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Heimspiel - Der Corona-Fragebogen

Heute mit: Franka Kohl

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Franka Kohl ist Kapitänin beim Fußball-Landesligisten TuS Lutten, wo sie auf der Sechser-Position spielt. Mit vier Jahren fing sie beim TuS mit dem Fußballspielen an. Als Jugendliche schaffte sie es mit dem SV Meppen bis in die U-17-Bundesliga. Mit den Damen des VfL Oythe spielte sie später in der Oberliga. Die 23-Jährige wohnt mit ihrem Freund in Lutten und arbeitet im Streifendienst bei der Polizei in Cloppenburg.

Stellt sich bei Ihnen auch schon der Corona-Koller ein? Ich muss zugeben, dass es mittlerweile echt hart ist. Viele Freundinnen habe ich Ewigkeiten nicht gesehen, seinen Hobbys kann man nicht mehr so nachgehen wie früher und ich hätte niemals gedacht, dass uns die Pandemie so lange begleiten wird. Ich versuche aber, positiv zu bleiben, denn alles andere macht es nicht besser.

Was vermissen Sie in der Corona-Krise am meisten? Da gibt es viele Dinge. Einfach mit Freunden in der Stadt zu sitzen und eine Pizza zu essen, zum Training zu gehen und danach mit den Mädels noch ein Bierchen zu trinken, in den Urlaub zu fahren oder auch große Familienfeierlichkeiten.

Und was vermissen Sie gar nicht? Bei drei Grad und strömendem Regen auf dem Trainingsplatz zu stehen.

Was mussten Sie bislang absagen? Leider einen Skiurlaub im Frühjahr 2020 in Saalbach- Hinterglemm, einen Kreta-Urlaub und das Lollpalooza-Festival in Berlin im Sommer 2020.

Ihr Lesetipp für die Krise? Ich bin ein richtiger Lese-Muffel. Das letzte Buch habe ich gezwungenermaßen während des Abiturs gelesen. Ich schaue lieber gute Serien.

Welche Musik hilft Ihnen durch diese Zeit? Ich muss zugeben, dass ich ziemlich langweilig bin, was Musik angeht. Ich bin da ziemlich „mainstream“ und höre das, was in den Charts läuft.

Ihr Film-/Serientipp für lange Abende zu Hause? „How to get away with murder“ und „The Fall“. Wenn ich einen guten Film empfehlen müsste, wäre es „Unsichtbarer Gast“.

Gibt es ein Sportereignis, das Sie sich gerne noch einmal auf Video anschauen würden? Den U-18-Länderpokal des DFB in Duisburg 2014. Ich habe dort mit der Niedersachsen-Auswahl gespielt und es war definitiv ein Highlight. Mit den Mädels aus der Auswahl habe ich vier Jahre lang zusammengespielt und einige Wochenenden in Barsinghausen verbracht. Der Länderpokal war unser letztes gemeinsames Turnier. Ich habe die Zeit sehr genossen und vermisse es manchmal, die Mädels – von denen einige jetzt in der Bundesliga kicken – nicht mehr sehen zu können.

Sonst noch einen Tipp gegen die Langeweile? Kochen oder größere Heimwerker-Projekte im Haus oder Garten.

Welche Lebensmittel würden Ihnen am meisten fehlen, wenn es sie nicht mehr im Laden gäbe? Nudeln. Ich liebe Nudeln und könnte sie jeden Tag essen.

14 Tage Quarantäne – wo würden Sie diese Zeit am liebsten verbringen? Ich glaube die Antwort wäre bei vielen ähnlich: In einem Haus unter Palmen mit einem eigenem Strandabschnitt. An einem Ort, wo es schön warm und ruhig ist.

Und welche drei Prominenten (oder andere Menschen) würden Sie mitnehmen? Irgendwelche Promis würde ich nicht mitnehmen wollen, glaube ich. Ich würde mich lieber für meinen Freund und ein befreundetes Pärchen entscheiden.

Ihre Lehre aus Corona? Dass viele Dinge im Leben im Team bewältigt werden müssen. Nicht nur im Sport oder im Job, sondern auch innerhalb der Gesellschaft. Man sollte generell vielleicht mehr auf seine Mitmenschen achten und nicht immer so egoistisch sein. Ich denke, dass es gerade jetzt wichtig ist, sich noch mal gemeinsam an die Maßnahmen zu halten und sich gegenseitig zu unterstützen. Ansonsten wird der Weg aus der Pandemie ziemlich schwierig, glaube ich.

Hat die Krise für Sie auch etwas Gutes? Na ja, wie das Wort Krise schon sagt, steckt da nicht viel Positives dahinter. Aber ich denke, im Großen und Ganzen habe ich gelernt, einige Dinge mehr zu schätzen als vorher.

Wohin würden Sie gerne als Erstes reisen, wenn es wieder geht? Ich würde gerne den Kreta-Urlaub aus dem letzten Jahr nachholen. Außerdem würde ich gerne mit meiner besten Freundin nach London fliegen und ihre Schwester nach einer gefühlten Ewigkeit besuchen.

Wenn die Krise vorbei ist – worauf freuen Sie sich am meisten? Dass man nicht mehr jeden Tag die Worte „Corona“ und „Inzidenzwert“ hören muss und einfach tun und lassen kann, was man will: Fußballspiele, Essen gehen, Urlaub machen oder Mädelsabende.

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