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Heimspiel - Der Corona-Fragebogen

Heute mit: Tina Schwarz

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Kreativ in der Krise: Handballerin Tina Schwarz. Foto: Müller

Kreativ in der Krise: Handballerin Tina Schwarz. Foto: Müller

Tina Schwarz ist eine der Leistungsträgerinnen beim Handball-Drittligisten SFN Vechta. Schon mit sechs Jahren begann die Dinklagerin beim TVD mit dem Handballspielen. Später war die wurfgewaltige Linkshänderin für den Elsflether TB, SFN Vechta und den TV Oyten aktiv. Seit 2015 spielt sie nun ununterbrochen für SFN. Die 28-Jährige wohnt mit ihrem Freund in Dinklage, ist Verwaltungswirtin und arbeitet als Standesbeamtin bei der Stadt.

Stellt sich bei Ihnen auch schon der Corona-Koller ein? Bis jetzt noch nicht. Natürlich gibt es viele Sachen, die ich vermisse, aber ich habe das Glück, dass ich ganz normal weiter arbeiten darf/kann. Ich genieße meine neugewonnene Freizeit, fange neue persönliche Projekte an, mache viel Sport und finde neue Hobbys.

Was vermissen Sie in der Corona-Krise am meisten? Vor allem den sozialen Kontakt zu meiner Familie und meinen Freunden, die Familienfeiern wie Weihnachten, Ostern, Geburtstage und gemeinsame Treffen mit meiner Clique und natürlich meiner Mannschaft.

Und was vermissen Sie gar nicht? Den Terminstress.

Was mussten Sie bislang absagen? Leider eine Urlaubsreise nach Italien, ein Konzert von Michael Kiwanuka in Hamburg und unsere Mannschaftsfahrt in eine Finca auf Mallorca. Außerdem die Saisonabschlussfeier an der Halle nach dem letzten Spiel.

Ihr Lesetipp für die Krise? „Wie ein einziger Tag“ von Nicholas Sparks oder „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes.

Welche Musik hilft Ihnen durch diese Zeit? Beim Sport die Playlist von SFN Vechta. Die stellt Luca Vodde zusammen.

Ihr Film-/Serientipp für lange Abende zu Hause? Im Moment schauen wir die Serie Hawaii Five-0. Empfehlen kann ich aber auch Brooklyn99 oder Bridgerton.

Gibt es ein Sportereignis, das Sie sich gerne noch einmal auf Video anschauen würden? Ich erinnere mich gerne an das Spiel um die Meisterschaft gegen Stade 2016. Zum Glück hat Ton Delbressine (OM-Sport) jeder Spielerin dieses Spiel auf einem Stick zukommen lassen.

Sonst noch einen Tipp gegen die Langeweile? Sport im Freien, lange Spaziergänge in der Natur, so etwas geht natürlich immer. Außerdem stelle ich meiner Clique regelmäßig verschiedene Aufgaben und Rätsel. Zum Beispiel habe ich ihnen zehn Videos ohne Ton geschickt, wo sie anhand meiner Lippenbewegungen Länder erraten mussten. Oder sie mussten Zungenbrecher vorlesen und davon Videos in unsere Gruppe stellen. Es gab auch Aufgaben, da mussten sie Rezepte, Filme oder Büchertipps in die Gruppe stellen oder uns einen Tag mit durch ihren Corona-Alltag nehmen. Zu Ostern gab es kleine Geschenke mit farblich markierten Buchstaben, die jeweils ein Wort und dann eine Botschaft ergaben. Zum Beispiel: Lade jemanden zum Wein ein. Oder sie mussten sich zehn Tage lang um einen Hermannkuchen kümmern. So bleiben wir ständig in Kontakt und haben super viel Spaß, auch wenn wir uns nicht persönlich treffen können. Das hilft super gegen Langeweile!

Welche Lebensmittel würden Ihnen am meisten fehlen, wenn es sie nicht mehr im Laden gäbe? Schokolade wie Knoppers oder Milka , aber auch frische Brötchen vom Bäcker.

14 Tage Quarantäne – wo würden Sie diese Zeit am liebsten verbringen? In einem gemütlichen Haus weit abgelegen im Grünen mit großem Garten und viel Sonne.

Und wen würden Sie mitnehmen? Meinen Freund Matthias und unseren Hund Emmi.

Ihre Lehre aus Corona? Ich finde, die persönlichen Bedürfnisse, zum Beispiel Überkonsum an Reisen, können kurzfristig zum Wohle der Allgemeinheit hintenangestellt werden.

Hat die Krise für Sie auch etwas Gutes? Was ich toll finde, ist, dass sich die Krise positiv auf die Umwelt auswirkt und dass die Menschen die regionalen Ausflugsziele mehr zu schätzen wissen.

Wohin würden Sie gerne als Erstes reisen, wenn es wieder geht? Gerne würde ich dann den geplanten Italien-Urlaub nachholen – wahrscheinlich Gardasee.

Wenn die Krise vorbei ist – worauf freuen Sie sich am meisten? Endlich wieder meine Mädels in den Arm nehmen, schweißtreibende Sporteinheiten mit der Mannschaft und das legendäre „Pommes essen“ der Familie Schwarz.

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