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Holdorf meistert die Amasya-Hürde

3 VEC-Derbys, 2 Heimsiege, 1 Auswärtserfolg: Während der HSV in Lohne mit 3:1 gewann, setzten sich Frisia Goldenstedt (3:0 gegen BW Lüsche) und SW Osterfeine (1:0 gegen VfL Oythe II) zu Hause durch.

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Holdorfer Überlegenheit am Bergweg: Der Bezirksliga-Spitzenreiter (blaue Trikots) ließ bei seinem 3:1-Sieg bei Amasyaspor Lohne wenig anbrennen. Foto: Wenzel

Holdorfer Überlegenheit am Bergweg: Der Bezirksliga-Spitzenreiter (blaue Trikots) ließ bei seinem 3:1-Sieg bei Amasyaspor Lohne wenig anbrennen. Foto: Wenzel

Amasyaspor Lohne - SV Holdorf 1:3
Der Tabellenführer ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden: Die Fußballer des SV Holdorf sind mit einem Sieg in die Rückserie der Bezirksliga gestartet. Der Spitzenreiter setzte sich am Sonntagnachmittag bei Amasyaspor Lohne mit 3:1 (2:0) durch und erwischte damit einen guten Auftakt in seine Mission Meisterschaft. Für Holdorf war's der elfte Sieg im 16. Saisonspiel. Und: Durch die Rotation auf den Plätzen zwei, drei und vier haben die Südkreisler jetzt vier Zähler Vorsprung auf den ersten Verfolger, der nun Brockdorf (2:0 gegen den FC Lastrup) heißt.

HSV-Trainer Jan Kreymborg freute sich danach über eine „tolle Mannschaftsleistung“ und einen „verdienten Sieg“. Nach der langen Pflichtspielpause (letzter Einsatz am 7. November) und einer Vorbereitung auf Kunstrasen sei der Liga-Primus vor dem Re-Start am Bergweg nicht nervös, aber schon ein wenig angespannt gewesen. „Man weiß ja nie so richtig, wo man steht“, so Kreymborg. Die leichten Bedenken lösten sich jedoch schnell in Luft auf, denn der SV Holdorf übernahm sofort das Kommando. „Die Holdorfer waren von Anfang an sehr dominant. Für uns gab's wenig zu holen“, räumte Amasyaspors Teammanager Norbert Vornhagen ein. Die erste Halbzeit sei mit Ausnahme einer Lohner Chance für Dennis Bart (35.) „sehr einseitig“ gewesen, Holdorf habe aggressiv und kompakt verteidigt und zudem gefährlich nach vorne gespielt.

„Das frühe Tor war natürlich sehr wichtig für uns“, sagte Jan Kreymborg mit Blick auf das 1:0 von Lukas Liedmann (8.). Eine knappe Viertelstunde später legte Safet Dzinic seinen zehnten Saisontreffer und damit das 2:0 nach (22.). „Die erste Halbzeit war sehr souverän, sehr überzeugend“, erklärte Kreymborg.

Bei der Mittelfeldarbeit: Lüsches Andreas Pulsfort (rechts) gegen Goldenstedts Torschützen Christoph Wilkens. Foto: SchikoraBei der Mittelfeldarbeit: Lüsches Andreas Pulsfort (rechts) gegen Goldenstedts Torschützen Christoph Wilkens. Foto: Schikora

Die Holdorfer, angetrieben vom überragenden Sechser Roman Aumann, legten in der 64. Minute das 3:0 nach. David Brüwer war per Elfmeter (Foul von Firat Tarti an Marco Soares) erfolgreich. Damit war die Partie vorzeitig entschieden. Amasyaspor Lohne war zwar um neue Spannung bemüht, es reichte allerdings nur zu einem Treffer von Alper Yilmaz (78.). „Holdorf hat's echt gut gemacht, da brannte eigentlich nichts an“, berichtete Vornhagen. Für Kreymborg war's nach dem Lohner Tor „für einen kurzen Moment etwas kribbelig“, aber auch diese Phase habe sein Team gut gemeistert. Für den Spitzenreiter geht's am Sonntag mit einem Heimspiel gegen Schlusslicht SV Emstek weiter, Amasyaspor gastiert bereits am Samstag im Stadtderby bei BW Lohne II.

