenpfosten goldrichtig. Rund um den Führungstreffer wäre auch bei Chancen von Steffen Espelage (9.) und Steffen Buddelmeyer (15., Kopfball) noch ein TVD-Tor möglich gewesen. Defensiv hatten es die Dinklager richtig gut im Griff. Nur einmal wurde Torwart Jan Rohe geprüft – und den Versuch von Jordan Dusinovic wehrte er ab (33.). Am Spielgeschehen änderte sich auch nach dem Seitenwechsel wenig. Das Dinklager Defensivkonstrukt mit der Dreierkette um Kapitän Daniel Nuxoll stand sicher.

Und vorne wurde die Mannschaft von Trainer Stefan Arlinghaus noch ein paar Mal gefährlich. Zuerst scheiterte Kühling noch nach einer Dödtmann-Vorlage (60.), aber danach schlug Dinklage zweimal zu – jeweils nach Vorlagen von Wilke Weßling. Arne Blömer köpfte einen Eckball ein (61.), bevor Steffen Espelage das 3:0 erzielte (63.).

Die komfortable Führung gab den Dinklagern in der letzten halben Stunde weitere Sicherheit. Nur einmal brach die Defensive der Hausherren noch durch und zwang Jan Rohe zu einer herausragenden Parade (89.). Am Ende stand der erste TVD-Sieg in einem Landesliga-Spiel beim SV Bad Rothenfelde.

SV Meppen II - VfL Oythe 6:0. 40 Minuten lang war die Welt in Ordnung. Die Leistung stimmte, das Ergebnis auch. Aber dann brach das Kartenhaus des VfL Oythe zusammen: Der heimische Fußball-Landesligist ist am Samstagnachmittag auf der zweite Etappe seiner Top-4-Wochen übel unter die Räder gekommen. Eine Woche nach dem 1:4 gegen FC Schüttorf (3.) kassierten die Oyther eine 0:6 (0:1)-Niederlage beim SV Meppen II (4.). Und die nächsten zwei Aufgaben des VfL heißen SV Wilhelmshaven (2.) und SV Holthausen/Biene (1.).

„Das 0:6 war auch in dieser Höhe verdient. Meppen hat nach dem 3:0 nicht aufgehört, sie haben einfach weiter Gas gegeben“, sagte Oythes Trainer Daniel Roth nach der Abreibung im Emsland: „Die erste Halbzeit war bis zum 0:1 absolut in Ordnung. Wir haben es Meppen richtig schwer gemacht. Aber dann lassen wir es über uns ergehen.“

Für die Gastgeber trafen Junior Razack Kone (43./48.), Lukas Eixler (47./71.) und Martin Raming-Freesen (81./83.) jeweils doppelt. Für Kone waren es die Saisontreffer neun und zehn, für Raming-Freesen die Tore elf und zwölf. „Nach dem Doppelschlag zum 0:3 gingen die Köpfe runter, das ist vielleicht normal oder verständlich, spiegelt uns im Moment aber absolut wider. Es fehlte die Gegenwehr, wir sind dann einfach zu zahm“, haderte Roth. Konnte sein Team in der ersten Halbzeit noch ein paar Nadelstiche setzen, so waren die Oyther nach dem Seitenwechsel hoffnungslos unterlegen. „Wir mussten viel laufen, und es gab große Lücken“, so Roth.

Für Oythe, das seine 18. Landesliga-Saison spielt, war die Pleite bei der Drittliga-Reserve die zweite Niederlage im Weser-Ems-Oberhaus mit sechs Toren Differenz – die erste gab es fast auf den Tag genau vor einem Jahr beim 1:7 gegen GW Mühlen.

GW Firrel - Falke Steinfeld 1:0. Die Anstoßzeit war ungewöhnlich, das Ergebnis sehr ärgerlich: Die Fußballer von Falke Steinfeld haben am Sonntagabend (Anstoß: 18.45 Uhr) ihre elfte Saisonniederlage in der Landesliga kassiert. Der Tabellenletzte, der in der Vorwoche mit dem 2:0 gegen Frisia Wilhelmshaven den ersten Sieg im 15. Versuch gefeiert hatte, verlor bei GW Firrel mit 0:1 (0:0). „Der Sieg für Firrel ist verdient, das kann man nicht anders sagen“, erklärte Falkes Fußballobmann Stefan Ehrenborg nach dem Schlusspfiff in der Gemeinde Hesel im Kreis Leer. Firrel kletterte durch den Sieg auf Rang elf – mit der Folge, dass der VfL Oythe auf den ersten Abstiegsplatz abrutschte.

In der ersten Halbzeit war Firrel spielbestimmend, zwei gute Chancen untermauerten diesen Eindruck (10./17.). Die Falken, die kurzfristig auch noch auf Julian Pille und Michael Michaelis verzichten mussten und gefühlt mit dem letzten Aufgebot anreisten, hielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut dagegen und hatten vor der Pause eine Chance durch Claas Langhorst (23., Kopfball). Nach dem Seitenwechsel blieb Firrel am Drücker, und nach vier weiteren Möglichkeiten (47./59./62./75., Deike hält grandios) erzielte Lasse Härtel das hochverdiente 1:0 (77., Kopfball nach Ecke). Und Falke? Langhorst scheiterte einmal an Firrels Torwart Pascal de Buhr (63.) und vergab kurz vor Schluss per Kopf noch die letzte Chance zum Ausgleich (89.). Und so trat Falke die 117-km-Rückreise mit leeren Händen an.

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