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Hoffnung in Oythe, Umbruch in Steinfeld

Die beiden Fußball-Landesligisten sind am Wochenende in der Abstiegsrunde auswärts gefordert. Bei Falke stehen viele Abgänge fest.

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Er geht voran: Abwehrchef Marcel Hesselmann. Foto: Schikora

Er geht voran: Abwehrchef Marcel Hesselmann. Foto: Schikora

Germania Leer - VfL Oythe (Sonntag, 15.00 Uhr)
3:2 in Firrel, 4:2 gegen Werlte – die Fußballer des VfL Oythe haben sich im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga zurückgemeldet. Aus einer gewissen Aussichtslosigkeit ist eine Lage geworden, die zwar nach wie vor prekär, aber nicht mehr hoffnungslos ist. Der VfL Oythe, vor den zwei Siegen Tabellenletzter der Abstiegsrunde, hat die Lücke zu einigen Konkurrenten geschlossen und sieht sich vor dem nächsten Spiel bei Germania Leer (Sonntag, 15.00 Uhr) wieder als vollwertiges Mitglied im Rennen um einen Platz am rettenden Ufer. „Die Jungs haben jetzt einen ganz anderen Glauben an die Sache als nach den ersten zwei Spielen“, erklärt Coach Daniel Roth.

Das Spiel in Leer bildet den Abschluss der Hinserie in der Abstiegsrunde, danach folgt für Oythe der Endspurt mit den fünf Rückspielen gegen Wilhelmshaven (15.5.), in Westrhauderfehn (22.5.), gegen Firrel (29.5.), in Werlte (4.6.) sowie gegen Leer (12.6.). Roth spricht von „Aufbruchstimmung“, betont aber im gleichen Atemzug: „Wir müssen in Leer drei Punkte nachlegen.“

Das neue gute Gefühl wurde unter der Woche aber ein wenig getrübt. Stürmer Lie Sillah und Defensivallrounder Jan Ostendorf, die beide nach dem Werlte-Spiel ins Krankenhaus mussten, fallen einige Wochen aus. Sillah, in der 80. Minute Torschütze zum 3:2 und kurz danach recht rustikal gefoult (89.), hat sich schwerer am Knie verletzt. Die Kniescheibe ist rausgesprungen; ob auch die Bänder in Mitleidenschaft gezogen wurden, soll eine MRT-Untersuchung klären. Ostendorf hat sich unterdessen bei einem Zusammenprall in der Luft einen Rippenbruch zugezogen. Roth will am 4-2-3-1-System festhalten, als Ostendorf-Ersatz auf der Sechser-Position kommen Lorenz Holzenkamp sowie der zuletzt vierfache Elfmeter-Torschütze Jonas Suffner infrage. Immerhin: Die wiedergenesenen Lukas Büssing und Justus Stärk sind ins Training zurückgekehrt.

Am Sonntag bei Germania Leer, das nach dem 1:0-Auftaktsieg in Steinfeld viermal leer ausging (0:1, 2:3, 2:4, 1:2) und als Schlusslicht noch mehr unter Zugzwang steht, erwartet Roth ein „Kampfspiel“. Er sagt: „Mit Schönspielerei kommt man da nicht weit. Es geht nicht darum, zu glänzen, sondern darum, zu punkten.“ Die Mannschaft habe es verstanden, dass der Einsatzwille der Schlüssel zum Sieg ist. Im Training war laut Roth „richtig Dampf drin“. In diesem Zusammenhang lobt er die Führungsspieler Sebastian von Merveldt und Marcel Hesselmann: „Stark, wie sie vorangehen.“

Sparta Werlte - Falke Steinfeld (Samstag, 15.00 Uhr)
Sie stecken zwar mittendrin im Abstiegskampf – aber zugleich planen die Landesliga-Fußballer von Falke Steinfeld natürlich die kommende Saison 2022/23. Trainer Artur Zimmermann bestätigt vor dem Auswärtsspiel bei Sparta Werlte am Samstag um 15.00 Uhr, dass im Sommer ein „Riesenumbruch“ in Steinfeld ansteht.

Wie Zimmermann mitteilt, stehen bereits sechs Abgänge fest. Die prominentesten – und auch schon bekannten – sind jene von Paul Kosenkow (TuS St. Hülfe-Heede) und Arthur Baya Baya (Eintracht Rheine). Ebenfalls steht schon länger fest, dass Fynn Dauny in der nächsten Saison für den Landesligisten SV Bevern auflaufen wird. In Joshua Heyer wird eine weitere Stammkraft Falke Steinfeld verlassen, der Außenverteidiger schließt sich seinem Heimatverein TSV Wetschen an, der ebenfalls in der Landesliga spielt. Artur Zimmermann bedauert den Abgang, er nennt Heyer einen „brutal wichtigen Spieler“. Da er allerdings Polizist in Hannover ist, sind seine Trainingsmöglichkeiten eingeschränkt. Die Landesliga Hannover passe ihm da besser.

Die weiteren Abgänge: Mazlum Sünün wechselt zurück zum Kreisligisten TuS St. Hülfe-Heede, wo er unter anderem auf seinen Bruder Aydin trifft. Und Kai von der Assen wird sein Studium voraussichtlich in den USA fortsetzen und daher bei Falke aufhören. Auf Lukas Themann wird Steinfeld nur noch bedingt zurückgreifen können – er bleibt zwar im Kader, absolviert allerdings sein Referendariat in Dortmund und ist daher selten da. Artur Zimmermann verrät, dass sich die Suche nach Neuzugängen schwierig gestalte, was in Teilen auch an der unklaren Liga-Zugehörigkeit liegt. Er sagt: „Wir arbeiten dran. Wir sprechen mit einigen Jungs.“

Gesprochen haben die Falken auch über das 3:3 in Westrhauderfehn. Dort hatte Steinfeld eine 3:1-Führung verspielt und sich anschließend laut Zimmermann „lange drüber geärgert“, zumal die Punkte in der Abstiegsrunde unfassbar wichtig gewesen wären. Der Coach betont aber, dass auch aus eigener Kraft noch alles möglich ist. Mit einem Sieg in Werlte, wo sechs bis sieben Falken fehlen, wäre man beispielsweise wieder auf einen Punkt an Sparta dran. Generell sei es sehr eng. „Ich wünsche mir, dass Oythe und wir es schaffen“, sagt Zimmermann und schiebt hinterher: „Für uns wünsche ich mir es natürlich etwas mehr.“

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