Frisia Goldenstedt - BW Lüsche 3:0
Dank einer starken Anfangsviertelstunde haben die Bezirksliga-Fußballer von Frisia Goldenstedt einen perfekten Start in das Fußball-Jahr 2022 hingelegt. Das Team von Trainer Jörg Peuker feierte zum Rückrundenauftakt einen nie gefährdeten 3:0 (2:0)-Erfolg gegen Kellerkind BW Lüsche und kletterte mit dem neunten Saisonsieg auf Platz fünf.

„Das Ergebnis sieht auf den ersten Blick natürlich super aus, richtig schön anzuschauen war das Spiel aber leider nicht“, fasste Goldenstedts Stefan Westerhoff das Geschehen zusammen. Bei der Spielbewertung klammerte der Frisia-Betreuer die Anfangsphase der Partie allerdings aus: „Da haben wir ein richtig tolles Spiel gemacht“, so Westerhoff. Die Hausherren gingen bereits nach zwei Minuten durch Sven Gerlach in Führung. Gerlach profitierte dabei von einer tollen Vorarbeit von Frisias Neuzugang Ole Siemer, der nach einem starken Tempolauf clever auf Gerlach querlegte, der dann nur noch ins leere Tor einschieben musste. Siemer, der in der Winterpause von der A-Jugend des JFV Rehden zur Frisia gewechselt war, lieferte bei seinem Debüt einen spielfreudigen Auftritt ab. „Ein richtig guter Junge. An ihm werden wir noch Spaß haben“, lobte Westerhoff.

Zehn Minuten nach der Goldenstedter Führung legte Christoph Wilkens nach einem langen Diagonalball im Eins-gegen-eins-Duell mit Lüsches Schlussmann Lukas Jost das 2:0 nach (12.). In der Folgezeit plätscherte die Partie vor rund 150 Zuschauern dann allerdings vor sich hin. Goldenstedt investierte angesichts der Führung in der Offensive deutlich weniger, während Lüsche in der gesamten Partie nur zweimal durch Michael Schaubert (33., Latte) und Matthias Schröder (49.) gefährlich wurde. Ansonsten blieb bei beiden Teams vieles Stückwerk. So blieb Frisias 3:0 durch den eingewechselten Bernd Schlömer das einzige späte Highlight im zweiten Durchgang (90.).

Vormarsch: Osterfeines Christian Hegerfeld im Duell gegen Oythe II. Foto: WenzelVormarsch: Osterfeines Christian Hegerfeld im Duell gegen Oythe II. Foto: Wenzel

SW Osterfeine - VfL Oythe II 1:0
Die Bezirksliga-Fußballer von SW Osterfeine haben sich zum Rückrundenauftakt im eng umkämpften Tabellenmittelfeld ein kleines Punktepolster aufbauen können. Beim 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den abstiegsbedrohten VfL Oythe II war jedoch eine große Portion Geduld gefragt. Der SWO-Siegtreffer durch einen abgefälschten Schuss von Felix Piening fiel erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit.

Entsprechend tief atmete Osterfeines Spielertrainer Mehmet Koc nach der Partie durch: „Das war heute ein richtiges Kampfspiel und bis zum Schluss offen. Am Ende haben wir vielleicht aber etwas mehr investiert und deshalb auch verdient gewonnen. Es war eine Willenssache.“ Besonders in der ersten Halbzeit agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe. Auf dem von Minute zu Minute immer tiefer werdenden Osterfeiner Rasenplatz traten alle Akteure zwar äußerst engagiert auf, richtig gefährlich wurde es in den Strafräumen jedoch nur zweimal: Während SWO-Schlussmann Max Strieker sich in der 35. Minute gegen Oythes Jacob Büssing auszeichnete, verpasste auf der Gegenseite Osterfeines einzige Sturmspitze Christian Hegerfeld kurz vor der Pause die 1:0-Führung (42.).

Auch in der zweiten Halbzeit geizten beide Teams mit gefährlichen Offensiv-Aktionen, allerdings hinterließ Osterfeine gerade in der letzten halbe Stunde der Partie den besseren Eindruck. „Wir hatten uns in der Halbzeit vorgenommen, etwas höher anzulaufen und so Oythe nicht mehr ganz so viel Raum für ihre Aktionen zu geben. Das hat ganz gut geklappt“, berichtete Mehmet Koc. Allerdings konnte Osterfeine aus den diversen Ballgewinnen bis zum späten Siegtor von Felix Piening nur noch eine weitere Torchance kreieren. Ein Schuss von Hegerfeld wurde dabei auf der Linie geklärt (66.).

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